Managerkommunikation- Mut zur Ehrlichkeit

Mittwoch, 27. Februar 2008

Karl-Heinz Büschemann kommentiert in seinem Artikel: “Manager und ihre Kommunikation Mehr Ehrlichkeit wagen” auf suedeutsche.de das Kommunikationsverhalten von Managern und deren Auswirkng auf das Vertrauen der Gesellschaft in die Konzerne.

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:00

Auf der Suche nach dem Glück nicht unglücklich werden…

Dienstag, 19. Februar 2008

Im Laufe der Evolution hat der Mensch Glücksgefühle entwickelt, die sich als Belohnung dann einstellen, wenn er etwas für seine Arterhaltung oder Fortpflanzung getan hat. Allerdings haben unsere Vorfahren diese Glücksgefühle nicht unbedingt ausgelebt, sondern haben es vielmehr vorgezogen, weiter auf der Hut zu sein und in ihren dunklen Höhlen zu bleiben, aus Angst im Rausch der Gefühle von einem Säbelzahntiger gefressen zu werden. Mit dieser rund 40000 Jahre alten mentalen Software der pessimistischen Höhlenmenschen sind wir heute noch ausgestattet. Das erklärt, weshalb wir auf positive Erlebnisse nur mit einem kleinen Kick reagieren und sich der Grad der Zufriedenheit einige Zeit danach von dem vorherigen kaum unterscheidet.

Doch im Vergleich zu unseren Vorfahren ist unser Leben heute nicht mehr kurz und voller Gefahren sondern lang und voller Annehmlichkeiten, die es gestatten, Wohlgefühle zu genießen.

Im Gegensatz zu psychoanalytisch geprägten Modellen vertritt die “positive Psychologie” daher einen anderen Umgang mit dem Gefühlshaushalt; so führt das häufige Herauslassen von Ärger und Wut nicht dazu, dass es dem Betreffenden besser gehe; vielmehr werden die Verknüpfungen im Hirn, die für Ärgern zuständig sind, mit jedem Schub gefestigt, so dass das Ärgern immer besser gelingt. Diese Eigenschaft des Gehirns kann man sich zu nutze machen, in dem man umgekehrt ein Trainingsprogramm zum Glücklichsein absolviert.

Arzt und Kabarettist Eckhart von Hirschhausen gibt in seinem Glücksbringer-Kabarett-Programm folgende Glücks-Trainings-Tipps:

  • 1. Glückstagebuch führen, d. h., jeden Abend fünf Dinge aufschreiben, die gut gelaufen sind und über die ich mich gefreut habe.
  • 2. Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und Freundschaften pflegen und stärken. Wer anderen etwas Gutes tut, tut sich selbst etwas Gutes.
  • 3. Investiere mehr in Erlebnisse, materielle Güter verlieren schnell ihren Reiz und an Wert.
  • 4. Bildung macht glücklich- deshalb höre nicht auf zu lernen und bleibe immer bestrebt, Neues zu erfahren und neue Fähigkeiten zu erlernen. Unser Glückssystem gleicht einem Lernsystem.
  • 5. Bewegung: täglich eine halbe Stunde spazieren gehen reicht bereits aus, um unsere Stimmung positiv zu beeinflussen.
  • 6. Ganz wichtiger Glücksfaktor: Sinnhaftigkeit: Das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun oder zu etwas Sinnvollem beizutragen, macht glücklich. Der Einsatz lohnt sicht und eingesetzte Energie kommt vielfach zurück.

Doch trotzt allem Streben nach Glück, in einem sind sich Glücksforscher wie Philosoph Wilhelm Schmid und Eckart von Hirschhausen einig: Man kann nicht immer glücklich sein. Lebenskunst besteht darin, auch Krankheit und Vergänglichkeit zu akzeptieren und sich mit dem Unabänderlichen anzufreunden.

