Mental Training: Aus der Mitte kommt die Kraft

Freitag, 05. Oktober 2007

Was ist Mental Training?

Mental Training ist eine geistige, ideologisch und religiös unabhängige Technik zur persönlichen Zielerreichung und Lösung von Problemen in allen Lebensbereichen.
Es basiert auf universellen Gesetzmäßigkeiten, insbesondere dem Ursache-Wirkungsprinzip. Was auf geistiger Ebene verursacht wird, manifestiert sich in der Wirklichkeit auf materieller Ebene. Der Schlüssel für die Verwirklichung von Zielen oder für die Problemlösung ist der vorweggenommene Vollzug auf geistiger Ebene verbunden mit den dazu gehörigen zum Ausdruck gebrachten Gefühlen.

Mental Training bedeutet, volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, sich von der Opferrolle zu verabschieden und sich selbst als Schöpfer zu begreifen.

Mental Training ist eine geistige Disziplin; um sie erfolgreich anzuwenden, erfordert sie wie alle Disziplinen Übung und Beharrlichkeit. Wie in jedem Prozess folgt auch beim Mental-Training ein Schritt dem anderen. Es gibt keine Abkürzungen. Positives Denken allein führt nicht zum Erfolg. Wer es zur Meisterschaft im Mental Training bringen will, durchläuft wie ein Lehrling verschiedene Stufen, macht sein Gesellenstück, sammelt Erfahrungen und erreicht schließlich die nächste Stufe, auf der er oder sie als Meister auf der Bühne des Lebens hervortritt, um anderen Menschen als Vorbild zu dienen.

Mental Training umfasst alle Lebensbereiche. Mental Training ist ganzheitlich, es geht von unserem Bewusstsein aus. Es kommt von innen. Und nur dann kann es wirken, wenn die Richtung von innen nach außen geht. Alles, was Sie um sich herum wahrnehmen, ist ein Spiegelbild Ihres Bewusstseins.

„Wie innen, so außen“ lautet ein fundamentales geistiges Gesetz. Haben Sie Chaos in sich, so zeigt sich Chaos in Ihren Beziehungen, in Ihrer Wohnung, auf Ihrer Arbeitsstelle usw.
Haben Sie im Gegenzug alles in sich geordnet, sich Ihre Werte und Ideale klar gemacht und Ihre Lebensziele definiert, so findet das seinen Ausdruck in gezielten Handlungen, sicheren Entscheidungen, Beharrlichkeit , Selbstdisziplin, dauerhaften Beziehungen, gesundem Körper und positiver Lebenseinstellung.

Mental Training ist als ein Prozess der Persönlichkeitsentwicklung zu verstehen, der nur unter den ethischen Prinzipien der Freiheit und Verantwortlichkeit für sich selbst und andere und dem ethischen Prinzip, niemals anderen zu schaden, zu positiven Ergebnissen führt. Oder, um es mit den Worten von Immanuel Kant zu sagen:
„Handle stets so, dass die Maxime Deines Willens jederzeit als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“

Als „Lehrling“ des Mental Trainings durchlaufen Sie die folgenden Schritte:

  • Sie beginnen damit, sich selbst als schöpferische Kraft zu begreifen und zu optimieren. Dazu bedarf es der Kenntnis der universellen Gesetze des Lebens.
  • Dann heißt es, innen aufzuräumen, Bilanz zu ziehen und sich von altem Ballast zu lösen.
  • Weiter geht es mit der bewussten Zukunftsgestaltung durch Anwendung mentaler Techniken

Am Ende angekommen, stehen Sie wieder vor einem Anfang.
Denn alles Leben verläuft in Zyklen.

Sie haben sich das Instrumentarium des Mental Trainings erarbeitet. Nun heißt es, dieses Instrumentarium anzuwenden und durch beharrliches Üben die Umstände in Ihr Leben zu ziehen, die Ihnen inneren Frieden, Glück und Erfolg bringen.

