Bärenstarke Aktion: Glokales Projekt „Verantwortung tragen“

Dienstag, 23. Juni 2009

Der Bär hat es mir angetan, deshalb ein weiterer Artikel zu der dahinter stehenden Kampagne:

Man mag es als tragisch empfinden, dass eine Initiative zum Thema Verantwortung tragen ausgerechnet von einem Unternehmen ausgeht, das in diesen Tagen Schlagzeilen durch Insolvenz macht.

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Foto: Arcandor AG

Und so heißt es im Editorial der Mini-Sondernummer des Glocalist Magazine „Verantwortung tragen“ :

Verantwortung tragen – ein Bär erobert die Welt“: Wäre der Teddy nur ein PR-Gag der Arcandor AG, dann müsste man ihn als Zynismus ablehnen. Aber der Teddy wurde der Gesellschaft ohne Firmenlogo geschenkt. Als „Dingsymbol“ wird er sich perspektivisch verselbständigen. In wenigen Monaten hat man vergessen, dass die Teddy-Kampagne von der Arcandor AG gestartet wurde, weil sich seine Botschaft „Verantwortung tragen“ verselbständigt hat. Dann trägt der Bär den Traum von einer verantwortlichen Gesellschaft mit. Bühne frei für den Bären.“
Bettina Dürrheim & Dr. Christian Neugebauer, Glocalist Medien.

Was hat es mit dem Bären auf sich? Laut Frau Dr. Alexandra Hildebrandt, Leiterin Gesellschaftspolitik Arcandor AG und Initiatorin der Kampagne, ist der Bär ein Symbol für Nachhaltigkeit, da er vererbt, verschenkt gesammelt und aufbewahrt wird. An ihn sind positive Gefühle genüpft; sie erinnern daran, schonend mit den Dingen umzugehen. So wird glokale Verantwortung durch den Bären als Symbol‑ und Sympathieträger greifbar und anschaulich.
Von dem kleinen, in Handarbeit hergestellten Bären der Hermann Teddy GmbH in Hirschaid bei Bamberg gibt es eine limitierte Auflage von 500 Exemplaren. Diese werden nicht verschenkt, sondern dürfen nur behalten werden, wenn man sich zum Projekt durch eine Aussage zur persönlichen Verantwortung bekennt, so wie es u.a. Eva Luise Köhler, Brigitte Mohn, Oliver Kahn und Günter Netzer bereits getan haben.

Mein Statement zur Verantwortung:
„Verantwortung tragen bedeutet für mich, meinen Klientinnen und Klienten als professionelle Unterstützerin in ihrem Entwicklungsprozess zu begegnen und sie an ihre Eigenverantwortlichkeit für den Coaching Erfolg zu erinnern. Das bedeutet: Ich respektiere und evoziere ihre Lösungskompetenz und enthalte mich meiner eigenen Lösungen. Dies tue ich, weil ich auf die Kraft der eigenen Erkenntnis setze und weil ich um die Stärke der Impulse weiß, die von ihr ausgehen.“

Übrigens: Mein Teddy aus Kindertagen hat nun schon über 50 Jahre überdauert und ist dank fachkundiger Betreuung durch einen Bärendoktor immer noch in relativ guter Form. Für mich ein alter Freund und treuer Begleiter durch die Zeit…
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Mehr zur Initiative unter http://www.verantwortungtragen.net/

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 17:49

Neue Dimension des Stakeholderdialogs: Kunden fragen, Karstadt antwortet

Montag, 15. Juni 2009

Vergangene Woche war ich bei Karstadt in Wiesbaden einkaufen und da fiel mir an der Kasse ein Glocalist Sonderheft die Hände:

Kunden fragen, Karstadt antwortet. Stakeholderdialog‑ „Verantwortung tragen“

In diesem Heft werden häufig gestellte, kritische Fragen von Stakeholdern zu den Themen Soziales und Ökologie gestellt und von der Arcandor AG beantwortet.
Abgesehen von der aktuellen Situation des Unternehmens finde ich diese Sonderausgabe von Glocalist beispielhaft für einen gelungenen, wertschätzenden Dialog und Umgang mit Kunden, NGOs (Nichtregierungsorganisationen), Lieferanten und Aktionären.

Im Editorial heißt es, dass der Dialog weiter gehen soll und dass alle angesprochenen Stakeholder die Sonderausgabe erhalten sollen und zur Stellungnahme eingeladen werden. Bleibt zu hoffen, dass der daraus resultierende, für den Herbst geplante Round Table stattfinden und in bewährter Form von den Glocalist Medien dokumentiert und veröffentlicht wird.

Abgelegt unter: Allgemein, Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 11:13

Ergebnis Coachingumfrage

Sonntag, 14. Juni 2009

Das dürfte besonders angehende Coaches interessieren: Wie die nunmehr 7. Coaching-Umfrage Deutschland – veröffentlicht in der Zeitschrift wirtschaft+weiterbildung“ (6⁄2009)- zeigt, gehen fast 40 Prozent der Coaching-Aufträge an in Coaching Pools gelistete Coachs.

Demnach ist der „statische Coach“ um Mitte 40, hat einen Universitätsabschluss und bringt über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung ein, bevor er/sie Coach wurde, hat also sowohl Management‑ wie auch Führungsverantwortung und eignete sich sein/ihr Coachingwissen in einer umfassenden Coaching/Beratungs-Weiterbildung an. Gegenüber der Umfrage aus dem Vorjahr liegt der Anteil der Berufsanfänger mit weniger als drei Jahren Berufspraxis mit sieben Prozent geringfügig höher als im Vorjahr.

Die Bandbreite des Stundenhonorars schwankt stark zwischen 50 und 300 Euro. Das durchschnittliche Stundenhonorar stieg von 155 Euro (2007) auf 157 Euro (2008).

Weitere Informationen:
http://www.coaching-umfrage.de
http://www.wirtschaftundweiterbildung.de

Quelle: Coaching Report

Abgelegt unter: Allgemein, Coaching & Consulting — Dr. Brigitte Wolter @ 08:57