Quelle: Das Wochenendmagazin der Rhein Main Presse, 16.02.2008. Britta Gürke: “Glückliche frisst der Säbelzahntiger

Ergänzend zum Thema siehe auch Artikel hier im Blog “Positive Grundeinstellung”

und Artikel: Die Glücksfrage Interview: Juliane von Mittelstaedt | © ZEIT Campus 01/2008

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, Coaching & Consulting — Dr. Brigitte Wolter @ 12:20

Das Tao der Führung

Sonntag, 04. November 2007

Viele werden aufgrund ihrer Fachkompetenz und Leistung zu Führungskräften befördert ohne sich je für “Führung” qualifiziert zu haben. Dies geschieht im Learning by Doing- Verfahren, bzw. die frisch gebackenen Führungskräfte kommen bestenfalls erst dann in den Genuss von Führungsseminaren, wenn sie schon eine Weile im Amt sind. Das Pferd wird also meist von hinten aufgezäumt.

Da aber gerade am Anfang die Weichen für eine gut funktionierende “Amtsperiode” gelegt werden, ist es sehr wichtig, sich schon vor dem Antritt der neuen Position das Grundwissen guter Führung anzueignen, z. B. in einem Seminar “Von der Fach- zur Führungskraft”.

Einen Schritt weiter geht das Führen aus dem Bewusst-Sein heraus, die Königsdisziplin guter Führung. Eines der schönsten Bücher zum diesem Thema, das ich je gelesen habe, ist das Tao der Führung von John Heider.

Es beschreibt in einfachen, klaren Worten die Hohe Schule der Führung und darf zu Recht als Meisterwerk der Führungsliteratur bezeichnet werden. Menschen, die es Ernst mit ihrem Führungsauftrag meinen, finden in diesem Buch wertvolle Inspirationen und Einladungen zur Selbstreflexion, wie sie vertrauensvoll, achtsam und als Vorbild ihrem Amt gerecht werden bzw. wie sich selbst und andere effektiv führen. Heider’s Buch ist eine Fundgrube an Weisheit, praktischen Führungstipps und Inspirationen für die Führungspraxis.

The Tao of Leadership: Lao Tzu’s Tao Te Ching Adapted for a New Age (Taschenbuch)
von John Heider (Autor
)

Abgelegt unter: Für Sie gelesen — Dr. Brigitte Wolter @ 10:13

Biotop Büro

Freitag, 02. November 2007

Wussten Sie, dass derzeit etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland, also knapp 50 % aller Erwerbstätigen im Büro arbeiten? Im Jahr 2020 wird sich dieser Anteil voraussichtlich auf 75 % erhöhen. Laut Meinungsforschungsinstitut Gallup ist in den meisten Büros jedoch Frust angesagt. Der tägliche Intrigenkampf am Arbeitsplatz kommt die Wirtschaft teuer zu stehen. Von 70 Millionen Euro Schaden für die Volkswirtschaft ist die Rede, die allein auf das Konto der 19 % Büroarbeiter gehen, die ihren Job hassen.

Einen Großteil ihrer Arbeitsenergie investieren Mitarbeiter in den täglichen Kleinkrieg im Büro. Dabei treten viele Mitarbeiter voll Enthusiasmus und Motivation ihren neuen Job an. Der Honeymooneffekt dauert hingegen nur maximal anderthalb Jahre an, dann hat der Realitätscheck die Mitarbeiter eingeholt. Von ihrem Anfangsengagement haben sie etwa 25 % eingebüßt, denn ungünstiges Betriebsklima, strukturelle Probleme oder demotivierender Führungsstil sorgen zuverlässig für eine Abkühlung der einst so positiven Anfangserwartung.