Abgelegt unter: Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 09:20

Gesundheit fängt im Kopf an

Montag, 16. Juli 2007

Ein langes Leben in Gesundheit – wer möchte das nicht erreichen? Dabei sind dem Menschen von Natur aus viele Jahre gegeben, 100 und mehr könnten es durchaus sein. Die Frage ist daher weniger: „Wie kann ich mein Leben verlängern?“ sondern vielmehr: „Wie kann ich verhindern, es zu verkürzen?“ Unser Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die unserer Medizin weit überlegen sind und ohne die kein Arzt der Welt wirklich heilen könnte. Sie sind nur die Gehilfen. Das Geheimnis guter Gesundheit liegt also darin, alles zu unterlassen, was das Leben verkürzt. Mehr ist nicht zu tun.

Vorbeugen statt heilen: 7 Aspekte einer achtsamkeitsbasierten Lebensführung.

  • 1. Die Botschaft des Körpers hören
    Der Körper signalisiert an irgendeiner Schwachstelle ein Symptom, um darauf aufmerksam zu machen, dass „etwas nicht stimmt“. Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Um zu vermeiden, dass Krankheitssymptome sich verlagern und der Körper mit der Zeit immer schwerere Geschütze auffährt, ist Innehalten und Handeln erforderlich. Der erste Schritt zur Gesundheit ist deshalb, auf den Körper zu achten, nach innen zu hören, die Botschaft des Symptoms zu erkennen und zu befolgen. Das heißt, der Ursache des Symptoms auf den Grund gehen und das in Ordnung bringen, was das Symptom ausgelöst hat. Dabei können wir uns auf „unsere innere Stimme verlassen.“ Im Grunde wissen wir immer, was zu tun ist.
  • 2. Gesunde Ernährung
    Der Mensch ist, was er isst. Die Frage lautet hier: Welche Lebens-Mittel führe ich bewusst meinen Körper zu und welche Nahrungsmittel meide ich? Oft werden ungesunde Ernährungsgewohnten damit entschuldigt, dass man es im Elternhaus nicht anders gelernt hat oder dass man keine Zeit hat, um sich richtig zu ernähren. Jede/r kann zum Ernährungsexperten werden. Das Wissen dazu ist in unzähligen Büchern und Artikeln aufbereitet und wird in Kursen, Seminare etc. vermittelt. Man muss es nur wollen. Wer seinen Körper liebt, versteht auch, was ihm gut tut. Alles, worauf wir Wert legen, bestimmt unser Handeln. Anhand der eigenen Ernährungsgewohnheiten können Sie leicht feststellen, wie viel Wert Sie auf die Gesunderhaltung Ihres Körpers legen bzw. wie weit die Entfremdung von Ihrem Körper fortgeschritten ist.
  • 3. Positive Grundeinstellung
    Zu den gefürchteten Lebensverkürzern zählen neben schlechter Ernährung insbesondere negative Gefühle wie Ärger, Sorgen, Frust, Angst etc., die oft einer negativ gefärbten Lebenseinstellung entspringen. Um eine positive Grundeinstellung zu pflegen, ist es erforderlich, sich immer aufs Neue zu fragen: „Wie will ich neuen Reizen aus der Umwelt begegnen?“, „Wie will ich darauf re‑agieren?“ „Durch welchen Filter nehme ich neue Informationen auf?“ „Was ver‑werte ich, was blende ich bewusst aus?“
