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Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski Bildquelle Pixabay

Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski


Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski

In der Coach-Gemeinschaft sind ungewöhnliche Karrieren keine Seltenheit. Doch ein Schauspieler, der auch Coach ist, zählt eher zu den Exoten in diesem Berufsfeld. Wie Marek Sarnowski zu seiner neuen Rolle „Coach“ kam und wie er diese Rolle sieht, erfahren Sie in nachfolgendem Interview.

Brandinvest Corporate Coaching: Herr Sarnowski, die Frage muss als erste kommen: Was bewegt einen langjährigen Schauspieler dazu, Coach zu werden?

Marek Sarnowski: Da gibt es mehrere Faktoren. Die Arbeit als Schauspieler ist hauptsächlich dadurch geprägt, sich andere Charaktere anzuverwandeln, was, wenn man in einem Theater engagiert ist, alle sechs, acht Wochen wieder aufs Neue eine psychologische Auseinandersetzung und teilweise auch Recherche mit diesen Charakteren erfordert. Man hat ja bei jeder Rolle immer nur den Rohtext und die Aufgabe, diesen vorgegebenen Text mit einer Persönlichkeit zu ummanteln, die den Zuschauer überzeugt und mitnimmt auf ihrem Weg durch das Stück. In dieser Rollenentwicklung stellen sich Fragen wie:


Was will die Figur? Wie bewegt sie sich? Wie sagt sie etwas? Aus welchem charakterlichen Background handelt sie?


Obwohl das natürlich eine Auseinandersetzung mit einer virtuellen Realität ist, ist es dennoch ein permanentes Hinterfragen von Charakteren, Psychen und Verhaltensmustern, die sich auch in die Realität übertragen lassen. Denn nichts anderes will Theater im besten Fall: nämlich, die Realität spiegeln und den Zuschauer zum Nachdenken anregen; mittlerweile geschieht dies leider immer seltener. Für mich ist das ein Faktor: Die substanzielle Lust, mich mit anderen Charakteren auseinanderzusetzen, aber jetzt nach dem Motto: Raus aus der virtuellen Realität, rein ins richtige Leben; also im Coaching die gleiche Auseinandersetzung zu betreiben und damit meinen Klienten Erkenntnisse, Klärungen und vielleicht auch Lösungen ihrer individuellen Situationen zu ermöglichen.

Gibt es noch andere Gründe weshalb Sie Coach geworden sind?

Marek Sarnowski: Weitere Faktoren sind die beruflichen Bedingungen, die eine große Herausforderung an einen Schauspieler stellen. Wir befinden uns dauerhaft in einem Bewertungsmodus, ob auf Proben, in Vorstellungen, in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung und zu guter Letzt bei den Kollegen, die nicht selten auch Konkurrenten sind. Wir bekommen unentwegt Feedback oder lesen in der Presse Kritiken, die nun auch nicht immer positiv sind.

Darüber hinaus bietet einem der Beruf wenig Sicherheiten; häufige Ortswechsel bedingt durch teilweise sehr kurz befristete Verträge, damit einhergehend Problematiken wie Entwurzelung, Fernbeziehungen, Leben aus dem Koffer und durch die Arbeitszeiten ein relativ sozialfeindliches Leben außerhalb des Theaters. Hinzu kommt die durchaus berechtigte Angst vor langfristiger Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund, dass im besten Falle 20% aller registrierten Schauspieler ein Engagement haben oder als freie Schauspieler im Bereich Film/ Fernsehen von diesem Beruf existieren können. Wenn man wie ich 25 Jahre in diesem Beruf tätig war, muss man sich eine Mentalität aneignen, die einen diese Umstände ignorieren lassen können. Ich konnte zum Glück immer von der Schauspielerei leben.

Ohne Idealismus und Leidenschaft ist dieser Beruf wohl nicht zu meistern?

Marek Sarnowski: Ja, es braucht eine große Portion an Zuversicht, ein dickes Fell und jederzeit einen Plan B oder sehr großes Glück, dass man von diesen berufsimmanenten Problematiken nie betroffen ist. Dieser Erfahrungsfundus fließt auch in meine Arbeit als Coach ein.