Die erschreckende Bilanz: 20 % aller Mitarbeiter sind so frustriert, dass sie sogar aktiv das Unternehmen sabotieren. Weitere 67 % arbeiten nur noch Dienst nach Vorschrift. Insgesamt, so Gallup, addiert sich der Anteil an unproduktiven Mitarbeitern damit auf 87 % der Angestellten. Nur 13 % gehören wirklich zu denen, die als besonders produktiv im Sinne der Unternehmen eingeschätzt werden können. Das optimale Verhältnis von emotional gebundenen zu emotional ungebundenen Mitarbeitern sollte jedoch laut Gallup im Idealfall 4:1 betragen, damit ein Unternehmen den Weltklassestandard erfüllt.

Das Fraunhoferinstitut hat sich mit dem Forschungsprojekt Office 21 der Sache angenommen. Eine neue Bürokultur ohne eigenes Büro, mit Desksharing und Mitarbeitern, die ihre persönlichen Gegenstände im Caddy, einem verschließbaren Rollcontainer, mit sich führen, soll die Atmosphäre am Arbeitsplatz verbessern.

Ob das Heil in der Auflösung fester Bürostrukturen liegt, muss die Zukunft zeigen. Letztlich kommt es darauf an, wie Menschen am Arbeitsplatz miteinander umgehen, dass heißt vor allem miteinander kommunizieren. Das gilt auch für die schriftliche Information. Bei einer Befragung von 180 Führungskräften aus Deutschland, Großbritannien, Schweden und Dänemark kam das Henley Management Institut College, USA, zu dem Ergebnis, dass Manager im Durchschnitt dreieinhalb Jahre ihres Lebens mit unwichtigen E-Mails vergeuden. Der Informationsoverload geht nicht spurlos an den Betroffenen vorüber. Das Attention Deficit Trait , eine durch Hektik bedingte Konzentrationsschwäche, führt zu aggressivem und unproduktivem Verhalten.

Quelle: Rheinischer Merkur, Nr.44 / 2007: Biotop in Gefahr von Wolf Eismann

Unternehmen tun also gut daran, ihre Kommunikationskultur immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und nicht nachzulassen, alles zu tun, um diese zu optimieren.

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 10:05

Gesundheit fängt im Kopf an

Montag, 16. Juli 2007

Ein langes Leben in Gesundheit - wer möchte das nicht erreichen? Dabei sind dem Menschen von Natur aus viele Jahre gegeben, 100 und mehr könnten es durchaus sein. Die Frage ist daher weniger: “Wie kann ich mein Leben verlängern?” sondern vielmehr: “Wie kann ich verhindern, es zu verkürzen?” Unser Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die unserer Medizin weit überlegen sind und ohne die kein Arzt der Welt wirklich heilen könnte. Sie sind nur die Gehilfen. Das Geheimnis guter Gesundheit liegt also darin, alles zu unterlassen, was das Leben verkürzt. Mehr ist nicht zu tun.

Vorbeugen statt heilen: 7 Aspekte einer achtsamkeitsbasierten Lebensführung.

