In schwierigen Zeiten den Führungsstil überdenken

Sonntag, 10. Januar 2010

Artikel auf capital.de: Laut einer Umfrage der Personalberatung Boyden bei 400 Managern zu ihrem Verhalten in der Krise sieht die Führungsriege die Krise als Möglickeit, sich persönlich weiterzuentwicklen und auch als Anlass ihren Führungsstil zu überdenken. Danach hat das Modell des Kapitäns auf der Brücke, der einsam seine Entscheidungen trifft, ausgedient.
Hier geht es zum Artikel von Frauke Ladleif auf capital.de

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 17:56

Bärenstarke Aktion: Glokales Projekt „Verantwortung tragen“

Dienstag, 23. Juni 2009

Der Bär hat es mir angetan, deshalb ein weiterer Artikel zu der dahinter stehenden Kampagne:

Man mag es als tragisch empfinden, dass eine Initiative zum Thema Verantwortung tragen ausgerechnet von einem Unternehmen ausgeht, das in diesen Tagen Schlagzeilen durch Insolvenz macht.

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Foto: Arcandor AG

Und so heißt es im Editorial der Mini-Sondernummer des Glocalist Magazine „Verantwortung tragen“ :

Verantwortung tragen – ein Bär erobert die Welt“: Wäre der Teddy nur ein PR-Gag der Arcandor AG, dann müsste man ihn als Zynismus ablehnen. Aber der Teddy wurde der Gesellschaft ohne Firmenlogo geschenkt. Als „Dingsymbol“ wird er sich perspektivisch verselbständigen. In wenigen Monaten hat man vergessen, dass die Teddy-Kampagne von der Arcandor AG gestartet wurde, weil sich seine Botschaft „Verantwortung tragen“ verselbständigt hat. Dann trägt der Bär den Traum von einer verantwortlichen Gesellschaft mit. Bühne frei für den Bären.“
Bettina Dürrheim & Dr. Christian Neugebauer, Glocalist Medien.

Was hat es mit dem Bären auf sich? Laut Frau Dr. Alexandra Hildebrandt, Leiterin Gesellschaftspolitik Arcandor AG und Initiatorin der Kampagne, ist der Bär ein Symbol für Nachhaltigkeit, da er vererbt, verschenkt gesammelt und aufbewahrt wird. An ihn sind positive Gefühle genüpft; sie erinnern daran, schonend mit den Dingen umzugehen. So wird glokale Verantwortung durch den Bären als Symbol‑ und Sympathieträger greifbar und anschaulich.
Von dem kleinen, in Handarbeit hergestellten Bären der Hermann Teddy GmbH in Hirschaid bei Bamberg gibt es eine limitierte Auflage von 500 Exemplaren. Diese werden nicht verschenkt, sondern dürfen nur behalten werden, wenn man sich zum Projekt durch eine Aussage zur persönlichen Verantwortung bekennt, so wie es u.a. Eva Luise Köhler, Brigitte Mohn, Oliver Kahn und Günter Netzer bereits getan haben.

Mein Statement zur Verantwortung:
„Verantwortung tragen bedeutet für mich, meinen Klientinnen und Klienten als professionelle Unterstützerin in ihrem Entwicklungsprozess zu begegnen und sie an ihre Eigenverantwortlichkeit für den Coaching Erfolg zu erinnern. Das bedeutet: Ich respektiere und evoziere ihre Lösungskompetenz und enthalte mich meiner eigenen Lösungen. Dies tue ich, weil ich auf die Kraft der eigenen Erkenntnis setze und weil ich um die Stärke der Impulse weiß, die von ihr ausgehen.“

Übrigens: Mein Teddy aus Kindertagen hat nun schon über 50 Jahre überdauert und ist dank fachkundiger Betreuung durch einen Bärendoktor immer noch in relativ guter Form. Für mich ein alter Freund und treuer Begleiter durch die Zeit…
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Mehr zur Initiative unter http://www.verantwortungtragen.net/

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 17:49

Neue Dimension des Stakeholderdialogs: Kunden fragen, Karstadt antwortet

Montag, 15. Juni 2009

Vergangene Woche war ich bei Karstadt in Wiesbaden einkaufen und da fiel mir an der Kasse ein Glocalist Sonderheft die Hände:

Kunden fragen, Karstadt antwortet. Stakeholderdialog‑ „Verantwortung tragen“

In diesem Heft werden häufig gestellte, kritische Fragen von Stakeholdern zu den Themen Soziales und Ökologie gestellt und von der Arcandor AG beantwortet.
Abgesehen von der aktuellen Situation des Unternehmens finde ich diese Sonderausgabe von Glocalist beispielhaft für einen gelungenen, wertschätzenden Dialog und Umgang mit Kunden, NGOs (Nichtregierungsorganisationen), Lieferanten und Aktionären.