    Effizient lassen sich diese Fragen nur dann beantworten, wenn Klarheit bez. der eigenen Werte und Lebensziele besteht. Nicht umsonst lautet eine der ältesten Empfehlungen der Menschheit: „Erkenne Dich selbst!“. Auch hier hat es wieder jeder in der Hand. Wir sind keine Opfer. Ich kann selbst bestimmen, was ich hören will, wie ich es aufnehme, was ich daraus mache und wie/ob es ich es in mein Leben integriere. Ich kann auch bestimmen, welchen Botschaften ich aussende, was ich damit bewirken will und welche Ursachen ich damit für mein Leben setze. Das ist Mental Training in Aktion. Spitzen Sportler machen es uns vor. Wer gewinnen will, muss schon lange vorher im Geiste gewonnen haben, sich als Gewinner sehen. Wenn Sie positive Dinge in Ihr Leben ziehen wollen, müssen Sie den Empfang auf „positiv“ stellen und Positives aussenden.
  • 4. Bewegung: Laufen Sie um Ihr Leben.
    Bewegungslosigkeit liegt nicht in der Natur des Menschen. Zu wenig Bewegung ist deshalb lebensverkürzend. Jeder weiß das. „Was ist es Ihnen wert, Ihr Lebensgefühl durch gesteigerte Leistungsfähigkeit zu intensiveren?“ Finden Sie die Antwort, indem Sie sich Ihr derzeitiges Energieniveau bewusst machen. „Wie zufrieden sind Sie damit?“ Es ist Ihr Leben.
  • 5. Entspannung
    Ein Phänomen unserer Zeit ist zunehmende Schlaflosigkeit. Immer mehr Menschen häufen Schlafschulden an und leiden unter Müdigkeit und mangelndem Antrieb. Eine Weile mag das gut gehen, doch länger andauernde Phasen von Schlafmangel führen zwangsläufig zu gesundheitlichen Problemen und in eine Abwärtsspirale weiterer Probleme und Misserfolge. Schlaffördernde Medikamente können die Ursachen des Schlafmangels nicht beheben. All das ist bekannt. Regelmäßige Entspannung ist eine Angewohnheit, die sich antrainieren lässt, aber vor allem ist sie Einstellungssache. „Achte ich bewusst auf genügend Schlaf?“ „Nehme ich lieber eine Tablette, um ein Symptom zu überspielen oder will ich den Dingen auf den Grund gehen und dafür sorgen, dass ich wieder entspannt sein kann?“ Unser Körper spricht andauernd zu uns. Und er lässt sich nichts vormachen.
  • 6. Beziehungspflege = Multiplikation Ihre Lebensgefühls
    Wir sind soziale Wesen und als solche auf Zuwendung und Aufmerksamkeit anderer Menschen angewiesen. Vereinsamung verkürzt Leben. „Wie viele Menschen gibt es in Ihrem Leben, die Ihnen nahe stehen, die Sie lieben und von denen Sie geliebt werden?“ Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihr Lebensgefühl und Ihre Einstellung teilen, die Sie ermutigen und Sie weiterbringen?“ „Welchen Einflüssen setzen Sie sich bewusst aus?“ „Was bewirken Sie bewusst im Leben anderer Menschen?“ „Sind Sie ein Segen für alle, die das Glück haben, Sie zu kennen?“
  • 7. Work-Life-Balance
    Wenn die berufliche Tätigkeit dazu führt, dass sie krank macht, so ist das ein ernst zu nehmenden Alarmzeichen, dass entweder etwas im eigenen Verhalten geändert, der Arbeitgeber gewechselt oder eine ganz neue Tätigkeit gefunden werden muss. Was nützen alle Erfolge, Geld und Ruhm, wenn es um die Gesundheit schlecht bestellt ist? Da wir so viel Zeit mit der Arbeit verbringen, ist es auch so wichtig, dass wir uns wohl fühlen bei dem, was wir tun. Dies kann sich im Laufe des Lebens mehrmals ändern. Deshalb an dieser Stelle die Fragen: „Lieben Sie Ihre derzeitige Tätigkeit?“ „Sind Sie begeistert von dem, was Sie tun?“ „Gibt es vielleicht neue Aufgaben, die auf Sie warten?“ Eine ungeliebte Arbeit kann nicht durch Freizeitaktivitäten kompensiert werden. Work‑ Life‑ Balance ist daher das Ergebnis aus erfüllender Arbeit und anderen wichtigen Lebenszielen, zu denen vor allem erfüllende Beziehungen sowie geistige und körperliche Gesundheit zählen.

