The second wind

Donnerstag, 01. Juni 2006

Mitte letzten Monats war ich auf einer Veranstaltung in Frankfurt,
der Internationalen Businesskonferenz 2006, zu der als Hauptredner der Weltstar und Business Guru Dr. Peter J. Daniels, aus Australien angereist war. Der mittlerweile über 70 Jährige verstand es ausgezeichnet, die rund 2000 Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen, was sicher auch daran lag, dass sich Dr. Daniels als Selfmade Multi-Millionär im Hinblick auf die zentrale Frage der Konferenz „How can Ⅰ make money?“ der vollen Aufmerksamkeit des Publikums sicher sein durfte.
Die Veranstaltung war sehr stark christlich angehaucht und von ansprechenden, religiösen Musikeinlagen begleitet, wobei Dr. Daniels ja auch bekennender Christ ist. Abgesehen davon, dass ich zeitweise den Eindruck hatte, mich im Film Sister Act zu befinden und mir das gebetsmühlenartige Amen meiner Sitznachbarin etwas des Guten zuviel erschien, war diese Veranstaltung in vielerlei Hinsicht für mich sehr interessant:

Die Geschichte von Dr. Daniels ist die Geschichte eines Spätzünders, der mit 26 Jahren noch Analphabet war und als Maurer sein Geld verdiente. Nachdem ihm durch religiöse Erleuchtung klar wurde, dass er sein Leben ändern musste, begann er, lesen zu lernen und verschlang unzählige Bücher zu den Themen Leadership, Management, Business, Geld, etc.. Er machte sich selbständig und musste erst dreimal scheitern, bis es ihm schließlich doch gelang, im Immobilien-und Bankgeschäft erfolgreich Fuß zu fassen und ein Imperium aufzubauen. Laut Dr. Daniel ist das größte Hindernis auf dem Weg zum Erfolg die Furcht und zwar die Furcht vor Veränderungen und die Furcht davor, Geschäfte zu machen. Veränderungen müssten jedoch angenommen werden, denn nur so sei persönliches Wachstum erst möglich.

Eindringlich wies er darauf hin, dass wir uns in einer Art des „Kalten Friedens“ befänden, da der Kampf um die Weltmärkte längst begonnen hätte. In diesem größten Wirtschaftskampf aller Zeiten würde es nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer geben. Auf die Frage, wie man am besten darauf reagieren kann und wie man ein/e erfolgreiche/r Unternehmerin wird, gab er in etwa folgenden Rat:

 –An einen großen Traum glauben bzw. einen zweiten Traum träumen, wenn
ein anderer stirbt, d.h., den zweiten Wind „the second wind„ in petto haben

 –Ehrlich zu sich selbst sein und sich selbst nichts vormachen

 –Leidenschaft entwickeln für das, was man tut – Langeweile paralysiert

 –Die Kraft zum Träumen stärken – ohne Spiritualität kein Traum, ohne Traum
kein Erfolg (Misserfolg= „Ich habe nie groß genug geträumt“)

 –Die Kraft zur Disziplin aufbringen

 –Ein Ziel definieren und dieses mit Unterzielen schriftlich fixieren

 –Die Fähigkeit entwickeln, Frust und Schmerz auszuhalten und
konstruktiv damit umzugehen

 –Den Preis bezahlen, den man bezahlen muss, um weiter zu kommen

 –Großzügig geben – es kommt immer irgendwie zurück

 –Das Gesetz vom Säen und Ernten konsequent anwenden

 –Geschäftspartnern wohlwollend begegnen:
“love in business – if it doesn’t work double the dose!”

Nun sind diese Ratschläge nicht unbedingt neu, aber durch die persönliche Note von Dr. Daniels dann doch wieder einmalig. Ich habe an diesem Tag wahrgenommen, wie hungrig die Menschen nach spiritueller Nahrung sind und ich habe erlebt, was charismatische Ausstrahlung ausmacht.
Dr. Daniels hat vor allem durch konsequentes Mentaltraining, Disziplin, Ausdauer und Beharrlichkeit und durch einen unerschütterlichen Glauben seinen Erfolg begründet. Und das sagt er auch seinen „Jüngern“ nach dem Motto, „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, denn

Gott liebt die, die sich als Schöpfer verstehen, also nach seinem Ebenbild sind

 – und so sollte es ja sein.

Abgelegt unter: Allgemein, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 17:22

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