Als letztes geht es für einen Schauspieler natürlich um einen guten Auftritt. Wie verschaffe ich mir Präsenz, wie komme ich besser rüber und wie gehe ich mit dem Stress des öffentlichen Auftritts, also mit Lampenfieber um. Hier gibt es Methoden und Techniken, die ich auch in meine Arbeit als Coach einbringe.


Mit Mitte Vierzig habe ich mir die Frage gestellt, wie lange ich mich diesen Berufsbedingungen noch stellen will; ich selber hatte insgesamt 12 Jahre Fernbeziehung und habe auch nicht mehr so für diesen Beruf gebrannt, wie noch zehn Jahre vorher. Also stand ich an meinem eigenen Scheideweg und habe mich entschieden, eine Zäsur zu machen und einen neuen Weg einzuschlagen. Weil ich weiterhin mit Menschen arbeiten wollte, habe ich mich erstmal entschieden, eine Krankenpflegeausbildung zu machen, was ich aufgrund der bekannten schlechten Berufsbedingungen nach einem halben Jahr wieder beendet habe.

Das war sicher eine außergewöhnliche Erfahrung!

Marek Sarnowski: Das kann man sagen: Was ich allerdings als extrem positiv empfunden habe, war die Arbeit mit den Patienten. Ich habe dabei gemerkt, was man durch empathische Kommunikation bei Menschen bewirken kann. Das war für mich letztendlich die Initialzündung, meine Fähigkeiten und Erfahrungen in einen Topf zu werfen und als Coach zu arbeiten und habe daraufhin mit der Coaching-Ausbildung begonnen. Parallel dazu ergab sich für mich die Möglichkeit, als Schauspieldozent an der Schauspielschule in Mainz anzufangen, was auch eine Art des Coachings ist und mir seitdem großen Spaß macht.

Wer sich neu ausrichtet, muss auch etwas aufgeben. Was war das bei Ihnen und wie wirkt sich das aus?

Marek Sarnowski: Ich habe meinen ursprünglichen Beruf nicht voll und ganz aufgegeben, nur die Prioritäten völlig anders gesetzt.  Während meiner Ausbildungen (Krankenpflege und Coaching) habe ich wenn möglich noch Theater gespielt oder auch einen Fernsehdreh gehabt, aber auch Angebote  dafür abgesagt , was ich sonst nicht gemacht hätte. Prinzipiell ist es bei mir aber so, dass die Schauspielerei in den Hintergrund getreten ist und ich meine Energie darauf fokussiere, meine Selbstständigkeit als Coach aufzubauen, was ich als große Herausforderung sehe, der ich mich mit unglaublicher Freude stelle.


Außerdem hat mich mein Berufsleben gelehrt, keine Probleme damit zu haben, Dinge hinter mir zu lassen.


Abgesehen davon bleibe ich der Schauspielerei ja noch über meine Dozententätigkeit verbunden.

Sie gehen erstaunlich locker mit Veränderungen um. Sind Schauspieler grundsätzlich flexibler als andere Menschen?

Marek Sarnowski: Das kann man sicherlich nicht pauschal sagen. Der Beruf erfordert es zwar, was aber nicht bedeutet, dass auch jeder Schauspieler das „Flexibilitätsgen“ in sich trägt. Viele Schauspieler merken, wenn es nicht so gut für sie läuft, schon nach wenigen Berufsjahren, dass sie sich umorientieren müssen, weil Sicherheit und Konstanz fehlen. Andere, die sehr lange in einem Festengagement waren, fallen aus allen Wolken, wenn das Engagement endet und sie auf einmal vor dem Nichts stehen, obwohl man immer damit rechnen muss, dass es so kommt. Manche haben keinen Plan B in der Tasche, was immer problematisch ist, weil man nie mit einem Folgeengagement rechnen kann.

