Gesundheit fängt im Kopf an
Ein langes Leben in Gesundheit - wer möchte das nicht erreichen? Dabei sind dem Menschen von Natur aus viele Jahre gegeben, 100 und mehr könnten es durchaus sein. Die Frage ist daher weniger: “Wie kann ich mein Leben verlängern?” sondern vielmehr: “Wie kann ich verhindern, es zu verkürzen?” Unser Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die unserer Medizin weit überlegen sind und ohne die kein Arzt der Welt wirklich heilen könnte. Sie sind nur die Gehilfen. Das Geheimnis guter Gesundheit liegt also darin, alles zu unterlassen, was das Leben verkürzt. Mehr ist nicht zu tun.
Vorbeugen statt heilen: 7 Aspekte einer achtsamkeitsbasierten Lebensführung.
- 1. Die Botschaft des Körpers hören
Der Körper signalisiert an irgendeiner Schwachstelle ein Symptom, um darauf aufmerksam zu machen, dass “etwas nicht stimmt”. Ein bekanntes Sprichwort lautet: “Wer nicht hören will, muss fühlen.” Um zu vermeiden, dass Krankheitssymptome sich verlagern und der Körper mit der Zeit immer schwerere Geschütze auffährt, ist Innehalten und Handeln erforderlich. Der erste Schritt zur Gesundheit ist deshalb, auf den Körper zu achten, nach innen zu hören, die Botschaft des Symptoms zu erkennen und zu befolgen. Das heißt, der Ursache des Symptoms auf den Grund gehen und das in Ordnung bringen, was das Symptom ausgelöst hat. Dabei können wir uns auf “unsere innere Stimme verlassen.” Im Grunde wissen wir immer, was zu tun ist. - 2. Gesunde Ernährung
Der Mensch ist, was er isst. Die Frage lautet hier: Welche Lebens-Mittel führe ich bewusst meinen Körper zu und welche Nahrungsmittel meide ich? Oft werden ungesunde Ernährungsgewohnten damit entschuldigt, dass man es im Elternhaus nicht anders gelernt hat oder dass man keine Zeit hat, um sich richtig zu ernähren. Jede/r kann zum Ernährungsexperten werden. Das Wissen dazu ist in unzähligen Büchern und Artikeln aufbereitet und wird in Kursen, Seminare etc. vermittelt. Man muss es nur wollen. Wer seinen Körper liebt, versteht auch, was ihm gut tut. Alles, worauf wir Wert legen, bestimmt unser Handeln. Anhand der eigenen Ernährungsgewohnheiten können Sie leicht feststellen, wie viel Wert Sie auf die Gesunderhaltung Ihres Körpers legen bzw. wie weit die Entfremdung von Ihrem Körper fortgeschritten ist. - 3. Positive Grundeinstellung
Zu den gefürchteten Lebensverkürzern zählen neben schlechter Ernährung insbesondere negative Gefühle wie Ärger, Sorgen, Frust, Angst etc., die oft einer negativ gefärbten Lebenseinstellung entspringen. Um eine positive Grundeinstellung zu pflegen, ist es erforderlich, sich immer aufs Neue zu fragen: “Wie will ich neuen Reizen aus der Umwelt begegnen?”, “Wie will ich darauf re-agieren?” “Durch welchen Filter nehme ich neue Informationen auf?” “Was ver-werte ich, was blende ich bewusst aus?”
Effizient lassen sich diese Fragen nur dann beantworten, wenn Klarheit bez. der eigenen Werte und Lebensziele besteht. Nicht umsonst lautet eine der ältesten Empfehlungen der Menschheit: “Erkenne Dich selbst!”. Auch hier hat es wieder jeder in der Hand. Wir sind keine Opfer. Ich kann selbst bestimmen, was ich hören will, wie ich es aufnehme, was ich daraus mache und wie/ob es ich es in mein Leben integriere. Ich kann auch bestimmen, welchen Botschaften ich aussende, was ich damit bewirken will und welche Ursachen ich damit für mein Leben setze. Das ist Mental Training in Aktion. Spitzen Sportler machen es uns vor. Wer gewinnen will, muss schon lange vorher im Geiste gewonnen haben, sich als Gewinner sehen. Wenn Sie positive Dinge in Ihr Leben ziehen wollen, müssen Sie den Empfang auf “positiv” stellen und Positives aussenden. - 4. Bewegung: Laufen Sie um Ihr Leben.
