Donnerstag, 28. September 2006
Wenn es nach dem Vorsitzenden des AIMP (Arbeitskreis Interim Management Provider) Dr. Anselm Görres, u.a. ehemaliger McKinsey-Berater und heute Geschäftsführer von ZMM Zeitmanager München GmbH geht, sind die Zeiten vorbei, in denen sich Manager auf Zeit als omnipotente Supermänner, Samurais der Wirtschaft und erhabene Ritter in der Not aufspielen können. Vielmehr sind es die leisen, moderaten Töne, die bei den Kunden ankommen. Lösungen und Ergebnisse zählen, ebenso wie Transparenz in den Projekten und Budgetsicherheit.
Überhaupt ist der Markt für das Management auf Zeit vielfältiger, jünger und weiblicher geworden. So machen immer mehr Frauen im Beratungsgeschäft als Selbständige Karriere bzw. werden gezielt von Beratungsunternehmen rekrutiert. Insgesamt hat sich die Branche für Interim Management gemausert: Sie ist nach Worten von Görres “erwachsen geworden“, das heißt, sie ist nach 25 Jahren endlich aus der Grauzone hervorgetreten und hat sich im Segment der Unternehmensberatung neben den klassischen Consulting- und Personalberatungsunternehmen positioniert und etabliert, wobei das Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Ganz im Gegenteil: die Aussichten sind viel versprechend bis glänzend, der Markt wächst, weil auch das Einsatzspektrum viel breiter ist, als bisher angenommen. Er eröffnet laut Görres sog. “Independent Professionals”, jenen überdurchschnittlich qualifizierten, überregional mobilen, unternehmerisch denkenden und kommunikationsstarken Selbstvermarktern viel versprechende Perspektiven. Die genannten Eigenschaften stehen gleichsam für das neue Selbstverständnis des Interim Managers, wonach das Supermann-Image längst überholt ist: “Schnell und gut” soll der/die Interim Manager/in sein und vor allem durch Kundenorientierung, Methoden, Fach- und Persönlichkeitskompetenz überzeugen, nach dem Motto: “Leute und Lösungen zusammen bringen”.
So bot die 2. Jahrestagung des AIMP am 21.09.2006 in Frankfurt viele neue Einblicke in Trends und Aufgaben der Branche und darüber hinaus eine hervoragende Plattform für Networking. Sie war auch ein Spiegelbild der sich wandelnden Arbeitswelt: Klassische Einweg-Karrieren mit jahrzehntelanger Betriebszugehöhrigkeit gehören wohl endgültig der Vergangenheit an. Vielmehr revolutionieren schon heute sog. Patchwork-Karrieren mit häufigerem Wechsel zwischen Selbständigkeit und Festanstellung den Arbeitsmarkt und sorgen für ein ganz neues Verständnis von Beschäftigung. So gilt es längst auch nicht mehr als Makel, eine Zeitlang nicht fest angestellt zu sein. Mit Persönlichkeit und Können finden sich immer neue, interessante Perspektiven.
Freitag, 15. September 2006
Die Realität hat viele Gesichter: so viele, wie es Menschen auf der Erde gibt. Ihre Realität ist ein Abbild Ihrer Überzeugungen und Einstellungen. Falls Ihnen diese nicht gefällt, ist die gute Nachricht die, dass Sie Ihre Realität durch eine Änderung Ihrer Einstellung positiv beeinflussen können. So manches Problem verschwindet über Nacht, wenn Sie es nicht mehr als solches ansehen sondern als Chance erkennen, verkrustete Denkweisen durch neue, inspirierende, Gedanken zu ersetzen und sich neuen Herausforderungen bzw. Möglichkeiten zu öffnen.
Um positive Dinge in Ihr Leben zu ziehen, bedarf es einer positiven Geisteshaltung. Diese dauerhaft zu erlangen, ist keine Sache von Minuten oder Tagen. Wandel braucht vielmehr Zeit und regelmäßige Wiederholung. Wenn Sie einen Muskel stärken wollen, so werden Sie ihn langsam aber stetig durch entsprechende Belastung trainieren und aufbauen. Dies ist ein physiologischer Prozess. Ähnlich verhält es sich auch mit der positiven Geisteshaltung. Durch stete Wiederholung positiver Denkweisen und Angewohnheiten entstehen als Ergebnis des Lernprozesses im Gehirn neue, neuronale Verknüpfungen, also etwas sehr Reales.
