Reich denken?

Montag, 14. August 2006

Im September erscheint laut I-Bux-Verlag ein Buch mit dem Titel Millionärsdenke von Boris Vene und Nikola Grubisa. Als eine der Rezensenten hatte ich den Vorzug, den slowenischen Bestseller vorab in der deutschen Fassung zu lesen; das umfangreiche Werk umfasst u. a. die wichtigsten Aspekte des Mentaltrainings und ist sehr lesefreundlich geschrieben. Für diejenigen, die gerne Literatur zum Thema „Erfolg“ lesen und wissen wollen, wie man durch Vor- und Nach- Denken zu innerem (und äußerem) Reichtum gelangen kann, ist dieses Buch sicherlich sehr empfehlenswert.

Abgelegt unter: Allgemein, Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 15:39

Gut getrennt ist halb gewechselt - Outplacement wird immer wichtiger

Montag, 14. August 2006

Für viele, die ein Unternehmen verlassen haben oder kurz davor stehen, sei es nun freiwillig oder unfreiwillig- beginnt eine höchst turbulente Phase einhergehend mit einer interessanten Wahrnehmung: Es ist, als wäre die Zeit während der Beschäftigungsphase stehen geblieben und als hätte sich der Blick in dieser Zeit verengt. So erleben nicht wenige die neue Freiheit als Entdeckungsreise in eine Realität, die sie mit ganz neuen Aufgaben empfängt, für die die Betreffenden noch nicht oder nicht mehr fit genug sind. Der Schritt aus der Komfortzone heraus kann sehr ungemütlich werden, ist aber oft die einzige Chance für Weiterentwicklung und persönliches Wachstum.

Manche stellen sich notgedrungen zum ersten Mal der zentralen Frage nach ihren Zielen und Visionen, wobei sie erkennen, dass ihre Vorstellungen sehr wage sind. Es ist immer wieder verblüffend, wie selbst gestandene Manager/innen bei der Frage nach den persönlichen und privaten Zielen passen müssen. Und so bleibt es nicht aus, dass viele nicht mehr auf dem laufenden sind, weil sie es versäumt haben, den Arbeitsmarkt im Blick zu behalten, sich strategisch auszurichten und zu positionieren.

Spätestens mit der Vertragsauflösung kommen jedoch die Fragen nach dem Wohin, Was und Wie. Das heißt, in der Ausnahmesituation „Kündigung“ kommt dann noch persönliche Entwicklungsarbeit hinzu, was einem seelischen Kraftakt gleichkommt, der an die Substanz gehen kann. In dieser Situation ist es immer von Vorteil, mit Unterstützung eines Coachs, z.B. in einem Outplacement - Coaching, das (oftmals traumatische) Kündigungserlebnis zu verarbeiten, neue Perspektiven zu entwickeln und den nächsten Karriereschritt sorgsam vorzubereiten.

Bewerber/innen, die sich ihre Stärken, Fähigkeit und Interessen sowie ihre beruflichen und privaten Ziele in einem Outplacement - bzw. Karriere-Coaching klar gemacht haben, bewerben sich zudem effektiver und treten in Interviews überzeugender auf als solche, die sich diese Arbeit nicht gemacht haben.

Wichtig ist auch, die neuen Möglichkeiten des Internets und des Networking für das eigene branding und den back-to work-Prozess professionell zu nutzen. Auch hier kann eine Karriereberatung sehr hilfreich sein.

Zunehmend mehr Unternehmen bieten ihren Freigestellten Outplacement Beratung an, quasi dem Prinzip der indirekten Bemühung folgend; denn auch entlassene Mitarbeiter/innen sind für das Reputation Management von großer Bedeutung. Im Zuge der immer dichter werdenden Vernetzung wächst die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in anderen Konstellationen wieder begegnet.

Das bedeutet, nicht nur der erste Eindruck zählt sondern auch der letzte. Es lohnt sich für alle Beteiligten, Mitarbeiter wie Arbeitgeber, das zu beherzigen.

Abgelegt unter: Allgemein, Coaching & Consulting — Dr. Brigitte Wolter @ 13:41

Was kommt nach der Pensionierung?

Freitag, 11. August 2006

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung widmete in ihrer Ausgabe vom 06.08.2006 unter der Rubrik Geld & Mehr eine ganze Seite dem Thema „Vorbereitung auf die Rente“. Abgesehen von den finanziellen Aspekten der Alterssicherung ging es insbesondere um den sinnvollen Umgang mit der neuen Freiheit und der Entwicklung eines neuen Rhythmus, um das Vakuum auszufüllen, das nach dem letzten Arbeitstag entsteht. Diejenigen, die auch darauf gut vorbereitet sind, sei es durch intakte Netzwerke und gepflegte Hobbys, kommen besser zurecht als solche, die die Pensionierung ohne Planung auf sich zukommen lassen.