Buchempfehlung zum Thema: Kurt Tepperwein: Gesund für immer.GOLDMANN Verlag München

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, Life Design, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 13:27

„Ein neuer Anfang – Handbuch zum Erschaffen der Wirklichkeit „

Donnerstag, 28. Juni 2007

Als ausgebildete Mentaltrainerin habe ich schon vieles über die schöpferische Kraft der Gedanken gelesen. Die Inhalte gleichen sich und mittlerweile erkenne ich, wer von wem „inspiriert“ worden ist.

Umso überraschter war ich, als mir kürzlich das Buch „Ein neuer Anfang – Das Handbuch zum Erschaffen Deiner Wirklichkeit“ von Ester und Jerry Hicks in die Hände fiel. Über das Energiewesen „Abraham“ „channeln“ die Autoren worauf zu achten ist, um die Wirklichkeit zu erschaffen, die man sich wünscht. Im ersten Teil des Buches geht es um die Gesetzmäßigkeiten zur Erschaffung der Wirklichkeit und wie man sie anwendet. Im zweiten Teil haben die Autoren Fragen und Antworten aus Gruppensitzungen zusammengestellt, die weiterhelfen sollen, die im ersten Teil des Buches erklärten Prinzipien umzusetzen.

Die Zusammenhänge zwischen den eigenen Gedanken, den damit verbundenen Gefühlen und der auf diese Weise geschaffenen Lebensumstände habe ich noch nie so plausibel und unspektakulär erklärt gefunden wie in diesem Buch. Dazu trägt sicher auch der angenehme Schreibstil bei, der sich einer klaren, man möchte fast sagen, sanften Sprache bedient. Dazu passend auch die zurückhaltende Gestaltung des Buches und die klare Botschaft des Buchtitels.
Dieses Buch braucht keine reißerische Aufmachung, es ist ein Buch der leisen Töne, die dafür umso eindringlicher ins Bewusstsein dringen. Den Weg zum Leser findet es sowieso, denn dafür sorgt schon das Gesetz der Anziehung.

Ether und Jerry Hicks: Ein neuer Anfang – Das Handbuch zum Erschaffen Deiner Wirklichkeit. Verlag Ansata.
Hier der Link zu Amazon

Abgelegt unter: Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 09:40

Kann man Erfolg lernen?

Donnerstag, 18. Januar 2007

Kann man Erfolg lernen und wenn ja, wie geht das? – Hinter dieser mir kürzlich gestellten Frage verbirgt sich die noch immer gängige Auffassung, dass Erfolg ein Phänomen ist, das viel mit Glück zu tun hat und sich eher zufällig ereignet. Andererseits zeigt die Frage, dass das Wissen über die Gesetzmäßigkeiten des Erfolges und ihre praktische Anwendung noch nicht allzu weit verbreitet sind.

Gleichwohl lässt sich die Erfolgsfrage nicht pauschal beantworten, da Erfolg für jeden etwas anderes bedeutet. Dies gilt es zunächst zu klären. Erfolgreich sind Menschen vor allem dann, wenn sie ihre Talente entfalten und ganz in ihren Tätigkeiten aufgehen. In der Schule des Erfolgs geht es deshalb zunächst darum, heraus zu finden, welche Talente in einem schlummern; Denn wer seine Gaben kennt, erkennt auch seine Auf-gaben im Leben.

Die eigenen Talente zu kennen ist das eine, sie aber auch effektiv und effizient einzusetzen ist das andere. Hier kommt es darauf an, die Gesetzmäßigkeiten des Erfolges kennen zu lernen und systematisch anzuwenden. Alle Facetten der Persönlichkeitsentwicklung und bewusstes, systematisches Setzen von Ursachen spielen hier eine große Rolle.

Insofern lässt sich Erfolg tatsächlich lernen: Selbstfindung, Selbstverwirklichung und im Einklang mit den Lebenszielen die richtigen Ursachen setzen, gewürzt mit einer guten Portion Mentaltraining, das sind die elementaren Zutaten, die zu außergewöhnlichen Leistungen und somit zum Erfolg führen.

Abgelegt unter: Allgemein, Coaching & Consulting, Life Design, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 16:09

Das Elixier

Samstag, 09. Dezember 2006

Stellen Sie sich einmal vor, das Schicksal hätte Ihnen und allen anderen Menschen bei der Geburt, sozusagen als Zugabe, eine bestimmte Menge eines lebensnotwendigen Elixiers in einer dunklen, undurchsichtigen Flasche mitgegeben, die Sie nirgendwo kaufen oder wieder auffüllen könnten.
Sie werden erwachsen und langsam dämmert es Ihnen, dass dieses Elixier eines Tages verbraucht sein wird. Aber niemand kann Ihnen sagen, wann das sein wird.
Paradoxerweise haben Sie das Gefühl, dass sich Ihr Elixier, das Ihnen als Kind noch wie eine unerschöpfliche Quelle vorkam, mit den Jahren immer schneller verbraucht, obwohl die tägliche Dosis gleich geblieben ist. Außerdem haben Sie festgestellt, dass, je bewusster Sie das Elixier einnehmen, Sie umso intensiver, länger und genussvoller den Tag erleben. Schlucken Sie es hingegen gedankenlos hinunter, bleibt es völlig wirkungslos und der Tag ist verloren – sie können sich an ihn nicht mehr erinnern.

