Die heilende Kraft des Geistes: Destillat buddhistischer Weisheit mit einfachen Übungen für Gesundheit, Wohlbefinden und Meditation

Samstag, 29. April 2006

Lange Zeit hatte ich es nicht mehr zur Hand genommen, aber jetzt bin ich froh, einen solchen Schatz an Lebensweisheit in meiner Bibliothek wiederentdeckt zu haben. Die Rede ist von dem Buch „Die heilende Kraft des Geistes“ von Tulka Thondup mit einem Vorwort von Daniel Goleman, vielen auch bekannt durch seinen Bestseller „Emotionale Intelligenz“. Hier ein Auszug aus dem Klappentext:

„Ein wahrhaft exzellentes Destillat spiritueller Heilung, basierend auf der authentischen Tradition buddhistischer Weisheit, von dem jeder - unabhängig von Kultur und sozialem Hintergrund - Gebrauch machen und profitieren kann. Ein einzigartiges Buch in Zeiten großer Bedrängnis.”

Wer basierend auf der Philosophie des Buddhismus nach praktischen Anleitungen für Selbst- und Lebenshilfe sucht, wird hier mit konkreten Anleitungen zu Atemübungen, Meditation und zum Umgang mit Ängsten fündig. Man muss nicht Buddhist sein oder entbehrungsreiche Jahre im Himalaja hinter sich bringen, um sich von negativem Stress zu befreien bzw. um zur Ruhe zu kommen. Wer die Botschaften dieses Buches beherzigt, hat eine wirksame Quelle der Inspiration und Heilung gefunden.

Abgelegt unter: Für Sie gelesen — Dr. Brigitte Wolter @ 12:02

Firmenleitbilder: Alles Mode oder was?

Samstag, 29. April 2006

Leitbilder sind in Mode gekommen, kaum ein großes Unternehmen, das nicht mindestens ein kurzes sog. Mission Statement vorweisen kann. Die Frage ist, in wie weit werden diese Leitbilder gelebt und erfüllen sie wirklich ihren Zweck. Peter Fuchs äußerte sich dazu 2000 in der taz wie folgt:

…“überall verpasst man sich Leitbilder … Das ist nicht sonderlich tragisch, denn irgendwie muß man ja die Zeit hinschlachten, die dem Menschen gegeben ist, und was eignet sich besser dafür als das gemeinsame Erzeugen von Leitbildern, die bezeichnen, was man nicht ist, aber werden will? Es geht um Richtschnüre, Vor- und Maßgaben für Zukünftiges, um Ideale, Missionen, Messages, die zu verfertigen nicht allzu schädlich scheint, da die Bilder des Zukünftigen mangels Realitätskontaktes immer nur flach ausfallen können.” (Fuchs 2000)

Das klingt bitter, hat aber auch sechs Jahre später immer noch seine Berechtigung: In meiner Praxis als Management Coach erlebe ich es immer wieder, dass Führungskräfte mit dem Leitbild ihres Arbeitgebers nicht allzu viel anfangen können, geschweige denn, sich daran orientieren wollen oder können. Den Leitbildern wird oft mangelnder Realitätsbezug vorgeworfen, mit anderen Worten, sie werden nicht gelebt. Dieses Problem tritt besonders dann auf, wenn das Leitbild von oben angeordnet wurde, ohne dass zuvor eine umfangreiche Analyse der Organisation stattfand. Dann kann im Grunde nicht mehr als ein Lippenbekenntnis dabei herauskommen.

Andererseits ist aber auch erwiesen, dass Unternehmen mit Leitbild gegenüber solchen ohne Leitbild - über einen längeren Zeitraum betrachtet - eine höhere Wertschöpfung, höhere Kundenzufriedenheit und weniger Fluktuation aufweisen. So berichten Jim Collins und Jerry Porras in ihrem Buch „Immer erfolgreich“, dass die Marktwertsteigerung in Unternehmen mit Leitbild in einem Zeitraum von 50 Jahren sechsmal höher ist als die von Unternehmen ohne Leitbild. Bruce Pfau und Ira Kay (Buchtitel: Human Capital Edge) kommen zu dem Ergebnis, dass Unternehmen in denen Mitarbeiter das Leitbild kennen, verstehen und umsetzen einen um 29% höheren ROI haben als ihre Mitbewerber. Und bei Hugh Davidson in „The Committed Enterprise“ ist schließlich nachzulesen, dass bei einem Unternehmen mit einem starken Leitbild die Kundenzufriedenheit um 16 % über dem Marktdurchschnitt und die Mitarbeiterfluktuation um 32 % unter dem Marktdurchschnitt liegt. Also doch gute Gründe, um über ein Leitbild nachzudenken?! ….