Ich denke jedoch, dass die meisten, die diesen Beruf ergreifen, wissen, worauf sie sich einlassen, und flexibler bei Orts-, Arbeitsplatzwechseln und in der Wahl der Betätigungsalternativen sind, als Menschen in anderen Berufsgruppen. Man geht dann auch mal jobben, also, die Statuslatte liegt da niedriger. Außerdem ist vorübergehende Arbeitslosigkeit bei Schauspielern nicht so ein Makel wie bei anderen Berufsgruppen. Da haben wir einfach ein anderes Jobprofil; wenn mein Typ gefragt ist, spielt es erstmal keine Rolle, wie lange ich ohne Engagement war. Deshalb heißt es bei uns auch nie arbeitsloser, sondern freier Schauspieler, also gibt es auch immer Hoffnung.

Was würden Sie z. B. Klienten sagen, die sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes oder bei Burn-Out schwertun, neue Wege zu gehen und ihr Leben neu auszurichten?

Marek Sarnowski: Wir sind ja mittlerweile alle relativ weit von unseren ursächlichen Bedürfnissen entfernt. Ich würde meinen Klienten anraten zu hinterfragen, was ihnen wirklich wichtig im Leben ist, abgesehen von dem Job und dem damit verbundenen Lebensstandard und Status. Muss das unbedingt um jeden Preis gewahrt werden, oder spielen andere Aspekte eine größere, substantiellere Rolle wie z.B. Privatleben, Familie, Freunde, aber auch Gesundheit?

Dann wäre da noch die Frage nach den Alternativen. Jede Krise birgt in sich die neue Chance. Es gibt eben nicht nur DEN EINEN JOB. Vielleicht ist der nächste sogar der bessere und warum sollte er nicht kommen. Außerdem hört ja nicht alles mit dem Verlust des Arbeitsplatzes auf. Wir befinden uns doch in stetigem Fluss und haben jeden Grund, neugierig und zuversichtlich zu sein, wo es uns noch hintreibt.

Wie wichtig ist Ihnen das Thema Sinn-Findung für Ihre eigene Karriere bzw. für Ihr Leben? Welche Prioritäten setzen Sie?

Marek Sarnowski: Natürlich ist es wichtig, einen Beruf zu haben, der für einen selbst sinnhaft und inhaltlich erfüllend ist. Daraus ziehen wir unsere Motivation und bereiten uns die Basis erfolgreich zu sein, was uns wieder Sinn gibt. Das war bei mir der Fall, bis ich gemerkt habe, dass ich mich einerseits mental von meinem Beruf wegentwickelt habe; ich bin meiner Meinung nach  zu erwachsen dafür geworden. Andererseits sind mir andere Dinge, wie mein Privatleben, wichtiger geworden sind.

Der Sinn des Lebens ist für mich immer das Leben selbst und ich hatte am Ende, gerade im letzten Engagement beim Musical in Stuttgart mit Acht-Show-Wochen, jeden Samstag und Sonntag Doppelshow und mal wieder Fernbeziehung, das Gefühl, dass ich eigentlich an meinem Leben vorbeilebe. Dieses Gefühl hat letztendlich den Ausschlag gegeben, meine Prioritäten zu überdenken und diesen anderen Weg einzuschlagen.

Wieder mittelfristig in eine andere Stadt zu gehen, kommt für mich heute nicht mehr in Frage, was meine ursprünglichen Berufsmöglichkeiten gewaltig einschränkt, und mich ehrlich gesagt überhaupt nicht unglücklich macht, sondern eher befreit. Denn endlich kann ich da sein, wo ich wirklich sein will, und das ist sehr wertvoll und sinngebend.


Ich würde mich heute eher in meiner Heimat Wiesbaden im Supermarkt an die Kasse setzen, als irgendein Engagement in einer weiter entfernten Stadt anzunehmen.


Sie engagieren sich ja auch sehr für Gesundheitsprävention. Welche Bedeutung hat dieser Aspekt in Ihrem Leben und wie unterstützen Sie Klienten darin, gesünder zu leben?