  • 1. Die Botschaft des Körpers hören
    Der Körper signalisiert an irgendeiner Schwachstelle ein Symptom, um darauf aufmerksam zu machen, dass “etwas nicht stimmt”. Ein bekanntes Sprichwort lautet: “Wer nicht hören will, muss fühlen.” Um zu vermeiden, dass Krankheitssymptome sich verlagern und der Körper mit der Zeit immer schwerere Geschütze auffährt, ist Innehalten und Handeln erforderlich. Der erste Schritt zur Gesundheit ist deshalb, auf den Körper zu achten, nach innen zu hören, die Botschaft des Symptoms zu erkennen und zu befolgen. Das heißt, der Ursache des Symptoms auf den Grund gehen und das in Ordnung bringen, was das Symptom ausgelöst hat. Dabei können wir uns auf “unsere innere Stimme verlassen.” Im Grunde wissen wir immer, was zu tun ist.
  • 2. Gesunde Ernährung
    Der Mensch ist, was er isst. Die Frage lautet hier: Welche Lebens-Mittel führe ich bewusst meinen Körper zu und welche Nahrungsmittel meide ich? Oft werden ungesunde Ernährungsgewohnten damit entschuldigt, dass man es im Elternhaus nicht anders gelernt hat oder dass man keine Zeit hat, um sich richtig zu ernähren. Jede/r kann zum Ernährungsexperten werden. Das Wissen dazu ist in unzähligen Büchern und Artikeln aufbereitet und wird in Kursen, Seminare etc. vermittelt. Man muss es nur wollen. Wer seinen Körper liebt, versteht auch, was ihm gut tut. Alles, worauf wir Wert legen, bestimmt unser Handeln. Anhand der eigenen Ernährungsgewohnheiten können Sie leicht feststellen, wie viel Wert Sie auf die Gesunderhaltung Ihres Körpers legen bzw. wie weit die Entfremdung von Ihrem Körper fortgeschritten ist.
  • 3. Positive Grundeinstellung
    Zu den gefürchteten Lebensverkürzern zählen neben schlechter Ernährung insbesondere negative Gefühle wie Ärger, Sorgen, Frust, Angst etc., die oft einer negativ gefärbten Lebenseinstellung entspringen. Um eine positive Grundeinstellung zu pflegen, ist es erforderlich, sich immer aufs Neue zu fragen: “Wie will ich neuen Reizen aus der Umwelt begegnen?”, “Wie will ich darauf re-agieren?” “Durch welchen Filter nehme ich neue Informationen auf?” “Was ver-werte ich, was blende ich bewusst aus?”
    Effizient lassen sich diese Fragen nur dann beantworten, wenn Klarheit bez. der eigenen Werte und Lebensziele besteht. Nicht umsonst lautet eine der ältesten Empfehlungen der Menschheit: “Erkenne Dich selbst!”. Auch hier hat es wieder jeder in der Hand. Wir sind keine Opfer. Ich kann selbst bestimmen, was ich hören will, wie ich es aufnehme, was ich daraus mache und wie/ob es ich es in mein Leben integriere. Ich kann auch bestimmen, welchen Botschaften ich aussende, was ich damit bewirken will und welche Ursachen ich damit für mein Leben setze. Das ist Mental Training in Aktion. Spitzen Sportler machen es uns vor. Wer gewinnen will, muss schon lange vorher im Geiste gewonnen haben, sich als Gewinner sehen. Wenn Sie positive Dinge in Ihr Leben ziehen wollen, müssen Sie den Empfang auf “positiv” stellen und Positives aussenden.
  • 4. Bewegung: Laufen Sie um Ihr Leben.
    Bewegungslosigkeit liegt nicht in der Natur des Menschen. Zu wenig Bewegung ist deshalb lebensverkürzend. Jeder weiß das. “Was ist es Ihnen wert, Ihr Lebensgefühl durch gesteigerte Leistungsfähigkeit zu intensiveren?” Finden Sie die Antwort, indem Sie sich Ihr derzeitiges Energieniveau bewusst machen. “Wie zufrieden sind Sie damit?” Es ist Ihr Leben.
  • 5. Entspannung
    Ein Phänomen unserer Zeit ist zunehmende Schlaflosigkeit. Immer mehr Menschen häufen Schlafschulden an und leiden unter Müdigkeit und mangelndem Antrieb. Eine Weile mag das gut gehen, doch länger andauernde Phasen von Schlafmangel führen zwangsläufig zu gesundheitlichen Problemen und in eine Abwärtsspirale weiterer Probleme und Misserfolge. Schlaffördernde Medikamente können die Ursachen des Schlafmangels nicht beheben. All das ist bekannt. Regelmäßige Entspannung ist eine Angewohnheit, die sich antrainieren lässt, aber vor allem ist sie Einstellungssache. “Achte ich bewusst auf genügend Schlaf?” “Nehme ich lieber eine Tablette, um ein Symptom zu überspielen oder will ich den Dingen auf den Grund gehen und dafür sorgen, dass ich wieder entspannt sein kann?” Unser Körper spricht andauernd zu uns. Und er lässt sich nichts vormachen.
  • 6. Beziehungspflege = Multiplikation Ihre Lebensgefühls
    Wir sind soziale Wesen und als solche auf Zuwendung und Aufmerksamkeit anderer Menschen angewiesen. Vereinsamung verkürzt Leben. “Wie viele Menschen gibt es in Ihrem Leben, die Ihnen nahe stehen, die Sie lieben und von denen Sie geliebt werden?” Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihr Lebensgefühl und Ihre Einstellung teilen, die Sie ermutigen und Sie weiterbringen?” “Welchen Einflüssen setzen Sie sich bewusst aus?” “Was bewirken Sie bewusst im Leben anderer Menschen?” “Sind Sie ein Segen für alle, die das Glück haben, Sie zu kennen?”
  • 7. Work-Life-Balance
    Wenn die berufliche Tätigkeit dazu führt, dass sie krank macht, so ist das ein ernst zu nehmenden Alarmzeichen, dass entweder etwas im eigenen Verhalten geändert, der Arbeitgeber gewechselt oder eine ganz neue Tätigkeit gefunden werden muss. Was nützen alle Erfolge, Geld und Ruhm, wenn es um die Gesundheit schlecht bestellt ist? Da wir so viel Zeit mit der Arbeit verbringen, ist es auch so wichtig, dass wir uns wohl fühlen bei dem, was wir tun. Dies kann sich im Laufe des Lebens mehrmals ändern. Deshalb an dieser Stelle die Fragen: “Lieben Sie Ihre derzeitige Tätigkeit?” “Sind Sie begeistert von dem, was Sie tun?” “Gibt es vielleicht neue Aufgaben, die auf Sie warten?” Eine ungeliebte Arbeit kann nicht durch Freizeitaktivitäten kompensiert werden. Work- Life- Balance ist daher das Ergebnis aus erfüllender Arbeit und anderen wichtigen Lebenszielen, zu denen vor allem erfüllende Beziehungen sowie geistige und körperliche Gesundheit zählen.