Im Editorial heißt es, dass der Dialog weiter gehen soll und dass alle angesprochenen Stakeholder die Sonderausgabe erhalten sollen und zur Stellungnahme eingeladen werden. Bleibt zu hoffen, dass der daraus resultierende, für den Herbst geplante Round Table stattfinden und in bewährter Form von den Glocalist Medien dokumentiert und veröffentlicht wird.

Abgelegt unter: Allgemein, Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 11:13

Der Fisch stinkt vom Kopf her – Werte werden nicht vorgelebt.

Montag, 27. April 2009

Eine Befragung von Führungskräften der Wertekommission in Zusammenarbeit mit Deutscher Managerverband ergab, dass junge Führungskräfte ihr Leben verstärkt nach einer ausgewogenen Work Life Balance ausrichten. An erster Stelle geben sie mit 29 % Familie und Partnerschaft als handlungsorientierende Werte an, an zweiter Stelle Ehrlichkeit und Wahrheit. Erfolg und Anerkennung folgen auf dem dritten Platz, sind mit 10 % jedoch eher weniger wichtig.
Im Hinblick auf die Unternehmenswerte sehen die Befragten das größte Problem in der Umsetzung. Zwar sei die Bedeutung von Unternehmenswerten unbestritten, jedoch fehle es der Unternehmensleitung und dem Top Management an Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit, die Werteimplementierung im Unternehmen konsequent zu betreiben. Dies zeigt sich darin, dass Managemententscheidungen nicht nachvollziehbar, d.h. ohne erkennbaren Wertebezug, getroffen werden und die Wertevermittlung durch die Unternehmenskommunikation als defizitär und wenig glaubwürdig erlebt wird. Fatal auch, dass zwei Drittel der jungen Führungskräfte keine werteorientierte Führung erleben.

Weitere Ergebnisse der Studie erfahren Sie hier .

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 09:30

Krisenrezept: Säulen der Identität stärken

Mittwoch, 07. Januar 2009

Krise: Wie lange  noch?

out-of-the-box

Kaum das das neue Jahr begonnen hat,  hagelt es Prognosen,  wie sehr uns die Wirtschaftskrise in die Knie zwingen wird. Nun sind wir im Wahljahr und deshalb ist zu vermuten, dass sich die Parteien  gegenseitig den Rang als Krisenmeister ablaufen und daher alles daran setzen werden, das Rennen durch tatkräftiges Handeln und schlüssige Konzepte für sich zu gewinnen. Gut, dass wir Wahljahr haben.

Laut Trendbüro‑ Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel GmbH liegt Entscheidungsfreude indes nicht gerade im Trend. Im Gegenteil: Unter dem Eindruck zu vieler Möglichkeiten  flüchten sich Jung wie Alt in die Prokrastination, d.h. greifen zur Verschiebetaktik: „Ich will mich jetzt noch nicht definitiv entscheiden. Es könnten ja noch Informationen eintreffen, die die Lage aus einer ganz anderen Sicht darstellen. Ich will mir meine Entscheidung offen halten, so lange es geht oder bis sie sich erübrigt hat.“ Entscheidungsfindung ist in diesen Tagen nicht einfach. Als zu komplex werden die Szenarien und zu unwägbar die Tragweite wichtiger Entscheidungen empfunden. Leider bewirkt die Aufschieberitis nicht ein Mehr an Sicherheit sondern verstärkt noch die eigene Unsicherheit und trägt so zur allgemeinen Ungewissheit bei: Kaufentscheidungen werden aufgeschoben, Investitionen auf ungewisse Zeit verschoben, Mitarbeiter/innen nicht eingestellt, ungeliebte Stellen nicht gewechselt, unnütze Beziehungen fortgeführt usw.

Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Was macht Enscheidungsfindung leichter? Woran kann man sich orientieren? Die Antwort liegt in der Rückbe‑Sinnung auf die eigenen persönlichen Werte und auf die eigene Lebensvision. Die intensive Suche nach Antworten richtet sich auf existenzielle Fragen wie:

  • Wer will ich sein?
  • Was möchte ich für mich erreichen im Beruf und im Privatleben?
  • Was bedeutet Erfolg für mich?