Würden Sie dieses Elixier nicht genau untersuchen und erforschen wollen? Würden Sie nicht alles daran setzen, seine Ergiebigkeit zu erhalten bzw. zu steigern? Und würden Sie dieses Elixier nicht hüten wie einen kostbaren Schatz und alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen treffen, dass auch ja kein Tropfen verloren ginge? „Ja, natürlich“, werden Sie antworten – „Was für eine Frage?“

Sie haben es längst erraten. Bei dem geheimnisvollen Elixier handelt es sich um die Spanne Zeit, die jedem von uns zugedacht ist und die für jeden einmal endet. Obwohl die Endlichkeit unserer Zeit auf Erden jedem bekannt ist, leisten sich viele Menschen einen leichtfertigen, verschwenderischen Luxus mit ihrer Lebenszeit. Sie gehen damit um, als gäbe es eine Garantie auf ein ewiges Leben in Hülle und Fülle, ohne körperliche und materielle Einschränkungen. Ihre Sicht ist stets auf die Zukunft projiziert:

  • „Morgen mache ich Gedanken, wie es weiter geht.“
  • „Nächstes Jahr suche ich mir vielleicht einen anderen Job.“
  • „Wenn ich erst einen anderen Job habe, werde ich mich auch richtig einrichten“
  • „Wenn die Kinder groß sind, haben wir wieder mehr Zeit für uns selbst“
  • „Wenn ich in Rente gehe, werde ich leben und mir all das gönnen, auf das ich jetzt verzichten muss“, usw..

Es kann aber jeden Moment alles ganz anders sein; die Lebensumstände können sich von einer Sekunde zur anderen total verändern und alle Zukunftspläne in Schall und Rauch auflösen. Und was dann? Bitte richtig verstehen: es geht nicht darum, keine Ziele für die Zukunft zu haben – im Gegenteil‑ es geht darum, das Leben bewusst zu gestalten, jeden Tag mit Sinn zu erfüllen und mit Freude zu genießen.

    • Wie lange wollen Sie sich noch den Luxus leisten, Ihr Leben aufzuschieben?
    • Wie lange noch wollen Sie ein provisorisches Leben führen?
    • Wie lange noch wollen Sie ein Leben führen, dass Sie nicht erfüllt und Ihnen kaum Freude bringt?
    • Worauf wollen Sie noch warten? Jeder nicht gelebte Tag ist ein verlorener Tag.
    • Wie wäre es, wenn Sie sich sofort entschließen, Ihre Möglichkeiten endlich voll wahrzunehmen und das zu tun, wozu Sie und nur Sie bestimmt sind?

    Geben Sie Ihrem Leben die entscheidende Wende: finden Sie Ihr eigenes unverwechselbares Profil und handeln Sie aus Ihrer inneren Überzeugung heraus.

    Einmal auf dem richtigen Kurs wird Ihnen das Leben automatisch alle die Gelegenheiten zukommen lassen, die Sie für die Erfüllung Ihrer Lebensaufgabe benötigen. Es geschieht dann wie von selbst – ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie stimmig sind und stimmig handeln.

    Abgelegt unter: Coaching & Consulting, Life Design, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 09:49

    Positive Grundeinstellung

    Freitag, 15. September 2006

    Die Realität hat viele Gesichter: so viele, wie es Menschen auf der Erde gibt. Ihre Realität ist ein Abbild Ihrer Überzeugungen und Einstellungen. Falls Ihnen diese nicht gefällt, ist die gute Nachricht die, dass Sie Ihre Realität durch eine Änderung Ihrer Einstellung positiv beeinflussen können. So manches Problem verschwindet über Nacht, wenn Sie es nicht mehr als solches ansehen sondern als Chance erkennen, verkrustete Denkweisen durch neue, inspirierende, Gedanken zu ersetzen und sich neuen Herausforderungen bzw. Möglichkeiten zu öffnen.