Buchempfehlung zum Thema: Kurt Tepperwein: Gesund für immer.GOLDMANN Verlag München

Abgelegt unter: Life Design, Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 13:27

“Ein neuer Anfang - Handbuch zum Erschaffen der Wirklichkeit “

Donnerstag, 28. Juni 2007

Als ausgebildete Mentaltrainerin habe ich schon vieles über die schöpferische Kraft der Gedanken gelesen. Die Inhalte gleichen sich und mittlerweile erkenne ich, wer von wem “inspiriert” worden ist.

Umso überraschter war ich, als mir kürzlich das Buch “Ein neuer Anfang - Das Handbuch zum Erschaffen Deiner Wirklichkeit” von Ester und Jerry Hicks in die Hände fiel. Über das Energiewesen “Abraham” “channeln” die Autoren worauf zu achten ist, um die Wirklichkeit zu erschaffen, die man sich wünscht. Im ersten Teil des Buches geht es um die Gesetzmäßigkeiten zur Erschaffung der Wirklichkeit und wie man sie anwendet. Im zweiten Teil haben die Autoren Fragen und Antworten aus Gruppensitzungen zusammengestellt, die weiterhelfen sollen, die im ersten Teil des Buches erklärten Prinzipien umzusetzen.

Die Zusammenhänge zwischen den eigenen Gedanken, den damit verbundenen Gefühlen und der auf diese Weise geschaffenen Lebensumstände habe ich noch nie so plausibel und unspektakulär erklärt gefunden wie in diesem Buch. Dazu trägt sicher auch der angenehme Schreibstil bei, der sich einer klaren, man möchte fast sagen, sanften Sprache bedient. Dazu passend auch die zurückhaltende Gestaltung des Buches und die klare Botschaft des Buchtitels.
Dieses Buch braucht keine reißerische Aufmachung, es ist ein Buch der leisen Töne, die dafür umso eindringlicher ins Bewusstsein dringen. Den Weg zum Leser findet es sowieso, denn dafür sorgt schon das Gesetz der Anziehung.

