Lebenslauf: Vom Umgang mit Lücken und häufigem Jobwechsel

Mittwoch, 07. November 2007

In einem Interview beim Radiosender harmonie fm wurde ich heute u.a. gefragt, ob es vielleicht „Tricks“ gibt, um Lücken im Lebenslauf zu kaschieren.
Nachfolgend dazu mein Statement bzw. der Hinweis auf 7 goldene Regeln, die beim Lebenslauf zu beachten sind:

  • 1. Was auch immer Sie in Ihrem Lebenslauf schreiben, bleiben Sie bei der Wahrheit. (Lügen verjähren nicht!)
  • 2. Haben Sie den Mut, sich zu eventuellen Lücken in Ihrem Lebenslauf zu bekennen und zu sich selbst zu stehen. Lebensläufe mit Lücken werden heutzutage nicht mehr so kritisch gesehen wie früher. Entscheidend ist, ob und wie Sie die Zeit ohne Beschäftigung sinnvoll genutzt haben und was Sie Positives dazu erzählen können.
  • 3. Wenn Sie öfter hintereinander den Job gewechselt haben, dann geben Sie klar an, wie lange Sie bei den jeweiligen Firmen gearbeitet haben, d.h. immer mit Monatsangaben, also: 01.10.1993–30.06.1994. Sie erleichtern es so dem Personaler, sich ein Bild von Ihnen zu machen und punkten durch effizientes Zuarbeiten.
  • 4. Geben Sie als Wechselgrund keine langen Erklärungen ab. Meist ist die Formulierung nicht so glücklich und erweckt leicht den Eindruck, dass man sich als Opfer der Umstände sieht. Besser ist es, kurz in Stichworten den Wechselgrund anzugeben. Z.B.: „Wechselgrund: Personalabbau infolge von Rationalisierungsmaßnahmen“ oder „Wechselgrund: Neue Karriereziele“. Im Interview können Sie dann – am besten unaufgefordert – auf die Wechselgründe zu sprechen kommen.
  • 5. Sehen Sie Ihren Lebenslauf als Abbild Ihrer Lebensgeschichte an: Präsentieren Sie sich mit dem Lebenslauf von Ihrer besten Seite. Legen Sie deshalb größten Wert auf die äußere Form, Ihr Foto, das Design, das Papier und den Inhalt. Ihr Lebenslauf muss Ihre „Story“ schlüssig, glaubwürdig und attraktiv „rüberbringen“. Dies bedeutet selbstverständlich auch, dass Sie alle Angaben durch Zeugnisse belegen können. Auf diese Weise können Sie vermeintliche Defizite durch Lücken oder häufigen Jobwechsel im Lebenslauf wettmachen und einen vertrauenswürdigen Eindruck erwecken.
  • 6. Wenn Sie zum Interview eingeladen werden, dann gilt es, die eigene Geschichte so professionell und glaubwürdig wie möglich zu erzählen. Gerade wenn die Vita einen außergewöhnlichen Verlauf aufweist, kommt es auf die „Erzählkunst“ des Bewerbers an. Machen Sie sich interessant und profilieren Sie sich als jemand, der eine Bereicherung für das Unternehmen darstellt.
  • 7. Üben Sie deshalb unbedingt Ihre Geschichte ein bis Sie sich absolut sattelfest fühlen. Je sicherer Sie sich schon vor dem Interview fühlen, desto wahrscheinlicher werden Sie auch im Bewerbungsgespräch überzeugen. Wenn Sie sich hinsichtlich der Wirkung Ihrer Unterlagen und Ihres Auftretens nicht sicher sind, fragen Sie Personen Ihres Vertrauens um Feedback oder investieren in ein Bewerbunsgcoaching. Nehmen Sie Ihre Bewerbung sehr ernst – es geht um IHR LEBEN.
Abgelegt unter: Karriere — Dr. Brigitte Wolter @ 15:45

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML // Diese Tags können benutzt werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Kommentare werden vom Administrator freigeschaltet.