Sie sind Ausdruck eines ebenfalls bedeutsamen Trends: dem  Identitätsmanagement, d.h. der bewussten Formung des Ichs.

Da die eigene Sicht in der multioptionalen Welt von heute oft verbaut oder zu komplex ist, wird der Prozess des Identitätsmanagements immer öfter von Personal Coaches begleitet. Wir brauchen professionelle Begleiterinnen und Begleiter, die uns mit Erfahrung und Weitsicht zur Seite stehen, Menschen, die uns wie gute Freunde zuhören sowie uns und unsere Probleme ernst nehmen und die helfen, Unsicherheiten  zu überwinden und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Ob die Betreuung nur kurz ist oder länger dauert, ist dabei unerheblich.

Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass persönlicher Erfolg nichts ist, was vom Himmel fällt und nur von äußeren Faktoren abhängt, sondern vielmehr aus dem Inneren kommt: Aus einem gesunden Selbstvertrauen, aus einer positiven,  zuversichtlichen Lebenseinstellung, aus einer ausgewogenen Work-Life-Balance und dem Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Ob Manager/in, Unternehmer/in oder Privatperson:   Gerade in Zeiten wie diesen braucht es den Spiegel, die Inspiration, visionäre Ideen und  nicht zuletzt, den liebevollen Schubs, um das zu werden, wozu man bestimmt ist, bzw.  um Unternehmen in eine erfolgreiche  Zukunft zu führen  – allen Krisen zum Trotz.

Yes, we trust!

Sonntag, 21. Dezember 2008

In diesem Jahr konnten wir erleben, wie der wohl wichtigste Wert in der Finanzbranche aufs Spiel gesetzt wurde: Vertrauen.

Vertrauen hat etwas mit „sich trauen“, also „wagen“, zugleich auch mit „sich verbinden“ zu tun. Ob ich einer Person oder einer Institution traue, hängt davon ab, welche Erfahrungen ich mit ihr mache und wie glaubwürdig sie mir erscheint. Deshalb sind „Authentizität“ und „Glaubwürdigkeit“ wichtige Säulen, auf denen Vertrauen aufbaut.

„Vertrauen ist der Anfang von allem“ lautete in den 90er Jahren ein Bekenntnis aus der Bankenszene Nun befinden sich ausgerechnet die Banker in einer weltweiten Vertrauenskrise und bringen den Geldfluss ins Stocken und damit viele um ihre Existenz. Diese negative Kettenreaktion muss unterbrochen werden, doch wie?

Werteorientierung und Sinnstiftung

Wenn die Finanzkrise eines gezeigt hat, dann, dass profitorientiertes Handeln in der globalen Wirtschaft ohne selbstverpflichtendes Leitbild und ohne ethische Reflexion der Werte bei sorgsamer Güterabwägung in einem Fiasko enden muss.

Sie zeigt auch, wie wichtig es ist, dass Menschen in Schlüsselpositionen über eine hohe ethische Kompetenz verfügen. Letztlich ist es diese Kompetenz, die über das Wohl der Weltgemeinschaft und unseres Planeten entscheiden wird.

Wir haben es in der Hand. Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen. Hinter jedem Mensch stehen eine Werthaltung und eine Gesinnung. Die Freiheit des Handelns ist gekoppelt an Verantwortung und dem Gebot, niemals anderen zu schaden. Diese vereinfachte Formel für ethisches Verhalten muss allen Planungen und Entscheidungen zugrunde gelegt werden.

Um das zarte Pflänzchen Vertrauen zu stärken und wieder zur Blüte zu bringen, können wir alle beitragen. Wir können uns bewusst machen, was uns wichtig ist und was anderen wichtig ist:

  • Die eigenen Werte in Einklang bringen und sich so sinnorientiert ausrichten.
  • Sinnorientierung begreifen als den Schlüssel zum persönlichen, beruflichen, unternehmerischen Erfolg.
  • Die Sinnbedürfnisse anderer zu erfüllen erkennen als Weg zur eigenen Sinnerfüllung.
  • Werte wie „Sicherheit“, Verlässlichkeit“, „Loyalität“, ,,Respekt“ und „Wertschätzung“ leben und damit Vertrauen säen.
  • Positive Energie aussenden und durch gute, optimistische Gedanken mentale Stärke beweisen.