Bewegungslosigkeit liegt nicht in der Natur des Menschen. Zu wenig Bewegung ist deshalb lebensverkürzend. Jeder weiß das. “Was ist es Ihnen wert, Ihr Lebensgefühl durch gesteigerte Leistungsfähigkeit zu intensiveren?” Finden Sie die Antwort, indem Sie sich Ihr derzeitiges Energieniveau bewusst machen. “Wie zufrieden sind Sie damit?” Es ist Ihr Leben. - 5. Entspannung
Ein Phänomen unserer Zeit ist zunehmende Schlaflosigkeit. Immer mehr Menschen häufen Schlafschulden an und leiden unter Müdigkeit und mangelndem Antrieb. Eine Weile mag das gut gehen, doch länger andauernde Phasen von Schlafmangel führen zwangsläufig zu gesundheitlichen Problemen und in eine Abwärtsspirale weiterer Probleme und Misserfolge. Schlaffördernde Medikamente können die Ursachen des Schlafmangels nicht beheben. All das ist bekannt. Regelmäßige Entspannung ist eine Angewohnheit, die sich antrainieren lässt, aber vor allem ist sie Einstellungssache. “Achte ich bewusst auf genügend Schlaf?” “Nehme ich lieber eine Tablette, um ein Symptom zu überspielen oder will ich den Dingen auf den Grund gehen und dafür sorgen, dass ich wieder entspannt sein kann?” Unser Körper spricht andauernd zu uns. Und er lässt sich nichts vormachen. - 6. Beziehungspflege = Multiplikation Ihre Lebensgefühls
Wir sind soziale Wesen und als solche auf Zuwendung und Aufmerksamkeit anderer Menschen angewiesen. Vereinsamung verkürzt Leben. “Wie viele Menschen gibt es in Ihrem Leben, die Ihnen nahe stehen, die Sie lieben und von denen Sie geliebt werden?” Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihr Lebensgefühl und Ihre Einstellung teilen, die Sie ermutigen und Sie weiterbringen?” “Welchen Einflüssen setzen Sie sich bewusst aus?” “Was bewirken Sie bewusst im Leben anderer Menschen?” “Sind Sie ein Segen für alle, die das Glück haben, Sie zu kennen?” - 7. Work-Life-Balance
Wenn die berufliche Tätigkeit dazu führt, dass sie krank macht, so ist das ein ernst zu nehmenden Alarmzeichen, dass entweder etwas im eigenen Verhalten geändert, der Arbeitgeber gewechselt oder eine ganz neue Tätigkeit gefunden werden muss. Was nützen alle Erfolge, Geld und Ruhm, wenn es um die Gesundheit schlecht bestellt ist? Da wir so viel Zeit mit der Arbeit verbringen, ist es auch so wichtig, dass wir uns wohl fühlen bei dem, was wir tun. Dies kann sich im Laufe des Lebens mehrmals ändern. Deshalb an dieser Stelle die Fragen: “Lieben Sie Ihre derzeitige Tätigkeit?” “Sind Sie begeistert von dem, was Sie tun?” “Gibt es vielleicht neue Aufgaben, die auf Sie warten?” Eine ungeliebte Arbeit kann nicht durch Freizeitaktivitäten kompensiert werden. Work- Life- Balance ist daher das Ergebnis aus erfüllender Arbeit und anderen wichtigen Lebenszielen, zu denen vor allem erfüllende Beziehungen sowie geistige und körperliche Gesundheit zählen.
Buchempfehlung zum Thema: Kurt Tepperwein: Gesund für immer.GOLDMANN Verlag München