    Um positive Dinge in Ihr Leben zu ziehen, bedarf es einer positiven Geisteshaltung. Diese dauerhaft zu erlangen, ist keine Sache von Minuten oder Tagen. Wandel braucht vielmehr Zeit und regelmäßige Wiederholung. Wenn Sie einen Muskel stärken wollen, so werden Sie ihn langsam aber stetig durch entsprechende Belastung trainieren und aufbauen. Dies ist ein physiologischer Prozess. Ähnlich verhält es sich auch mit der positiven Geisteshaltung. Durch stete Wiederholung positiver Denkweisen und Angewohnheiten entstehen als Ergebnis des Lernprozesses im Gehirn neue, neuronale Verknüpfungen, also etwas sehr Reales.

    Der Dalai Lama sagt dazu: „Dieser bemerkenswerte Grundzug des Gehirns scheint die physiologische Basis für die Möglichkeit darzustellen, unseren Geist zu verändern. Indem wir unsere Gedanken mobilisieren und neue Denkweisen praktizieren, können wir unsere Nervenzellen neu formen und die Arbeitsweise unseres Gehirns ummodeln. Das ist auch die Vorstellung, dass innerer Wandel mit Lernen (neuer Input) beginnt und die Disziplin einschließt, unsere „negativen Konditionierungen“ […] durch „positive Konditionierungen“ […] zu ersetzen. So wird die Idee, den Geist im Hinblick auf Glück zu schulen, eine sehr reale Möglichkeit:“ Quelle: Die Regeln des Glücks. S.H. Dalai Lama/Howard Ⅽ. Cutler, Gustav Lübbe Verlag

    7-Punkte-Trainingsplan für die Stärkung einer positiven Grundeinstellung:

    • Nach dem Aufwachen sich auf den neuen Tag freuen und an die positiven Dingen denken, die in Ihrem Leben sind und die Sie heute erwarten – es sind mehr als Sie annehmen.
    • Tagsüber bei allem was Sie tun, Ihr Bestes geben - das stärkt Ihre Selbstachtung.
    • Zu Problemen erst einmal auf Distanz gehen und sich darüber klar werden: Warum sehe ich in der Situation ein Problem? Was kann und soll ich lernen? Wie kann ich es lösen? Was ist sofort zu tun? Was ist mittel‑ und langfristig zu tun? Sehen Sie auf Ihre Chancen, ändern Sie Ihre Perspektiven.
    • Anderen Menschen mit Güte begegnen und sie weniger bewerten oder verurteilen. Auch hier heißt das Zauberwort „Distanz“ – aus der Distanz heraus fällt es leichter, Verständnis aufzubringen und Beurteilungen fallen milder aus. Praktizieren Sie Gelassenheit.
    • Sich für andere einsetzen, Hilfsbereitschaft signalisieren und Anerkennung zeigen: Wenn Sie sich selbst auf diese Weise multiplizieren, erzeugen Sie eine positive Resonanz und schaffen sich eine positive Rückkopplung.
    • Stillstand vermeiden: Erweitern Sie Ihren Aktionsradius, indem Sie täglich etwas hinzulernen –sei es im Bereich der persönlichen Kompetenz, der methodischen oder der fachlichen Kompetenz. Halten Sie Ihren Geist in Schwung und bleiben Sie beweglich.
      So behalten und stärken Sie Ihre Souveränität und können mit Veränderungen professioneller umgehen.
    • Einmal am Tag – vielleicht zum Tagesausklang – die Stille suchen und sich Zeit für sich selbst nehmen, d.h. über die eigenen Potentiale, Ziele und Möglichkeiten nachdenken und das eigene Verhalten reflektieren – das fördert Ihre Selbsterkenntnis und stärkt Ihr Selbst-Bewusstsein. Finden Sie heraus, wo Ihre stärksten Wurzeln liegen.
    Abgelegt unter: Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 10:40

    Reich denken?

