Selbsteinschätzung und Fremdbild in Einklang bringen

Mittwoch, 18. Juni 2008

Vor einiger Zeit sprach ich mit Kirsten Niemannzum Thema Selbstbild /Fremdbild. Hier die Links zu ihrem Artikel:

WELT ONLINE

Berliner Morgenpost

Abgelegt unter: Allgemein, NEWS — Dr. Brigitte Wolter @ 14:39

Philosophie für Manager

Montag, 16. Juni 2008

Artikel von Jan Tiedge auf Stepstone:
Entscheidungen treffen: Philosophisches Rüstzeug macht Manager besser
Führungskräfte müssen häufig hochkomplexe Entscheidungen treffen. Dabei kann die Metaphysik helfen, findet nun auch die Frankfurt School of Finance & Management…

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 09:51

Unternehmenskultur – Sinnstiftung als Erfolgsfaktor

Donnerstag, 05. Juni 2008

Mit Unternehmenskultur wird die gesamte Erscheinungsform eines Unternehmens einschließlich der im Unternehmen gelebten Werte und Normen bezeichnet.

Die Unternehmenskulturen von heute sind stark beeinflusst von der Entwicklung einer globalen Wirtschaftkultur; selbst Unternehmen, die nur national agieren, werden vom Kulturwandel erfasst, da wirtschaftliche Veränderungen gleichsam gesellschaftliche nach sich ziehen und das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen beeinflussen.

Unternehmen ohne geistige Zentrierung und klare Ausrichtung laufen daher Gefahr, die Orientierung zu verlieren und zum Spielball der Kräfte zu werden

Umso wichtiger ist es, Unternehmenskultur nicht als etwas zu betrachten, dass schon irgendwie entsteht und selbstverständlich vorhanden ist (, obwohl ja immer eine Kultur da ist, fragt sich nur welche). Vielmehr ist Unternehmenskultur als eine bewusst zu entwicklelnde, wählbare ethische Grundhaltung zu verstehen, wie ein Unternehmen zu den Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens steht und wie es sein Geschäft betreibt.

Eine Unternehmenskultur kann nur mit Rücksicht auf die individuelle Ausprägung der Menschen im Unternehmen zur Blüte gebracht werden, da es deren Einzigartigkeit, Wesen und Charaktere sind, die den Geist eines Unternehmens prägen. Werte und Normen für das unternehmerische Handeln sollten daher immer im Einklang mit den persönlichen Werten der Mitarbeiter/innen definiert werden. Nur so wird die Identifikation mit dem Unternehmen gefördert und somit auch die Unternehmenskultur. Konsistenz im Handeln und Auftreten gemäß übereinstimmender Werte und Normen sorgen schließlich dafür, dass ein Unternehmen dauerhaft in gewünschter Weise wahrgenommen wird.

Führungskräfte tragen in ihrer Rolle als „Kulturstifter“ oder besser gesagt als „Sinnstifter“ eine besondere Verantwortung. Ihr persönlicher Anteil an der Entwicklung der Unternehmenskultur kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Art und Weise, wie sie z.B. mit ihren Mitarbeitern umgehen, welches Vorbild sie geben, welche Konzepte sie entwickeln und welche Strategien sie wählen, welches Welt‑ und Menschenbild sie verkörpern, findet in der Unternehmenskultur ihren Ausdruck – im guten wie im schlechtem. Coaching zum Erhalt der Leistungskraft sowie generell zur Stärkung der Persönlichkeit und Förderung der ethischen, emotionalen und sozialen Kompetenz ist hier das Personalentwicklungsinstrument der Wahl. Die Geschichte lehrt uns, dass nur eine hoch entwickelte Kultur außerordentliche Leistungen hervorbringt und Werte von Dauer schafft. So müssen auch Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein wollen, allergrößten Wert auf die Mitarbeiter‑/Führungskräfteauswahl legen, um den Grundstein für eine blühende Hochkultur zu legen.

Der Unternehmenserfolg wird künftig immer mehr geistiger Natur sein.