Eine gelungene Lebensplanung bezieht die dritte Lebensphase mit ein. Sonst kann es sein, dass eine große Leere auf diejenigen lauert, die außerhalb der Firma keine Kontakte geknüpft haben und deren Lebensinhalt hauptsächlich über die Firma bestimmt war. Optimal ist es, wenn angehende Pensionäre sich rechtzeitig mit dem Leben nach der Firma beschäftigen und sich überlegen, wie sie diese Zeit sinnvoll ausfüllen wollen. Mittlerweile gibt es Organisationen, wie ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand), die sich dieser Thematik widmen. Außerdem können sich angehende Pensionäre und Ruheständler mit einem speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Coaching optimal auf den (Un-) Ruhezustand vorbereiten.

Abgelegt unter: Allgemein, Life Design, Für Sie gelesen — Dr. Brigitte Wolter @ 11:00

Inplacement - die Kunst, neue Mitarbeiter zu integrieren und zu halten

Montag, 07. August 2006

Gute Mitarbeiter/innen zu finden ist das eine, sie zu halten das andere. Viele verlassen bereits nach kurzer Zeit wieder das Unternehmen und die Enttäuschung auf beiden Seiten ist groß, vom wirtschaftlichen Schaden einmal abgesehen.

Woran liegt es, dass die Integration der Neuzugänge in vielen Fällen nicht erfolgreich verläuft?
Ein wesentlicher Grund ist darin zu sehen, dass die Betreffenden mehr oder weniger sich selbst überlassen werden und außer einer oberflächlcihen Einführung, die mit einem Vorgesetztengespräch anfängt und einer Vorstellungsrunde bei den alteingesessenen Mitarbeitern endet, nichts wesentliches mehr passiert. Der Neuzugang soll sich ja schließlich bewähren und nötigenfalls auch durchbeißen. Der oder die Betreffende befindet sich sowohl in der Position der Hol-Pflicht, nach dem Motto: “Wenn Du etwas wissen willst, dann frage nach” bzw. in der Bring-Pflicht, nach dem Motto: “Nun zeig mal, was Du kannst, bewähre Dich.” In dieser Doppel-Belastung der ersten 100 Tage ist aber auch der Neuzugang besonders sensibel für das Klima, das ihn empfängt und für die Kultur, die im Unternehmen herrscht. Findet er sich darin nicht zurecht bzw. wieder, sind auch die Voraussetzungen nicht gegeben, dass er seine fachlichen und persönlichen Qualitäten unter Beweis stellen kann.

Damit aus dem stay and share kein touch and go wird, bedarf es einer sorgsam konzipierten Integrationsstragie- bzw. einem Inplacement-Konzept, das sowohl die Arbeitgeberseite, als auch die des/der neuen Mitarbeiters/ Mitarbeiterin berücksichtigt.

Konkret bedeutet das, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was neue Mitarbeiter/innen an Information, Zuwendung und Mentoring benötigen, um sich schnell zurecht zu finden und im Kreis der neuen Kollegen wohl zu fühlen. Eine zentrale Stelle nehmen in diesem Konzept die Führungskräfte ein, da sie in ihrer Funktion als Kulturtäger durch ihr Handeln die Werte des Unternehmens repräsentieren.
Einmal etabliert als lebendiger Ausdruck einer MIT-Arbeiter-orierentierten Unternehmenskultur ist ein solches Konzept die beste Prophylaxe für hohe Fluktuation in der Anfangsphase der Beschäftigung und auf Grund der Mund-zu-Mund-Propaganda ein hervorragendes Instrument, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:48

Multiplikation als Erfolgsfaktor

Donnerstag, 03. August 2006

Erzeugen und nicht besitzen-
wirken und nicht behalten-
mehren und nicht beherrschen:
das ist geheimes Leben.

Laotse

Visionäre Führungskräfte verfolgen mit missionarischem Eifer das Ziel, nicht nur die eigenen sondern auch die Ideen und Träume anderer in Realität umzuwandeln. Dazu gehören u.a. eine Haltung der Hilfsbereitschaft und die Motivation, andere zu fördern wo es geht. Karl Pilsl
spricht in diesem Zusammenhang auch von “Der sich multiplizierende Menschenschenspezialist”. Diese Haltung ist für den eigenen Erfolg übrigens eine sehr fruchtbare, denn den Erfolg anderer zu fördern ist die beste Methode, um selbst erfolgreich zu werden. Man kann auch sagen, dass der eigene Erfolg eine direkte Folge der Wertschöpfung ist, die man für andere erzeugt. Denn wer den Erfolg anderer mehrt, ohne etwas dafür zu erwarten, erfährt auf wunderbare Weise eine Zunahme des eigenen Erfolges, da mit jeder Förderung anderer eine positive Rückkopplung verbunden ist, die entweder von den Geförderten selbst oder von einer ganz anderen, unerwarteten Seite kommt. Dies geschieht deshalb, weil der/die Multiplikator/in eine positive energetische Ausstrahlung und eine starke Anziehungskraft haben, die ihn/sie resonanzfähig für günstige Umstände und Begegnungen machen.
Multiplikatoren sind obendrein glücklicher, denn für andere etwas Positives bewirkt zu haben, erhöht die Selbstachtung und steigert das Lebensgefühl.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:36