    Montag, 14. August 2006

    Im September erscheint laut I-Bux-Verlag ein Buch mit dem Titel Millionärsdenke von Boris Vene und Nikola Grubisa. Als eine der Rezensenten hatte ich den Vorzug, den slowenischen Bestseller vorab in der deutschen Fassung zu lesen; das umfangreiche Werk umfasst u. a. die wichtigsten Aspekte des Mentaltrainings und ist sehr lesefreundlich geschrieben. Für diejenigen, die gerne Literatur zum Thema „Erfolg“ lesen und wissen wollen, wie man durch Vor‑ und Nach‑ Denken zu innerem (und äußerem) Reichtum gelangen kann, ist dieses Buch sicherlich sehr empfehlenswert.

    Abgelegt unter: Allgemein, Für Sie gelesen, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 15:39

    Der Klinsmann-Effekt

    Sonntag, 09. Juli 2006

    Seit dieser WM ist das Vokabular des Mentaltrainings um ein Wort bereichert worden: nämlich um denKlinsmann-Effekt“. Dieser Klinsmann-Effekt zeichnet sich meines Erachtens durch drei Bewusstseins-Zustände aus:

    • 1. Selbstbewusstsein
    • 2. Sendungsbewusstsein
    • 3. Siegesbewusstsein

    1. Selbstbewusstsein ausstrahlen

    Die Spieler sind wahrlich als Gewinner aufgetreten und zwar so überzeugend, dass auch die größten Zweifler anfingen, an den ganz großen Sieg zu glauben.
    Andere zu überzeugen, geht nur, wenn man von sich selbst überzeugt ist und sich seines Selbst bewusst ist, d.h. ein starkes Selbstbewusstsein hat. Wer sich selbst viel zutraut, dem werden auch andere viel zutrauen und der wird über sich selbst hinauswachsen.


    2. Eine Vision haben

    Sendungsbewusstsein hat etwas Charismatisches und das war es auch, was den Unterschied ausgemacht hat. Alle haben es gespürt: diese Elf wollte nicht nur für sich selbst etwas erreichen; sie wollte es für das ganze Land tun, sie wollte den Glauben an den deutschen Fußball zurückzubringen. Und sie hat durch ihr vorbildliches Verhalten in beeindruckender Weise zur Förderung der Kultur beigetragen. Die Szene, als Oliver Kahn Jens Lehmann auf die Schulter klopfte und ihm für das Elfmeter-Schießen Glück wünschte, wird wohl für immer in die Fußballgeschichte eingehen.

    3. Den Sieg im Herzen tragen

    Siegesbewusstsein ist die geistige Vorwegnahme eines erwünschten Zustandes: sich im Ziel sehen, mit dem Ziel verschmelzen, quasi schon fühlen, wie es ist, am Ziel zu sein und fest daran glauben, dass der Sieg unvermeidlich ist. Mit dieser Ausstrahlung hat uns die deutsche Elf infiziert: und so mancher Spieler hat im Verlauf der WM seinen ganz persönlichen Sieg davon getragen. Gerade diese persönlichen Siege waren so faszinierend. Es ist ein Verdienst dieser Elf, dass wir uns alle als Gewinner fühlen dürfen, obwohl wir nicht die Nummer 1 geworden sind. Deutschland hat in jedem Fall gewonnen – in den Augen der Welt und in den Herzen (nicht nur) der Fans.

    Abgelegt unter: Allgemein, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 12:09

    Zehrer oder Vermehrer?

    Donnerstag, 22. Juni 2006

    Jeder Landwirt weiß, dass es bestimmte Pflanzen (Zehrer) gibt, die dem Boden Kraft entziehen und deshalb nicht hintereinander angebaut werden dürfen, da der Boden ansonsten auslaugt und die Erträge zurückgehen. Deshalb werden in der sog. Fruchtfolge auch solche Pflanzen angebaut, die einzig dem Zweck dienen, dem Boden wieder mit Nährstoffen und Bioorganismen anzureichern, diese Pflanzen zählen zu den Vermehrern. .

