29. Juli 2009

Wer sich als Coach selbständig machen möchte, ist gut beraten, sich kritisch mit dem Coaching-Markt auseinander zu setzen und seine Chancen als Coach realistisch einzuschätzen.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine Coachingausbildung zu absolvieren, gibt es vieles zu bedenken und zu beachten.

Die erste Frage, die ich Interessenten für meinen Ausbildungskurs zum Personal und Business Coach IHK stelle, lautet: “Warum möchten Sie Coach werden?”

Die Antworten gehen meist in drei Richtungen:

  1. Die Interessenten möchten sich als Coach selbständig machen und suchen nach einer Coachingausbildung mit IHK Zertifikat oder sie sind schon als Berater/in selbständig und möchten durch die Zusatzqualifikation ihre Beratungskompetenz erhöhen und ihr Tätigkeitsfeld erweitern .
  2. Die Interessenten möchten durch die Coachingausbildung insbesondere ihre Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Beratung und Führung weiterentwickeln.
  3. Die Interessenten möchten durch die Coachingausbildung ihre Persönlichkeit intensiv weiterentwickeln und sich selbst reflektieren.

Um als Coach erfolgreich zu sein, sind drei Faktoren wichtig:

  1. Die Persönlichkeit des Coach: Hier spielen Aspkekte wie Studium, Berufsbildung, Berufserfahrung, Alter, Lebenserfahrung, Reife, Welt- und Menschenbild, Ethik und Werte sowie insbesondere Empathie eine große Rolle.
  2. Die Methodenvielfalt: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Eine Methode allein macht noch keinen Coach, jedenfalls keinen, der flexibel auf die Bedürfnisse des Klienten eingehen kann.
  3. Das Marketing: Hier gibt es mittlerweile eine neue Art von Dienstleistung, die sich auf das Marketing für Berater und Coaches spezialisiert hat. Der Bedarf ist groß, da ohne konsequentes Marketing der angehende Coach in der Masse untergehen wird. Der Markt für Coaches ist unübersichtlich und sehr wettbewerbsintensiv. Die Nische zu finden, in der sich potentielle Kunden befinden ist daher eine Überlebensfrage und eine Frage der Definition der Zielgruppen und des Zielmarktes. Diese Fragen muss man vor einer Coachingausbildung beantworten. Denn davon hängt auch ab, in welche Richtung die Ausbildung gehen soll.

Für wen lohnt sich also eine Coachingausbildung?
Sie lohnt sich vor allem für Personalentwickler und Führungskräfte in Unternehmen und für alle, die beratend tätig sind bzw. sein wollen, z. B. Juristen, Mediziner, Pharmarefernten, Physiotherapeuten, etc. und natürlich für die, die Coach werden und sich professionell darauf vorbereiten wollen. Hier gilt: Eine noch so teure Ausbildung ist noch lange keine Garantie für den Erfolg. In erster Linie zählen die Persönlichkeit des Coaches, sein Auftreten, seine Methodenvielfalt und seine Feldkompetenz.

In jedem Fall lohnt sich eine Coachingausbildung zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit. Sie stellt eine einzigartige Erfahrung dar und ersetzt viele Seminare, die sich mit Themen wie Kommunikation und Persönlichkeit befassen.
Insofern ist sie eine Investition fürs Leben, die Spuren hinterlässt.

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