Marek Sarnowski:  Ich habe ja eingangs verschwiegen, dass ich neben der Ausbildung zum Coach noch ein Fernstudium der Präventologie angefangen und als zertifizierter Gesundheitsberater abgeschlossen habe; übrigens zeitgleich mit der Coaching-Ausbildung. Gesundheit hat in meinem Leben einen mit den Jahren immer höheren Stellenwert bekommen. Spätestens als mir mein Orthopäde Anfang des Jahrzehnts eine Arthrose in beiden Knien diagnostizierte und mir zu künstlichen Gelenken riet- mit 40 Jahren. Ich habe mich daraufhin alternativ schlau gemacht und kam darüber auf ein Buch, welches die Arthrose-Therapie durch Ernährung zum Inhalt hatte, was sich als Glücksgriff herausstellte.

Ich habe sieben Jahre später noch immer meine eigenen Gelenke, mache teilweise lange Wanderungen und bin nahezu schmerzfrei. Diese Ernährungsumstellung hat übrigens ganzheitlich meine Gesundheit beeinflusst und mich inspiriert, mich substantieller mit gesundheitlichen Zusammenhängen zu beschäftigen; deshalb das Studium. Mein Fazit zu diesem Thema, das sich aber auch mit dem im Coaching deckt: ALLES IST MIT ALLEM VERBUNDEN. Und diesen Aspekt lasse ich auch bei Bedarf in meine Arbeit als Coach mit einfließen.

Auf den Punkt gebracht: Wie profitieren Ihre  Kunden von Ihrer Erfahrung als Schauspieler? 

Marek Sarnowski: Ich habe ja schon eingangs von den Faktoren berichtet, die den Schauspielerberuf prägen. Ich glaube, gerade die Auseinandersetzung und Gestaltung von Charakteren sensibilisiert auf die Kommunikationsmuster – Verhalten und Körpersprache – bei anderen Menschen. Als Schauspieler kann man hier proaktiver ansetzen, durch Techniken und Methoden, wie z.B. Rollenspiele, aber auch Atemtechniken oder Korrekturen in der Körpersprache. Hier kann das Coaching eher in ein Training übergehen.

Das Eintauchen in andere Charaktere begünstigt meiner Ansicht nach auch ein erlebtes Verstehen des Anderen- körperlich und geistig– und das immer wieder neu. Wir haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, uns in die abstrusesten Charaktere einleben zu dürfen, was zusätzlich Horizonte öffnet und ein Geschenk dieses Berufes ist.


Aber auch der Umgang mit den Unwägbarkeiten und speziellen Charakteristiken unseres Berufes schafft einen Erfahrungsfundus, den man nicht in vielen anderen Berufsgruppen findet. Diese Unwägbarkeiten werden aber immer mehr ein Thema in unserer Gesellschaft.


Schließlich sind Sie ja auch Dozent für Schauspiel und bilden Schauspieler aus. Hat sich Ihre Art, Schauspiel zu lehren durch Ihre Coaching-Kompetenz verändert?

Marek Sarnowski: Wie gesagt: Schauspielunterricht ist irgendwie auch Coaching. Wenn sich meine Studenten mit der Umsetzung ihrer Rolle schwertun, was nichts Ungewöhnliches ist –Eintauchen in einen Charakter ist nicht so einfach – entstehen natürlich schnell mal Blockaden und Frustrationen. Und da merke ich, dass ich Gesprächstechniken aus dem Coaching gut einsetzen kann. Obwohl es ja eine Rolle ist, steht man trotzdem mit seiner Person dahinter, trägt seine Haut zu Markte und wenn es dann bei der Probe nicht so klappt, passiert es schon mal, dass Schauspieler an sich selbst und ihren Fähigkeiten zweifeln, besonders, wenn sie noch Studenten sind. Und da gilt es dann Aufbauarbeit und Support zu leisten, wo wir wieder beim Coaching sind.

Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch erreichen wollen?

