12. Januar 2007

Im Management sind Powerpoint Präsentationen an der Tagesordnung. Um die Botschaften auch gekonnt an den Mann bzw. die Frau zu bringen, bedarf es einer „hirngerechten“ Informationsübermittlung. Hier werden immer noch viele Fehler gemacht. So lautet zum Beispiel eine Grundregel, nicht mehr als sieben Informationseinheiten auf einer Seite anzubieten, weil das menschliche Arbeitsgedächtnis auf einmal nicht mehr verarbeiten kann. Vollgeschriebene Folien bzw. Charts sind deshalb ermüdend und demotivierend.
Eine weitere Empfehlung geht dahin, mehrere Informationseinheiten zu einem sog. Chunk zusammen zu fassen. Damit ist ein Faktenbündel gemeint, bei dem mehrere Einzelaspekte zu einem Hauptaspekt zusammengefasst werden. Solche Chunks benötigen dann jeweils nur einen der sieben Informationsspeicher.
Ganz wichtig ist der kombinierte Einsatz von Bild und Text sowie das Arbeiten mit Analogien und Methapern. Erkenntnissen der Kognitionspsychologie zufolge, bleiben Informationen umso länger im Hirn haften, desto tiefer sie verarbeitet werden. Diese Tiefe kann durch den Einsatz von Stimme, Lautstärke und einer interessanten Wort-Bildsprache und nicht zuletzt durch eine optimale Performance des/der Präsentierenden erreicht werden. Eine optimale methodische und persönliche Vorbereitung sind für eine gelungene Präsentation das A und O; schließlich ist jeder Auftritt eine Form der Selbstdarstellung, in der Können und Persönlichkeit zum Ausdruck kommen.

Quelle: Gehirn und Geist – das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spectrum der Wissenschaft, Artikel von Gertrud Kemper und Carl Naughton, Ausgabe 1/2006 Seite 42

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