Der Dalai Lama sagt dazu: „Dieser bemerkenswerte Grundzug des Gehirns scheint die physiologische Basis für die Möglichkeit darzustellen, unseren Geist zu verändern. Indem wir unsere Gedanken mobilisieren und neue Denkweisen praktizieren, können wir unsere Nervenzellen neu formen und die Arbeitsweise unseres Gehirns ummodeln. Das ist auch die Vorstellung, dass innerer Wandel mit Lernen (neuer Input) beginnt und die Disziplin einschließt, unsere „negativen Konditionierungen“ […] durch „positive Konditionierungen“ […] zu ersetzen. So wird die Idee, den Geist im Hinblick auf Glück zu schulen, eine sehr reale Möglichkeit:“ Quelle: Die Regeln des Glücks. S.H. Dalai Lama/ Howard C. Cutler, Gustav Lübbe Verlag
7-Punkte-Trainingsplan für die Stärkung einer positiven Grundeinstellung:
- Nach dem Aufwachen sich auf den neuen Tag freuen und an die positiven Dingen denken, die in Ihrem Leben sind und die Sie heute erwarten - es sind mehr als Sie annehmen.
- Tagsüber bei allem was Sie tun, Ihr Bestes geben - das stärkt Ihre Selbstachtung.
- Zu Problemen erst einmal auf Distanz gehen und sich darüber klar werden: Warum sehe ich in der Situation ein Problem? Was kann und soll ich lernen? Wie kann ich es lösen? Was ist sofort zu tun? Was ist mittel- und langfristig zu tun? Sehen Sie auf Ihre Chancen, ändern Sie Ihre Perspektiven.
- Anderen Menschen mit Güte begegnen und sie weniger bewerten oder verurteilen. Auch hier heißt das Zauberwort “Distanz” - aus der Distanz heraus fällt es leichter, Verständnis aufzubringen und Beurteilungen fallen milder aus. Praktizieren Sie Gelassenheit.
- Sich für andere einsetzen, Hilfsbereitschaft signalisieren und Anerkennung zeigen: Wenn Sie sich selbst auf diese Weise multiplizieren, erzeugen Sie eine positive Resonanz und schaffen sich eine positive Rückkopplung.
- Stillstand vermeiden: Erweitern Sie Ihren Aktionsradius, indem Sie täglich etwas hinzulernen -sei es im Bereich der persönlichen Kompetenz, der methodischen oder der fachlichen Kompetenz. Halten Sie Ihren Geist in Schwung und bleiben Sie beweglich.
So behalten und stärken Sie Ihre Souveränität und können mit Veränderungen professioneller umgehen.
- Einmal am Tag - vielleicht zum Tagesausklang - die Stille suchen und sich Zeit für sich selbst nehmen, d.h. über die eigenen Potentiale, Ziele und Möglichkeiten nachdenken und das eigene Verhalten reflektieren - das fördert Ihre Selbsterkenntnis und stärkt Ihr Selbst-Bewusstsein. Finden Sie heraus, wo Ihre stärksten Wurzeln liegen.
Dienstag, 05. September 2006
Noch bis zum 10. Oktober 2006 können sich Unternehmen bei dem Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber 2007“ bewerben. Dabei geht es u.a. um die Bewertung der Arbeitsplatzqualität und der Attraktivität als Arbeitgeber. Der Anmeldeschluss für den Wettbewerb „Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2007“ läuft bereits am 15. September 2006 ab. Weitere Informationen zur Anmeldung und zu der „Bestenliste“ aus den Jahren 2003- 2006 finden Sie auf der Homepage von Great Place to Work® Institute Deutschland, c/o psychonomics AG.
Montag, 04. September 2006
Es kommt alles wieder, was nicht bis zu Ende gelitten und gelöst wird. Hermann Hesse
Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie etwas ändern, lernen, lassen oder loslassen sollen, weil Sie nicht in Übereinstimung mit dem jeweiligen Umstand sind oder gegen Ihre innere Überzeugung handeln; die Schule des Lebens schickt Ihnen gerade eine neue Aufgabe: Sie sind jetzt aufgefordert, die Ursachen für Ihr Problem zu erforschen und aus neuer Ein-sicht heraus zu handeln. Erkennen Sie vor allem auch die Chancen, die in Ihrer Aufgabe enthalten sind. Je länger Sie jedoch eine Lektion aufschieben, desto schwerer wird sie mit der Zeit. Sie wird Ihnen im Gewand neuer, immer größerer Probleme begegnen. Wenn es Ihnen schwer fällt, das Grundproblem zu lösen und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, fassen Sie Mut und holen Sie sich professionelle Hilfe - wahre Champions haben immer einen vertrauensvollen Coach bzw. Mentor an ihrer Seite oder nehmen psychologische Hilfe in Anspruch. Das ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.