 Marek Sarnowski:  Menschen…

Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski

Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski

Schauspieler und Coach: Marek Sarnowski – Homepage

www.marek-sarnowski.de

 

Bildquelle Titelfoto: pixabay / PIRO4D Orlando • Heidelberg/Deutschland •

 

 

 

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5 meist gelesene Beiträge auf meinem Blog

Coaching Blog

Das hat meine Blog-Community besonders interessiert:

Diese fünf Beiträge auf meinem Blog wurden in den letzten vier Wochen besonders häufig aufgerufen:

 

Titelfoto: unsplash.com by Anna Demianenko

 

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Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

Pressemeldung – Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

„Ich will Coach werden“ – Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

Brandinvest Corporate Coaching, Hohenstein. Das Buch „Ich will Coach werden – Von der Idee zum Traumberuf“ ist am 13.02.2017 im Verlag Budrich Inspirited erschienen und kostet 12,90 Euro. Es befasst sich mit den Voraussetzungen für den Beruf Coach und mit der Haltung, die es dafür zu entwickeln gilt. Die Inhalte sind auf das Informationsbedürfnis von Coaching-Laien zugeschnitten. Es soll ihnen helfen, den Coaching-Markt zu verstehen und den Zugang dazu erleichtern.

Personen, die Coach werden wollen, informieren sich dazu meist im Internet, sind jedoch angesichts der Informationsschwemme schnell frustriert. Sie suchen nach vertrauenswürdigen Quellen, die ihnen fundierte Informationen liefern. Sie brauchen Antworten auf Fragen wie: Was ist Coaching und was nicht? Wie werde ich ein guter Coach? Lohnt es sich, Coach zu werden? Was ist bei der Coaching-Ausbildung zu beachten? Welche Faktoren entscheiden über den Erfolg als Coach? Wie finde ich Zugang zur Coaching-Gemeinschaft und wie kann ich mich dort vernetzen?

Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs beantwortet wichtigste Fragen

Management Coach Dr. Brigitte Wolter hat diese Fragen in ihrem Ratgeber „Ich will Coach werdenVon der Idee zum Traumberuf beantwortet. „Mein Handbuch im Mini-Format gibt kompakte und fundierte Informationen zu einem der attraktivsten Beratungsformate unserer Zeit“, beschreibt Wolter ihr Buch.

Dabei habe sie nicht mit mahnenden Worten zu den Risiken einer Selbständigkeit als Coach gespart. Auf 116 Seiten erfahren die Leser/innen, worauf es beim Coach-Sein ankommt, welche Coaching-Ansätze es gibt und nach welchen Kriterien die Auswahl für eine Coaching-Ausbildung zu treffen ist. Weiterhin enthält das Buch Tipps, wie man die Grundlage für eine erfolgreiche Coaching-Praxis legt. Hinweise zur Mitgliedschaft in Coaching-Verbänden, eine Checkliste zur Coaching-Ausbildung sowie Literaturempfehlungen runden den Ratgeber ab.

Coaching als Schlüsselkompetenz

„Bei allen Tätigkeiten, die mit Menschenführung, Weiterbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Personalberatung, Lebenshilfe, Therapie und Prävention zu tun haben, wächst die Bedeutung von Coaching“, begründet Wolter das steigende Interesse, professionell coachen zu lernen. Coaching-Kompetenz würde daher zur Schlüsselkompetenz für beratende Berufe, Personalentwickler/innen und Führungskräfte. Wer professionell coachen könne, hebe sich von Pseudo-Coaches ab und wäre klar im Vorteil.

Die Autorin verfügt über langjährige Erfahrung als selbständiger Business Coach für Führungskräfte, Manager/innen und Unternehmer/innen sowie als Lehr-Coach. Sie kennt die Fragen von Coaching-Anfänger/innen aus Aufnahmeinterviews zur Coaching-Ausbildung und aus eigener Marktforschung.