Quelle:
Fuchs, Peter, 2000: Gib mir ein Leitbild!, taz vom 04.01.2000
The Human Capital Edge von Bruce N. Pfau, Ira T. Kay, ISBN: 0071378839
Immer erfolgreich. Die Strategien der Top-Unternehmen von Jim Collins, Jerry I. Porras, ISBN: 3421056501
The Committed Enterprise. Making Vision, Values, and Branding Work von Hugh Davidson, ISBN: 0750661992

PS: siehe auch Artikel:Integrierte Leitbildentwicklung bei psychophysik.com

Abgelegt unter: Für Sie gelesen — Dr. Brigitte Wolter @ 11:58

Deutsche Arbeitnehmer immer gesünder?!

Samstag, 29. April 2006

Laut Angaben des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) hat die Anzahl der Krankmeldungen im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstand erreicht. Demnach sank der Krankenstand der BKK Versicherten (immerhin jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland) auf 3,5 %, was einer durchschnittlichen Fehlzeit von 12,7 Kalendertagen pro Jahr entspricht. Damit wurde der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik in 1976 verzeichnet. 2004 betrug die durchschnittliche Fehlzeit noch 13 Kalendertage, 2003 lag sie bei 13,5 Kalendertagen. Als Gründe für den Rückgang der Krankmeldungen werden vor allem die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes angegeben, aber auch Fortschritte in der Medizin und die Tatsache, dass schwere körperliche Arbeit ab- und Kopfarbeit zugenommen hat. Eigentlich eine gute Nachricht - oder?

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Zahl psychischer Erkrankungen rapide ansteigt, genauer gesagt um 9 %. Fast bin ich versucht, zwischen den abnehmenden Krankmeldungen und der Zunahme der psychischen Erkrankungen einen kausalen Zusammenhang herzustellen. Zunehmender Leistungsdruck und Existenzangst fordern eben auch ihren Tribut. Und eines steht fest: Der Körper findet immer einen Weg, um seine Botschaft zu überbringen. So oder so.

Quelle: Pressemeldung BKK vom 18.04.2006

Abgelegt unter: Allgemein — Dr. Brigitte Wolter @ 11:48

Kein Bock auf Job

Samstag, 29. April 2006

Nur 27 % der Deutschen gehen gerne zur Arbeit und freuen sich jeden Tag auf ihren Job. 24 % hingegen arbeiten nur des Geldes wegen. Damit sind die Deutschen nicht allein: auch 23 % der europäischen Kollegen mögen ihren Job nicht. Dies geht aus einer Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone bei 9700 Besuchern in acht Ländern Europas hervor.

Quelle: WELT KOMPAKT, 19.April 2006

Abgelegt unter: Allgemein — Dr. Brigitte Wolter @ 11:47

Glücklich sein lernen

Samstag, 29. April 2006

Das ist doch mal ein guter Ansatz: Wie in der WELT KOMPAKT vor 10 Tagen zu lesen war, sind die Briten auf die geniale Idee gekommen, das „Glücklichsein“ auf den Stundenplan zu nehmen. So soll im Rahmen eines Pilotprojektes am Wellington College in Crowthorne, Nähe London, 14 bis 16 Jährigen „positive Psychologie“ vermittelt werden, wobei die Schüler lernen, wie sie Beziehungen harmonisch gestalten und psychische, mentale Probleme überwinden können. Das nenne ich lernen fürs Leben – wäre schön, wenn dieses Beispiel Schule machen würde.

Quelle: WELT KOMPAKT, 19.April 2006

Abgelegt unter: Allgemein — Dr. Brigitte Wolter @ 11:46

Klientenfragen

Dienstag, 11. April 2006

“Was passiert eigentlich mit mir im Coaching?“

Zu Beginn eines Coachings taucht immer wieder die berechtigte Frage auf:“ Was passiert eigentlich mit mir im Coaching?“ Für die meisten ist es das erste Mal, dass sie sich an einen Coach wenden, manche davon haben vielleicht auch schon „Therapieerfahrung“.