Maschinen und Produkte werden zunehmend austauschbar, hoch qualifizierte Mitarbeiter/innen mit einer hoch entwickelten Persönlichkeit jedoch nicht: Sie gilt es, zu finden und ans Unternehmen zu binden. Der zweite Schritt besteht darin, die Entfaltung dieser Persönlichkeiten zu fördern, damit sie sich die Umstände schaffen können, in denen sie sich wohl fühlen und ihre Leistungs‑ und Lebenskraft mit Freude ins Unternehmen einbringen.

Unternehmen, die gezielt ihre Kultur fördern wollen, tun gut daran, erst einmal einen „Kulturstatus“ zu erheben. Dies kann über Befragungen der Mitarbeiter/innen und Kunden, über Imageanalysen und/oder Medienresonanzanalysen erfolgen, die zeigen, wie das Unternehmen innen und außen wahrgenommen wird. Der Vergleich von Fremd‑ und Selbstbild bietet wertvolle Erkenntnisse für den sich anschließenden Prozess der Soll-Werte-Definition, der in der Erstellung eines werteorientierten Unternehmensleitbildes mündet.

Dann erfolgt die wichtigste Phase: die Umsetzung.
Unternehmens-Werte wollen gelebt werden, nur so haben sie auch einen Wert für das Unternehmen.

Das kann im Personalbereich bedeuten, dass neue Akzente für den Führungsstil gesetzt werden, z. B. dadurch, dass herkömmliche Stellenbeschreibungen durch werteorientierte Tätigkeitsprofile ersetzt werden, die die Ideale und Überzeugungen der betreffenden Mitarbeiter/innen integrieren. Auf jeden Fall ist das Kultivieren der Werte keine singuläre Maßnahme sondern als ein Prozess zu verstehen, der stete Achtsamkeit erfordert, damit er lebendig bleibt und als geistiges Regulativ seine Wirkkraft behält.

Unternehmen sollten sich dabei auch der Verantwortung ihrer geistigen Grundhaltung und der davon ausgehenden Wirkkräfte auf die Gesellschaft bewusst sein. Nicht nur zu ihrem eigenen Vorteil, sondern auch als Beitrag für die Pflege und Gestaltung einer Kultur, in der sie schließlich selbst zu hause sind und die auch kommenden Generationen noch eine Heimat gibt, in der es Sinn macht, zu leben und zu arbeiten.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:56

Zukunftsstudie „Delphi2017 – Was Menschen morgen bewegt“

Mittwoch, 04. Juni 2008

Die GIM, Gesellschaft für innovative Marktforschung in Heidelberg, kommt in der Studie „Delphi2017 zu der zentralen Erkenntnis, dass die Deutschen dem Gemeinschaftssinn in Zukunft eine größere Bedeutung geben werden als bisher.

Fünf zukunftsrelevante Grundorientierungen, die in den nächsten zehn Jahren in Lebensbereichen wie Gesundheit, Bildung, Arbeit, Familie und Konsum prägend sein werden:

  • 1. Managing „Dutility“: Funktionieren im System
  • 2. Living Substance: Zurück zum Wesentlichen
  • 3. Embedding Individuality: Weniger Ich – mehr Wir
  • 4. Creating „Lifeholder Value“: Gestalten und Partizipieren
  • 5. Engaging in a Sane Society: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Die neuen Grundorientierungen werden eine langfristige Veränderung der gesellschaftlichen Werte zur Folge haben und stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen.
Stärker als bisher erwarten die Verbraucher, dass Marken sowohl Nutzen als auch Sinn stiftend sind. Die GIM-Forscher Dr. Kerstin Ullrich und Dr. Christian Wenger empfehlen Unternehmen frühzeitig zu reagieren.

Das Buch zur Studie ist unter dem Titel „Vision 2017 – was Menschen morgen bewegt“ ab sofort im Buchhandel oder beim Verlag Redline Wirtschaft erhältlich.

Quelle: GIM

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:01