Buch-Link zu Amazon

Weitere Informationen unter www.shop.budrich-academic.de
und http://brandinvest.com/buch-ich-will-coach-werden/

Dr. Brigitte Wolter, Dipl.-Ing. agr., ist Management Coach und führt als selbständige Beraterin das 2003 von ihr gegründete Institut brandinvest® Corporate Coaching. Sie coacht/supervidiert Führungskräfte zur optimalen Wahrnehmung ihrer Führungsrolle und Managementaufgaben, speziell in Phasen des Umbruchs und der Neuorientierung. Sie ist als Senior Coach und Coaching-Weiterbildungsanbieterin im Deutschen Bundesverband Coaching e. V., DBVC, akkreditiert.

Pressekontakt:

brandinvest Corporate Coaching
Frau Dr. Brigitte Wolter
Neugasse 36
65329 Hohenstein

fon ..: 06120 979772
email : info@brandinvest.com

Siehe auch Pressemeldung bei openPR: Buch-Neuerscheinung: „Ich will Coach werden“

 

 

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Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

Buch: Ich will Coach werden

Buch: Ich will Coach werden

Für Sie geschrieben: Buch: Ich will Coach werden

Bei Gesprächen mit Personen, die Coach werden wollen, ist mir aufgefallen, dass diese nur sehr vage Vorstellungen davon haben, was sich hinter dem Berufsbild “Coach” verbirgt. Auf grundsätzliche Fragen wie Was ist ein Coach?, Wie wird man Coach?, Was macht ein Coach? haben sie noch keine befriedigende Antwort gefunden.

Fragen, Nachfrage, Zweifel, Psychologie

Foto: Pixabay ElisaRiva

Im Coaching-Markt kennen sie sich ebenfalls nur wenig aus. Und so kommt es, dass sie sich trotz der Fülle an Informationen aus dem Internet zum Thema Coaching eher schlecht als recht beraten fühlen.

Deshalb kam mir die Idee zu meinem Buch: Ich will Coach werden – Von der Idee zum Traumberuf. Wie Sie sich qualifizieren und die Grundlage für eine erfolgreiche Coaching-Praxis legen.

Ratgeber für den Coaching-Nachwuchs

Herausgekommen ist ein auf 116 Seiten komprimierter Leitfaden für alle, die sich einen ersten und schnellen Überblick über die „Profession Coach“ verschaffen möchten. Ich habe darin alle wesentlichen Informationen vorsortiert und zusammengetragen, die ein angehender Coach meiner Meinung nach am dringendsten braucht.

Foto Pixabay

Das spart viel Zeit, Nerven und Arbeit beim Recherchieren, Selektieren und Auswerten. Zudem habe ich meine eigenen Erfahrungen aus nunmehr 14-jähriger Coaching-Praxis mit einfließen lassen. Vor allem habe ich mich bemüht, das komplexe Thema lesefreundlich und unterhaltsam zugleich darzubieten. So soll das Buch: Ich will Coach werden eine erste Orientierung und Wegweiser im Coaching-Dschungel sein.

Coaching-Kompetenz bringt weiter

Warum kommen immer mehr Menschen auf die Idee, Coach zu werden? Ein Grund mag darin liegen, dass bei allen Tätigkeiten, die mit Menschenführung, Weiterbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Personalberatung, Lebenshilfe, Therapie und Prävention zu tun haben, die Bedeutung von Coaching wächst.

Beratung Coaching

Foto: Pixabay Oliver Kepka

Professionelle Coaches kann es gar nicht genug geben.

Professionell coachen können ist eine wertvolle Ergänzung im Methodenkoffer aller lehrend, führend, beratend und therapierend tätigen Menschen. Wer sich als Coach selbständig macht, muss sich freilich auf dem wettbewerbsintensiven Coaching-Markt wacker schlagen. Deshalb habe ich mit mahnenden Worten zu diesem Thema nicht gespart.

Wie werde ich ein professioneller Coach?

Was macht einen guten Coach aus? Es lag mir sehr am Herzen, angehenden Coaches klarzumachen, dass Coach-Sein eine sehr anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgabe ist. Um sie ausüben zu können, sind bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Wer es ernst damit meint, nimmt sich daher hinreichend Zeit, um coachen zu lernen. Mein Ratgeber: Ich will Coach werden ist deshalb auch ein leidenschaftlicher Appell, den professionellen Weg als Coach zu wählen.

