Positive Grundeinstellung

Freitag, 15. September 2006

Die Realität hat viele Gesichter: so viele, wie es Menschen auf der Erde gibt. Ihre Realität ist ein Abbild Ihrer Überzeugungen und Einstellungen. Falls Ihnen diese nicht gefällt, ist die gute Nachricht die, dass Sie Ihre Realität durch eine Änderung Ihrer Einstellung positiv beeinflussen können. So manches Problem verschwindet über Nacht, wenn Sie es nicht mehr als solches ansehen sondern als Chance erkennen, verkrustete Denkweisen durch neue, inspirierende, Gedanken zu ersetzen und sich neuen Herausforderungen bzw. Möglichkeiten zu öffnen.

Um positive Dinge in Ihr Leben zu ziehen, bedarf es einer positiven Geisteshaltung. Diese dauerhaft zu erlangen, ist keine Sache von Minuten oder Tagen. Wandel braucht vielmehr Zeit und regelmäßige Wiederholung. Wenn Sie einen Muskel stärken wollen, so werden Sie ihn langsam aber stetig durch entsprechende Belastung trainieren und aufbauen. Dies ist ein physiologischer Prozess. Ähnlich verhält es sich auch mit der positiven Geisteshaltung. Durch stete Wiederholung positiver Denkweisen und Angewohnheiten entstehen als Ergebnis des Lernprozesses im Gehirn neue, neuronale Verknüpfungen, also etwas sehr Reales.

Der Dalai Lama sagt dazu: „Dieser bemerkenswerte Grundzug des Gehirns scheint die physiologische Basis für die Möglichkeit darzustellen, unseren Geist zu verändern. Indem wir unsere Gedanken mobilisieren und neue Denkweisen praktizieren, können wir unsere Nervenzellen neu formen und die Arbeitsweise unseres Gehirns ummodeln. Das ist auch die Vorstellung, dass innerer Wandel mit Lernen (neuer Input) beginnt und die Disziplin einschließt, unsere „negativen Konditionierungen“ […] durch „positive Konditionierungen“ […] zu ersetzen. So wird die Idee, den Geist im Hinblick auf Glück zu schulen, eine sehr reale Möglichkeit:“ Quelle: Die Regeln des Glücks. S.H. Dalai Lama/ Howard C. Cutler, Gustav Lübbe Verlag

7-Punkte-Trainingsplan für die Stärkung einer positiven Grundeinstellung:

  • Nach dem Aufwachen sich auf den neuen Tag freuen und an die positiven Dingen denken, die in Ihrem Leben sind und die Sie heute erwarten - es sind mehr als Sie annehmen.
  • Tagsüber bei allem was Sie tun, Ihr Bestes geben - das stärkt Ihre Selbstachtung.
  • Zu Problemen erst einmal auf Distanz gehen und sich darüber klar werden: Warum sehe ich in der Situation ein Problem? Was kann und soll ich lernen? Wie kann ich es lösen? Was ist sofort zu tun? Was ist mittel- und langfristig zu tun? Sehen Sie auf Ihre Chancen, ändern Sie Ihre Perspektiven.
  • Anderen Menschen mit Güte begegnen und sie weniger bewerten oder verurteilen. Auch hier heißt das Zauberwort “Distanz” - aus der Distanz heraus fällt es leichter, Verständnis aufzubringen und Beurteilungen fallen milder aus. Praktizieren Sie Gelassenheit.
  • Sich für andere einsetzen, Hilfsbereitschaft signalisieren und Anerkennung zeigen: Wenn Sie sich selbst auf diese Weise multiplizieren, erzeugen Sie eine positive Resonanz und schaffen sich eine positive Rückkopplung.
  • Stillstand vermeiden: Erweitern Sie Ihren Aktionsradius, indem Sie täglich etwas hinzulernen -sei es im Bereich der persönlichen Kompetenz, der methodischen oder der fachlichen Kompetenz. Halten Sie Ihren Geist in Schwung und bleiben Sie beweglich.
    So behalten und stärken Sie Ihre Souveränität und können mit Veränderungen professioneller umgehen.
  • Einmal am Tag - vielleicht zum Tagesausklang - die Stille suchen und sich Zeit für sich selbst nehmen, d.h. über die eigenen Potentiale, Ziele und Möglichkeiten nachdenken und das eigene Verhalten reflektieren - das fördert Ihre Selbsterkenntnis und stärkt Ihr Selbst-Bewusstsein. Finden Sie heraus, wo Ihre stärksten Wurzeln liegen.
Abgelegt unter: Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 10:40

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