So dass es in Anlehnung an Barak Obahmas Siegesparole „Yes, we can“ am Ende heißt: Yes, we trust!

Man stelle sich vor, wie sich die Trust-Kampagne um den ganzen Globus ausbreitet und ihren Siegszug feiert. Man stelle sich vor, wie neue Hoffnungsträgerinnen und –träger auf den Plan treten und die Menschen begeistern. Man stelle sich vor, wie die Medien uns mit positiven Schlagzeilen und optimistisch stimmenden Nachrichten erfreuen.

Zu schön, um wahr zu sein? – Was wir erwarten, wird sich erfüllen. Erwarten wir doch immer das Beste und handeln danach.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 12:14

Wachsen in schrumpfenden Märkten – Werte als Geschäftsmodell

Freitag, 15. August 2008

Die 58. Internationale Handelstagung des GDI in Rüschlikon 11. –  12. September 2008, Rüschlikon/Zürich widmet sich dem Thema „Grow for Good. Vom Größenwahn zum gesunden Wachstum“.

Am 2.Tag der Veranstaltung wird Peter Wippermannn in seinem Vortrag „Karma-Kapitalismus “aufzeigen, wie Wachstum in schrumpfenden Märkten und Werte als grundlegendes Geschäftsmodell funktionieren.

Weitere Informationen:www.gdi.ch/Agenda.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 16:20

Kein Widerspruch: Sinn orientierte Unternehmenskultur und wirtschaftlicher Erfolg

Freitag, 18. Juli 2008

In vielerlei Hinsicht stehen wir heute angesichts fundamentaler sozioökonomischer und ökologischer Veränderungen in der Welt vor historischen Entscheidungen.

Und so müssen auch Unternehmen sich fragen, wie sie die Weichen für die Zukunft stellen, um in einer globalisierten Wirtschaft weiter erfolgreich existieren zu können. Dabei ist klar, dass die Zukunft von Unternehmen in Deutschland als Exportweltmeister von der Entwicklung in anderen Ländern in hohem Maße abhängig sein wird.

Je komplexer die äußeren Bedingungen sich darstellen, desto mehr bedarf es der Orientierung nach innen, das heißt, Besinnung auf Werte, die dem wachsenden Bedarf nach Nutzen‑ und Sinnstiftung in der Gesellschaft gerecht werden. Im Zuge der steigenden Bedeutung des Themas Unternehmenskultur rückt deshalb die ethische Kompetenz immer mehr in den Vordergrund.

Ethische Kompetenz wird zum Markenzeichen für Unternehmen der Zukunft, sie zu erlangen und um mit dem schwer greifbaren Phänomen Unternehmenskultur professionell umgehen zu können, zum existenziellen Faktor. Denn ohne tief greifende Wertereflexion und ethischen Diskurs können Manager/innen der Komplexität der Entscheidungen in der globalen Wirtschaft nicht mehr gerecht werden. .

Sinnbedarf zu erkennen und zu befriedigen ist das Erfolgskonzept der Zukunft.

Abgelegt unter: New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 08:57

In Wechselstimmung – Nachwuchskräfte unzufrieden

Sonntag, 06. Juli 2008

Frust mit dem Führungsstil und Probleme mit der Work-Life-Balance bringen Nachwuchsführugskräfte in Wechselstimmung.

Das Berliner trendence Instituts befragte rund 4.000 Young Professionals nach ihren Einstellungen und Karrierezielen und ermittelte die attraktivsten Arbeitgeber in dieser gefragten Zielgruppe. Die in Zusammenarbeit mit e‐fellows.net durchgeführte Studie Instant Talent beleuchtet neben dem Thema Arbeitgeberattraktivität unter anderem auch die die Gründe für die Attraktivität von Employer Brands und die Wechselbereitschaft der Führungsnachwuchskräfte.

Lesen Sie weiter auf Crosswater die Pressemeldung von trendence.

Abgelegt unter: Allgemein, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 09:49

Philosophie für Manager

Montag, 16. Juni 2008

Artikel von Jan Tiedge auf Stepstone:
Entscheidungen treffen: Philosophisches Rüstzeug macht Manager besser
Führungskräfte müssen häufig hochkomplexe Entscheidungen treffen. Dabei kann die Metaphysik helfen, findet nun auch die Frankfurt School of Finance & Management…

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, New Leadership — Dr. Brigitte Wolter @ 09:51