Exzellenz oder Durchschnitt

Foto: Pixabay Gerd Altmann

Wie das gehen kann, habe ich grundlegend beantwortet. Eine Checkliste zur Coaching-Ausbildung sowie Hinweise zu weiterführender Literatur runden mein Buch ab.

Ab Mitte Februar 2017 erhältlich

Das Buch: Ich will Coach werden – Von der Idee zum Traumberuf ist im Verlag budrich Inspirited erschienen. 

Bibliografische Angaben:

Wolter, Brigitte (2017): Ich will Coach werden – Von der Idee zum Traumberuf. Wie Sie sich qualifizieren und die Grundlage für eine erfolgreiche Coaching-Praxis legen. Opladen. Berlin. Toronto: budrich Inspirited.
12,90 €. ISBN: 978-3-8474-2032-3

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Buch: Ich liebe meinen Job

Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls…

Buch “Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls…”

Ich liebe meinen Job! – Rezension zum Buch von Alexandra Götze

Meine Coach-Kollegin Alexandra Götze hat ein Buch über den Alltag einer Personalmanagerin veröffentlicht:

Götze, Alexandra, (2016). Ich liebe meinen Job!  BOD

Tagebuch einer desillusionierten Personalmanagerin…

Die Personalmanagerin Bea hält einen Tag in ihrem Berufsleben per Tagebuch fest und gewährt so der Leserschaft tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt. Dabei nimmt sie kein Blatt vor dem Mund; dialogstark und hintergründig schildert Bea ihre Erfahrungen als karrierebewusste „Multitasking Mum“, wobei sie den ganz normalen Wahnsinn des modernen Berufsalltages in einem internationalen Konzern auf ihre unnachahmliche Weise beschreibt bzw. messerscharf skizziert.

Satire mit subtiler Botschaft…

ich liebe meinen jobDas Tagebuch der Beatrice Engel könnte als Satire durchgehen – witzig, scharfsinnig und herrlich verbiestert kommen die Dialoge daher; teils amüsiert man sich, teils ist man nachdenklich gestimmt. Denn das Tagebuch einhält eine Botschaft an chronisch unzufriedene und frustrierte Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen. Aber die gilt es selbst herausfinden….

Man darf gespannt sein, wie es mit Bea weitergeht. 🙂

Siehe auch “Bookpage”  http://www.ichliebemeinenjob.com/

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wortwolke erstgespräch coaching

Erstgespräch Coaching–Checkliste

Erstgespräch

Kein Coaching-Mandat ohne Erstgespräch

Am Anfang eines Coachings steht das sog. Erstgespräch. Es dient Coach und Coachee (Klientin, Klient) dazu, eine Entscheidungsgrundlage für die künftige Zusammenarbeit zu finden. Das bedeutet vor allem, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die „Chemie“ stimmt und ob eine vertrauensvolle Coaching-Beziehung aufgebaut werden kann.

Erstgespräch: Grundsätzliche Fragen für den Coach…:

  • Welchen Bedarf an Coaching, Training, Beratung erkenne ich?
  • Bin ich der richtige Coach, um den Coachee wirksam zu unterstützen?
  • Will ich mich auf diesen Coachee einlassen?
  • Welche Erwartungen hat der Coachee an das Coaching?
  • Kann und will ich diese Erwartungen erfüllen?
  • Kommt der Coachee freiwillig oder wurde er „geschickt“?

…für den Coachee:

  • Ist mir der Coach sympathisch?
  • Begegnet mir der Coach auf Augenhöhe?
  • Hat der Coach die Kompetenz, mich in meinem speziellen Fall zu unterstützen?
  • Wie hat sich mir der Coach präsentiert und welche Schlüsse ziehe ich daraus?
  • Bin ich bei diesem Coach „in guten Händen“?
  • Hat der Coach mich richtig „abgeholt“?
  • Versteht der Coach meine Branche, mein Aufgabenfeld?
  • Wie hoch ist meine Bereitschaft, neue Sichtweisen zuzulassen und Veränderungen herbeizuführen?
  • Wie hoch ist das Coaching-Honorar?
  • Was muss ich an Zeit in das Coaching investieren?
  • Ist das Erstgespräch gratis?

