Es ist August und die Bauern bei uns in Hohenstein haben mit der Getreide- und Rapsernte begonnen. Einige abgeerntete Felder sind sogar schon umgepflügt und der intensive, erdige Geruch frisch gepflügter Äcker löst erste Gedanken an den Herbst aus. Auch die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage von 32 Grad im Schatten können nicht darüber hinweg täuschen, dass der Sommer seinen Zenit überschritten hat. In unserem Garten blühen zwar noch immer Sommerblumen, doch viele tragen schon Samenkapseln mit dem Versprechen für eine neue Blütenpracht im nächsten Jahr. Für dieses Jahr haben sie ihre Aufgabe erfüllt.
Das bringt mich zum Nachdenken, welche Aufgaben ich mir für dieses Jahr gestellt habe und welche davon schon erledigt sind bzw. welche noch auf ihre Bearbeitung warten. Welche Ziele habe ich bisher konsequent verfolgt und zur Blüte gebracht, welche nicht? Was hat mich davon abgehalten? Was kann ich jetzt schon ernten und was kann ich jetzt noch säen?
Wie ist das Jahr bis jetzt für Sie gelaufen? Was hat geblüht, ist gereift und trägt Früchte? Vielleicht mögen Sie dazu einmal folgende Sätze ergänzen:
- Dieses Jahr hat bis jetzt….
- Ich habe folgende Ziele schon erreicht…
- Diese Ziele habe ich noch nicht erreicht…
- Diese Ziele habe ich verworfen…
weil… - Das möchte ich jetzt noch in Angriff nehmen und nächstes Jahr zu Ende bringen…
- Ich bin in diesem Jahr mit folgenden Situationen, Erlebnissen konfrontiert worden…
- Ich habe folgende neue Stärken an mir entdeckt…
- Das / der/ die hat mir geholfen, weiter zu kommen …
- Das waren die wichtigsten Impulse, die ich bekomme habe, um mich weiter zu entwickeln…
Übrigens können Sie jetzt noch säen. Für gute Ziele ist es nie zu spät. Manche brauchen sehr viel Zeit und sogar Phasen der scheinbaren Inaktivität, um sie zu ereichen. Das sind Ziele, die Kraft, Ausdauer und Disziplin erfordern und von der Hoffnung genährt sind, dass die Ernte umso reicher ausfällt, wenn die Zeit gekommen ist…


