Den Kopf frei bekommen…
Seitdem Hape Kerkeling mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ eine wahre Pilgerbewegung ausgelöst hat, müsste auch dem Letzten klar sein, dass Wandern ein probates Mittel ist, um den Kopf wieder frei zu bekommen.
Worin liegt die Faszination des Wanderns?
Mobilität bedeutet in unserer Zeit normalerweise Fortbewegung per Auto, Bahn oder Flugzeug.
Gehen findet nur noch in kurzen Etappen statt, z.B. um vom Auto ins Büro oder in den Supermarkt zu kommen. Man darf gespannt sein, wie die Evolution darauf reagiert.
Sich längere Zeit, also Stunden, wenn nicht Tage, nur zu Fuß fortzubewegen, ist für viele Menschen eine ganz neue Erfahrung mit Schlüsselerlebnissen. Diese sind vor allem…
- …ein verändertes Zeitgefühl
Die Zeit wird als „dichter“ empfunden, bekommt mehr „Fülle“ und mehr „Qualität“. - …ein anderes Körpergefühl
Der Körper wird neu „erfahren“. Körper und Geist finden wieder zueinander. - …eine andere Wahrnehmung der Umwelt
Die Sinnesorgane vermitteln Eindrücke in einer lange nicht mehr erlebten Intensität. Aus flüchtigem Sehen wird intensives Schauen, aus ungefiltertem Hören wird aufmerksames Lauschen.
Fazit: Man kommt immer anders zurück, wie man gegangen ist.
Wandern ist ein schönes Gemeinschaftserlebnis und/oder eine wunderbare „Einzelerfahrung“, Glücksmomente inklusive.
Wann ziehen Sie sich die Wanderschuhe an?