Checkliste Erstgespräch Coaching

Damit das Erstgespräch eine wirkliche Entscheidungshilfe darstellt, ist es wichtig, dass es strukturiert abläuft. Hier ist der Coach als Moderator gefordert, alle Punkte anzusprechen, die für eine Zusammenarbeit relevant sind. Der typische Ablauf sieht in der Regel so aus:

  1. Begrüßung und „Warming up“.
  2. Gegenseitige Vorstellung.
  3. Coach erklärt Ablauf des Gesprächs und weist auf Coaching als besonderes Beratungsformat hin und klärt über seinen Coaching-Ansatz auf.
  4. Coach erläutert Risiken und Nebenwirkungen von Coaching.
  5. Coachee trägt sein Anliegen vor und äußert seine Wünsche und Erwartungen.
  6. Coach hinterfragt Ziele des Coachee, um unrealistische Erwartungen abzubauen.  Er fragt auch nach dem Überweisungskontext, d. h., wer außer dem Coachee einen Einfluss auf den Coaching-Prozess haben könnte bzw. Erwartungen daran knüpft (besonders wichtig bei Auftrags-Coaching).
  7. Er erläutert den methodischen Rahmen und gibt erste Einschätzung hinsichtlich Inhalte und Dauer des Coachings.
  8. Er beantwortet alle noch offenen Fragen des Coachee.
  9. Coach und Coachee klären die vertraglichen Voraussetzungen für das Coaching wie Honorar, Zahlungsmodus, Dauer und Turnus der Sitzungen.
  10. Vereinbarung der weiteren Vorgehensweise und Verabschiedung.

Für den Coachee ist es sehr wichtig zu erfahren, wo die Grenzen und eventuell auch „Risiken von Coaching liegen. Ein seriöser Coach wird daher auf diese Punkte explizit im Erstgespräch hinweisen.

Absolutes Muss im Erstgespräch

Zu den Spielregeln von Coaching zählt unabdingbar die Vereinbarung beider Partner zur Verschwiegenheit bez. der Inhalte des Coachings. Bei sog. Auftrags-Coachings muss der Coachee sicher sein, dass der Coach Inhalte des Coachings nicht an den Auftraggeber (z.B. Geschäftsführer/in, Personalleitung, etc.) weitergibt.

Ebenfalls unabdingbar ist die Erklärung des Coachs zu seiner ideologischen Unabhängigkeit.

Zeit lassen für das Erstgespräch

Das Erstgespräch dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Manche Coaches bieten es unverbindlich/kostenlos an, andere stellen es pauschal in Rechnung, wenn kein Beratungsauftrag erfolgt; kommt es hingegen zu einem Coaching-Mandat, entfällt das Honorar bzw. es wird auf das Coaching-Honorar angerechnet.

Nach dem Erstgespräch fasst der Coach alle relevanten Punkte zusammen und vergewissert sich ein letztes Mal, ob er alles richtig erfasst und den Coachee lückenlos aufgeklärt hat.

Der Coachee entscheidet i. d. R. nicht sofort, ob er in das Coaching einsteigen möchte, sondern nimmt sich dafür die Zeit, die er braucht.

Fazit:

Das Erstgespräch ist die Grundlage für professionelles Coaching. Ziel ist es, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Coaching erfüllt sind. Die Technik des Erstgesprächs erlernt man in einer seriösen Coaching-Ausbildung. Ohne Erstgespräch sind Enttäuschungen und Frustration auf beiden Seiten vorprogrammiert. Deshalb: So viel Zeit muss sein.

Sind Sie an einem unverbindlichen Erstgespräch interessiert? Dann nehmen Sie bitte Kontakt auf. Ich freue mich auf Sie.

 

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