Ether und Jerry Hicks: Ein neuer Anfang - Das Handbuch zum Erschaffen Deiner Wirklichkeit. Verlag Ansata.
Hier der Link zu Amazon

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 09:40

Werner Lauff: “Rede Gut, Alles Gut: Was Sie über Rhetorik wissen müssen und was nicht.”

Dienstag, 19. Juni 2007

Eine der größten Ängste ist bekanntlich die, vor Publikum zu sprechen. Andererseits führt kein Weg am “Public Speaking” vorbei, um sich als Branchenprimus zu profilieren. Gleiches gilt für Berufstätige, die Karriere machen wollen. Nur wer als Redner überzeugen kann, kommt in der Regel weiter, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen.

Werner Lauff hat mit seinem Buch “Rede Gut, Alles Gut: Was Sie über Rhetorik wissen müssen und was nicht.” einen Ratgeber für “Professionelle Nichtredner” geschrieben. Dabei ist er einer, der es wissen muss, denn er war Redenschreiber im Bundestag und hat selbst Hunderte von Vorträgen gehalten.

Laut Klappentext ist seine Methode einfach und überzeugend, wobei Lauff verspricht, dass der Erfolg schon bei den ersten Redeversuchen deutlich spürbar wird, übrigens ohne auf Gestik, Mimik und Rhetorik achten zu müssen.

Der praxiserprobte Redner leitet den Leser von der Vorbereitung der Rede, über die Organsiation bis hin zum Interview nach der Rede.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

Einführung/ Vor der Rede:

  • Warum Sie eine Rede halten sollten
  • Warum Sie ein Manusskript verwenden sollten
  • Über Tagungsprogramme und Vortragstitel
  • Der Veranstalter und Sie
  • Die Tücken des Veranstaltungsortes
  • Der Tagungsleiter und die Anmoderation
  • Die Sekunden davor

Die Rede/ Nach der Rede:

  • Über den Inhalt und die Form
  • Der Redeanfang und seine Funktion
  • Über den Schluss und den Applaus
  • …wie Sie eine Rede witzig machen
  • Die Tücken von Power point
  • Die Kontakte nach dem Vortrag
  • Die erfolgreiche Podiumsdiskussion
  • Die Presse und das Internet
  • Fazit: Sorge dich nicht, rede.

Mein Fazit: Empfehlenswert, vielleicht nicht unbedingt für Anfänger, wohl aber für “Profis”, die sich den letzten Schliff holen wollen.

Werner Lauff: Rede Gut, Alles Gut. Redline Wirtschaft, ISBN 3-8323-1030-4

Hier der Link zu Amazon.

Abgelegt unter: Für Sie gelesen — Dr. Brigitte Wolter @ 16:23

Wer fragt, der führt.

Mittwoch, 14. März 2007

In den meisten Kommunikationstrainings werden vor allem sagende Kommunikationstechniken vermittelt, während die fragenden Techniken nur am Rande erwähnt werden. Allenfalls lernt man den Unterschied zwischen öffnenden und schließenden sowie alternativen und zirklulären Fragen kennen. Wer jedoch wirkliche Gesprächskompetenz entwicklen möchte, kommt nicht umhin, sich auch die Fragtechniken anzueigenen und diese zu optimieren. Das Buch von Andreas Patrzek “Fragekompetenz für Führungskräfte” bietet dafür eine ausgezeichnete Vorlage.

