Freitag, 13. Juli 2007
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zu Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
Hermann Hesse
Donnerstag, 12. Juli 2007
Eine afrikanische Wahrheit
Wenn Du schnell gehen willst, geh´ alleine!
Wenn Du weit gehen willst, gehe mit anderen!
Roland Kühl-v.Puttkamer bei werbeblogger.de
Mittwoch, 11. Juli 2007
We make a living
by what we get,
but we make a life
by what we give.
Winston Churchill, 1874–1965, Englischer Politiker/Autor/Nobelpreis-Gewinner
Dienstag, 10. Juli 2007
Der Weise sucht die Ursachen
eines Misslinges
in seiner Person,
der Durchschnittsmensch sucht
den Grund eines Misslingens
in anderen.
Konfuzius
Montag, 09. Juli 2007
Wenn alle Wege
verstellt sind,
bleibt nur
der nach oben.
Franz Werfel
Sonntag, 08. Juli 2007
Was nicht
umstritten ist,
ist auch nicht
sonderlich interessant.
Johann Wolfgang ⅴ. Goethe
Samstag, 07. Juli 2007
„Der verlorenste
Tag ist der,
an dem man nicht
gelacht hat. „
Nicolas Chamfort
Freitag, 06. Juli 2007
Ein tiefer Fall
führt oft
zu höherem Glück.
William Shakespeare
Donnerstag, 05. Juli 2007
„Will man Schweres
bewältigen,
muss man es leicht angehen.“
Bertold Brecht
Mittwoch, 04. Juli 2007
Arbeit ist sichtbar gewordene Liebe.
Und vermöget ihr nicht mit Liebe zu schaffen, doch nur mit Widerwillen, so verlasset lieber eure Arbeit und setzet euch an das Tor des Tempels, um Almosen zu empfangen von jenen, die freudig arbeiten.
Denn so ihr euer Brot gleichgültig backet, backt ihr ein bitteres Brot, das den menschlichen Hunger nur halb stillt.
Und so ihr die Trauben mit Murren presset, träufelt euer Groll ein Gift in den Wein.
Und sänget ihr auch den Engeln gleich und liebtet Singen nicht, so trübetet ihr nur das Ohr der Menschen für die Stimmen des Tags und die Stimmen der Nacht.
Quelle: Kahlil Gibran: Worte wie die Morgenröte. Herder Verlag