Die Erwartungshaltung kann sehr unterschiedlich sein und so ist es wichtig, im Erstgespräch genau diese sauber heraus zuarbeiten. Erst wenn ganz klar ist, was der Klient vom Coach und der Coach vom Klienten zu erwarten hat, ist eine Basis für die Zusammenarbeit gegeben.

Coaching ist keine Hexerei sondern vielmehr intensive Reflexionsarbeit. Im Vordergrund stehen Methoden wie Dialogik (Sokratischer Dialog) und Feedback, Rollenspiel und Modelllernen. Dabei ist der Klient= Coacheeimmer aktiv eingebunden. Der Coach ist während des Coachings in vielen Rollen unterwegs: mal ist er Motivator, mal Mutmacher, mal Provokateur, mal Hebamme, mal Visionär, mal Prozessbegleiter und auf Wunsch auch Berater und Trainer, wenn erforderlich.
Der Erfolg eines Coachings hängt von der Erfahrung und auch Improvisationsfähigkeit des Coachs und ganz wesentlich davon ab, in wie weit der Coachee bereit ist, sich zu öffnen und mitzuarbeiten. Wer sich für Coaching interessiert sollte die Möglichkeit des unverbindlichen Erstgesprächs nutzen, wenn noch Unsicherheit besteht. Dieses Gespräch dient auch dem Zweck, sich kennen zulernen und um festzustellen, ob die Chemie stimmt. Gegenseitige Sympathie und Vertrauen sind schon mal die halbe Miete für ein erfolgreiches Coaching.

Weitere Informationen zum Thema Coaching und zum Finden des passenden Coachs liefert die Homepage von Christopher Rauen.

Abgelegt unter: Coaching & Consulting — Dr. Brigitte Wolter @ 16:25

Angstbewältigung

Dienstag, 11. April 2006

Die gute Nachricht ist: Angst ist etwas ganz normales und eine natürliche Antwort unseres Köpers auf eine Situation, die wir bewusst oder unbewusst als Bedrohung wahrnehmen. Sie bereitet den Körper blitzschnell auf Flucht vor, damit wir uns rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich entfernen und in Sicherheit bringen können. Außerdem bewahrt sie uns vor so mancher Fehlentscheidung. Insofern ist das Gefühl der Angst durchaus positiv zu sehen.

Unangenehm bis unerträglich wird sie allerdings, wenn sie überhand nimmt und in Form wiederkehrender Panikattacken anfängt, das Leben zu beherrschen und den Aktionsradius einzuschränken. Das Gefühl der alles dominierenden Angst geht häufig einher mit anderen negativen Gefühlen, wie Depression, Mutlosigkeit, Starre und Destruktivität.

Warum ich dieses Thema aufgreife: Angststörungen und Depressionen sind auf dem Vormarsch und zählen mittlerweile zu den Volkskrankheiten. Was kann man als Betroffene/r tun? Auf jeden Fall nicht zögern und sofort professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten in Anspruch nehmen. Oft können schon in kurzer Zeit beachtliche Therapierfolge erzielt werden. Das bedeutet zwar Arbeit und Auseinandersetzung mit sich selbst, ist aber wesentlich sinnvoller und langfristig heilsamer, als sich von Psychopharmaka abhängig zu machen und noch mehr an Selbstbestimmung einzubüßen.

Aus der Vielzahl an Büchern zum Thema Angst- und Lebensbewältigung ist mir das Buch „Lassen Sie der Seele Flügel wachsen - Wege aus der Lebensangst“ von Peter Lauster positiv aufgefallen. Sie können das Buch direkt auf seiner Homepage bestellen.

Wer akut betroffen ist und schnelle Hilfe sucht, dem empfehle ich, die Homepage der Zeitschrift Psychotherapie von Dipl. Psychologe Dietmar Luchmann zu besuchen: hier findet man wertvolle Informationen zum Thema Angstbewältigung und bekommt vielleicht den entscheidenden Impuls, aktiv zu werden.

Abgelegt unter: Coaching & Consulting — Dr. Brigitte Wolter @ 16:08