Glück – Ansichtssache

Samstag, 10. Januar 2009

Antworten zu Glücksfragen finden Sie auf brandeins online: Glücksexperte Eckart von Hirschhausen hilft bei der Spurensuche.
Interessant auch der Bezug zur aktuellen Finanzkrise siehe Glücksfrage 7: Warum sagen die Leute so oft, dass es ihnen schlecht geht?

Abgelegt unter: Allgemein, Coaching & Consulting, Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 10:16

Krisenrezept: Säulen der Identität stärken

Mittwoch, 07. Januar 2009

Krise: Wie lange  noch?

out-of-the-box

Kaum das das neue Jahr begonnen hat,  hagelt es Prognosen,  wie sehr uns die Wirtschaftskrise in die Knie zwingen wird. Nun sind wir im Wahljahr und deshalb ist zu vermuten, dass sich die Parteien  gegenseitig den Rang als Krisenmeister ablaufen und daher alles daran setzen werden, das Rennen durch tatkräftiges Handeln und schlüssige Konzepte für sich zu gewinnen. Gut, dass wir Wahljahr haben.

Laut Trendbüro‑ Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel GmbH liegt Entscheidungsfreude indes nicht gerade im Trend. Im Gegenteil: Unter dem Eindruck zu vieler Möglichkeiten  flüchten sich Jung wie Alt in die Prokrastination, d.h. greifen zur Verschiebetaktik: „Ich will mich jetzt noch nicht definitiv entscheiden. Es könnten ja noch Informationen eintreffen, die die Lage aus einer ganz anderen Sicht darstellen. Ich will mir meine Entscheidung offen halten, so lange es geht oder bis sie sich erübrigt hat.“ Entscheidungsfindung ist in diesen Tagen nicht einfach. Als zu komplex werden die Szenarien und zu unwägbar die Tragweite wichtiger Entscheidungen empfunden. Leider bewirkt die Aufschieberitis nicht ein Mehr an Sicherheit sondern verstärkt noch die eigene Unsicherheit und trägt so zur allgemeinen Ungewissheit bei: Kaufentscheidungen werden aufgeschoben, Investitionen auf ungewisse Zeit verschoben, Mitarbeiter/innen nicht eingestellt, ungeliebte Stellen nicht gewechselt, unnütze Beziehungen fortgeführt usw.

Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Was macht Enscheidungsfindung leichter? Woran kann man sich orientieren? Die Antwort liegt in der Rückbe‑Sinnung auf die eigenen persönlichen Werte und auf die eigene Lebensvision. Die intensive Suche nach Antworten richtet sich auf existenzielle Fragen wie:

  • Wer will ich sein?
  • Was möchte ich für mich erreichen im Beruf und im Privatleben?
  • Was bedeutet Erfolg für mich?

Sie sind Ausdruck eines ebenfalls bedeutsamen Trends: dem  Identitätsmanagement, d.h. der bewussten Formung des Ichs.

Da die eigene Sicht in der multioptionalen Welt von heute oft verbaut oder zu komplex ist, wird der Prozess des Identitätsmanagements immer öfter von Personal Coaches begleitet. Wir brauchen professionelle Begleiterinnen und Begleiter, die uns mit Erfahrung und Weitsicht zur Seite stehen, Menschen, die uns wie gute Freunde zuhören sowie uns und unsere Probleme ernst nehmen und die helfen, Unsicherheiten  zu überwinden und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Ob die Betreuung nur kurz ist oder länger dauert, ist dabei unerheblich.

Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass persönlicher Erfolg nichts ist, was vom Himmel fällt und nur von äußeren Faktoren abhängt, sondern vielmehr aus dem Inneren kommt: Aus einem gesunden Selbstvertrauen, aus einer positiven,  zuversichtlichen Lebenseinstellung, aus einer ausgewogenen Work-Life-Balance und dem Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Ob Manager/in, Unternehmer/in oder Privatperson:   Gerade in Zeiten wie diesen braucht es den Spiegel, die Inspiration, visionäre Ideen und  nicht zuletzt, den liebevollen Schubs, um das zu werden, wozu man bestimmt ist, bzw.  um Unternehmen in eine erfolgreiche  Zukunft zu führen  – allen Krisen zum Trotz.