
Was glauben Sie, macht gute Kommunikation aus? Brillante Rhetorik? Schlagfertigkeit? Eloquenz?
Zur überzeugenden Selbstdarstellung sind die genannten Fähigkeiten wichtige Ausdrucksmittel. Kommunikation ist jedoch mehr als das. Es geht um den Austausch von Informationen und Eindrücken. Wir sagen dem anderen auf einer unsichtbaren, nonverbalen Ebene wie wir zu ihm stehen, in welcher Gemütsverfassung wir uns gerade befinden und was wir von ihm wollen. Denn Kommunikation verfolgt immer auch eine Absicht. Der andere hat für unsere verschiedenen Botschaften ein sensibles Ohr und filtert aus dem Inhalt einer Aussage das heraus, was für ihn wichtig ist und was seiner Gemütsverfassung und dem Verhältnis zu uns entspricht. Ist er uns gegenüber grundsätzlich positiv gestimmt, dann ist die Chance groß, dass auch ein kritisches Feedback konstruktiv aufgefasst wird. Anders ist es, wenn eine negative Beziehung besteht oder bei einem Erstkontakt beim Filtern der nonverbalen Botschaften, die sich durch Stimme, Mimik, Körperhaltung und Gestik vermitteln, sofort klar wird, dass die Chemie nicht stimmt.
Wenn wir uns bewusst machen, dass Kommunikation ein Vorgang ist, bei dem wir auf verschiedenen Kanälen senden und empfangen, dann wird deutlich, wie sehr wir gerade bei wichtigen Gesprächen darauf achten müssen, dass der formale Inhalt unserer Aussagen und unsere Körpersprache „aus einem Guss“ kommen. Dazu gehört, sich positiv auf ein Gespräch einzustimmen, wirkliches Interesse für den anderen aufzubringen und sich die eigenen Kommunikationsziele bewusst gemacht zu haben.
Das ist die eine Seite der Medaille. Wie unsere Botschaften ankommen, können wir nur vermuten, aber nie ganz ergründen. Für eine gelungene Kommunikation ist es deshalb wichtig, zu hinterfragen, ob unsere Botschaften angekommen sind und auch den anderen so gut es geht zu verstehen und seine Botschaften so gut es geht zu deuten.
Das gelingt am besten mit aktivem Zuhören, was soviel bedeutet wie die Aussagen des anderen mit eigenen Worten wiederzugeben und dadurch dem anderen zu zeigen, wie gut wir ihn verstanden haben und wie sehr uns seine Aussage interessiert bzw. wie wichtig er uns ist. Wenn wir dann noch hingehen und durch gezielte, offene Fragen das Gespräch voran bringen, befinden wir uns auf einem guten Weg.
Die Kommunikation zu optimieren heißt daher, nicht nur unsere Rolle als Sender sondern auch die Rolle als Empfänger von Informationen zu verbessern.
Die Qualität Ihrer Gespräche können Sie daher erheblich steigern, wenn Sie
- eine positive Gesprächsatmosphäre schaffen.
- Ihre Gespräche durch bewusstes Zuhören aktiv führen.
- Nonverbale Botschaften sensibler wahrnehmen.
- sich ihre Kommunikationsabsichten klar gemacht haben.
- echtes Interesse für den anderen aufbringen.
- sich auf Dialogik einstellen.
- dafür sorgen, dass nur Gewinner aus dem Gespräch gehen und alle ihr Gesicht wahren.