Das Buch ist gegliedert in die Abschnitte

  • Grundlagen
  • Fragesystematik
  • Fragefunktionen
  • Frageformen
  • Fragesituationen
  • Fehler beim Fragen und wie man sie vermeidet
  • Bedeutung von Körpersprache und Stimme
  • Antwortverhalten
  • Zuhören
  • Klärendes Fragen
  • Fragekompass
  • Fragezentrierte Gesprächseinheiten

Insbesondere für Führungskräfte und Personen, die in beratenden Berufen tätig sind, ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen.

Andreas Patrzek: Fragekompetenz für Führungskräfte / Handbuch für wirksame Gespräche , Rosenberger Fachverlag, ISBN: 3-931085-41-4

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, New Leadership, Karriere — Dr. Brigitte Wolter @ 17:30

Die gelungene Präsentation

Freitag, 12. Januar 2007

Im Management sind Powerpoint Präsentationen an der Tagesordnung. Um die Botschaften auch gekonnt an den Mann bzw. die Frau zu bringen, bedarf es einer „hirngerechten“ Informationsübermittlung. Hier werden immer noch viele Fehler gemacht. So lautet zum Beispiel eine Grundregel, nicht mehr als sieben Informationseinheiten auf einer Seite anzubieten, weil das menschliche Arbeitsgedächtnis auf einmal nicht mehr verarbeiten kann. Vollgeschriebene Folien bzw. Charts sind deshalb ermüdend und demotivierend.
Eine weitere Empfehlung geht dahin, mehrere Informationseinheiten zu einem sog. Chunk zusammen zu fassen. Damit ist ein Faktenbündel gemeint, bei dem mehrere Einzelaspekte zu einem Hauptaspekt zusammengefasst werden. Solche Chunks benötigen dann jeweils nur einen der sieben Informationsspeicher.
Ganz wichtig ist der kombinierte Einsatz von Bild und Text sowie das Arbeiten mit Analogien und Methapern. Erkenntnissen der Kognitionspsychologie zufolge, bleiben Informationen umso länger im Hirn haften, desto tiefer sie verarbeitet werden. Diese Tiefe kann durch den Einsatz von Stimme, Lautstärke und einer interessanten Wort-Bildsprache und nicht zuletzt durch eine optimale Performance des/der Präsentierenden erreicht werden. Eine optimale methodische und persönliche Vorbereitung sind für eine gelungene Präsentation das A und O; schließlich ist jeder Auftritt eine Form der Selbstdarstellung, in der Können und Persönlichkeit zum Ausdruck kommen.

Quelle: Gehirn und Geist – das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spectrum der Wissenschaft, Artikel von Gertrud Kemper und Carl Naughton, Ausgabe 1/2006 Seite 42

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, Karriere — Dr. Brigitte Wolter @ 12:27

Effektive E-Mail-Kommunikation

Donnerstag, 09. November 2006

Dass E-Mails Segen und Fluch zugleich sein können, weiß jeder, der täglich damit umgeht. Ein falsches Wort zur falschen Zeit kann eine Lawine an Unannehmlichkeiten nach sich ziehen und Mitarbeiter mehrere Stunden, wenn nicht Tage, von der eigentlichen Arbeit abhalten.

Ein kultivierter E-Mail-Stil basierend auf Corporate Wording -Regeln für die interne und externe E-Mail –Kommunikation ist eine tragende Säule der Unternehmenskommunikation. Lesen Sie dazu auch den Artikel von Jan de Vries: „Email-Kommunikation und Email-Management: Pragmatisch lernen, wie es besser geht“. Optimale Ergebnisse erzielen Unternehmen dann, wenn sie grundsätzlich Wert auf eine hohe Kommunikationskultur legen und ihre MitarbeiterInnen entsprechend weiterbilden. Dann ist der Schritt zu einer optimalen E-Mail-Kommunikation nicht mehr weit und mit deutlich weniger Aufwand zu erreichen.

Abgelegt unter: Allgemein, Für Sie gelesen, Karriere — Dr. Brigitte Wolter @ 11:09