21. Dezember 2008

In diesem Jahr konnten wir erleben, wie der wohl wichtigste Wert in der Finanzbranche aufs Spiel gesetzt wurde: Vertrauen.

Vertrauen hat etwas mit „sich trauen“, also „wagen“, zugleich auch mit „sich verbinden“ zu tun. Ob ich einer Person oder einer Institution traue, hängt davon ab, welche Erfahrungen ich mit ihr mache und wie glaubwürdig sie mir erscheint. Deshalb sind „Authentizität“ und „Glaubwürdigkeit“ wichtige Säulen, auf denen Vertrauen aufbaut.

„Vertrauen ist der Anfang von allem“ lautete in den 90er Jahren ein Bekenntnis aus der Bankenszene Nun befinden sich ausgerechnet die Banker in einer weltweiten Vertrauenskrise und bringen den Geldfluss ins Stocken und damit viele um ihre Existenz. Diese negative Kettenreaktion muss unterbrochen werden, doch wie?

Werteorientierung und Sinnstiftung

Wenn die Finanzkrise eines gezeigt hat, dann, dass profitorientiertes Handeln in der globalen Wirtschaft ohne selbstverpflichtendes Leitbild und ohne ethische Reflexion der Werte bei sorgsamer Güterabwägung in einem Fiasko enden muss.

Sie zeigt auch, wie wichtig es ist, dass Menschen in Schlüsselpositionen über eine hohe ethische Kompetenz verfügen. Letztlich ist es diese Kompetenz, die über das Wohl der Weltgemeinschaft und unseres Planeten entscheiden wird.

Wir haben es in der Hand. Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen. Hinter jedem Mensch stehen eine Werthaltung und eine Gesinnung. Die Freiheit des Handelns ist gekoppelt an Verantwortung und dem Gebot, niemals anderen zu schaden. Diese vereinfachte Formel für ethisches Verhalten muss allen Planungen und Entscheidungen zugrunde gelegt werden.

Um das zarte Pflänzchen Vertrauen zu stärken und wieder zur Blüte zu bringen, können wir alle beitragen. Wir können uns bewusst machen, was uns wichtig ist und was anderen wichtig ist:

  • Die eigenen Werte in Einklang bringen und sich so sinnorientiert ausrichten.
  • Sinnorientierung begreifen als den Schlüssel zum persönlichen, beruflichen, unternehmerischen Erfolg.
  • Die Sinnbedürfnisse anderer zu erfüllen erkennen als Weg zur eigenen Sinnerfüllung.
  • Werte wie „Sicherheit“, Verlässlichkeit“, „Loyalität“, ,,Respekt“ und „Wertschätzung“ leben und damit Vertrauen säen.
  • Positive Energie aussenden und durch gute, optimistische Gedanken mentale Stärke beweisen.

So dass es in Anlehnung an Barak Obahmas Siegesparole “Yes, we can” am Ende heißt: Yes, we trust!

Man stelle sich vor, wie sich die Trust-Kampagne um den ganzen Globus ausbreitet und ihren Siegszug feiert. Man stelle sich vor, wie neue Hoffnungsträgerinnen und -träger auf den Plan treten und die Menschen begeistern. Man stelle sich vor, wie die Medien uns mit positiven Schlagzeilen und optimistisch stimmenden Nachrichten erfreuen.

Zu schön, um wahr zu sein? – Was wir erwarten, wird sich erfüllen. Erwarten wir doch immer das Beste und handeln danach.

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