    Auch beim Menschen kennt man Zehrer und Vermehrer. Die auffälligsten Merkmale der Zehrer –wenn sie in Reinkultur vorkommen‑ sind u.a.:

    • Egozentrierung
    • wenig Einfühlungsvermögen
    • niedrige soziale Kompetenz
    • Dominanzstreben
    • Single player
    • Autoritärer Führungsstil
    • Smartes Auftreten

    Vermehrer hingegen zeichnen sich insbesondere durch folgende Eigenschaften aus:

    • Fähigkeit, zu sich selbst auf Distanz gehen zu können
    • Fähigkeit zur Selbstreflexion
    • Hoher Empathiefaktor
    • Hohe soziale Kompetenz
    • Teamfähigkeit
    • Kooperativer Führungsstil
    • Charismatische Ausstrahlung

    Es gibt Zeiten, in denen die Zehrer den Vermehrern das Leben schwer machen können – man sollte sie deshalb jedoch nicht generell verurteilen. Der Landwirt würde schließlich auch keine Zehrer anbauen, wenn er sich nicht einen Gewinn davon verspräche. Und er weiß ja, dass er mit den Vermehrern das Gleichgewicht wieder herstellen kann.

    Ohne Vermehrer hätten die Zehrer keine Nahrung ohne Zehrer hätten die Vermehrer keine Chance zum Wachstum. Also haben beide was davon, das eine bedingt das andere.

    Vielleicht verhilft diese Sichtweise zu etwas mehr Gelassenheit und Gleichmut im Umgang mit Zehrern. Mitunter sind es gerade die Zehrer, die Vermehrer dazu bringen, sich zu fordern und das Beste aus sich herauszuholen.

    Und der Zehrer möge dem Vermehrer dankbar sein (auch wenn Dankbarkeit nicht unbedingt in sein Verhaltensrepertoire passt), dass dieser ihm seine Existenz erst ermöglicht.

    Abgelegt unter: Allgemein, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 17:40

    The second wind

    Donnerstag, 01. Juni 2006

    Mitte letzten Monats war ich auf einer Veranstaltung in Frankfurt,
    der Internationalen Businesskonferenz 2006, zu der als Hauptredner der Weltstar und Business Guru Dr. Peter J. Daniels, aus Australien angereist war. Der mittlerweile über 70 Jährige verstand es ausgezeichnet, die rund 2000 Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen, was sicher auch daran lag, dass sich Dr. Daniels als Selfmade Multi-Millionär im Hinblick auf die zentrale Frage der Konferenz „How can Ⅰ make money?“ der vollen Aufmerksamkeit des Publikums sicher sein durfte.
    Die Veranstaltung war sehr stark christlich angehaucht und von ansprechenden, religiösen Musikeinlagen begleitet, wobei Dr. Daniels ja auch bekennender Christ ist. Abgesehen davon, dass ich zeitweise den Eindruck hatte, mich im Film Sister Act zu befinden und mir das gebetsmühlenartige Amen meiner Sitznachbarin etwas des Guten zuviel erschien, war diese Veranstaltung in vielerlei Hinsicht für mich sehr interessant:

    Die Geschichte von Dr. Daniels ist die Geschichte eines Spätzünders, der mit 26 Jahren noch Analphabet war und als Maurer sein Geld verdiente. Nachdem ihm durch religiöse Erleuchtung klar wurde, dass er sein Leben ändern musste, begann er, lesen zu lernen und verschlang unzählige Bücher zu den Themen Leadership, Management, Business, Geld, etc.. Er machte sich selbständig und musste erst dreimal scheitern, bis es ihm schließlich doch gelang, im Immobilien-und Bankgeschäft erfolgreich Fuß zu fassen und ein Imperium aufzubauen. Laut Dr. Daniel ist das größte Hindernis auf dem Weg zum Erfolg die Furcht und zwar die Furcht vor Veränderungen und die Furcht davor, Geschäfte zu machen. Veränderungen müssten jedoch angenommen werden, denn nur so sei persönliches Wachstum erst möglich.

    Eindringlich wies er darauf hin, dass wir uns in einer Art des „Kalten Friedens“ befänden, da der Kampf um die Weltmärkte längst begonnen hätte. In diesem größten Wirtschaftskampf aller Zeiten würde es nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer geben. Auf die Frage, wie man am besten darauf reagieren kann und wie man ein/e erfolgreiche/r Unternehmerin wird, gab er in etwa folgenden Rat:

     –An einen großen Traum glauben bzw. einen zweiten Traum träumen, wenn
    ein anderer stirbt, d.h., den zweiten Wind „the second wind„ in petto haben

     –Ehrlich zu sich selbst sein und sich selbst nichts vormachen

     –Leidenschaft entwickeln für das, was man tut – Langeweile paralysiert

     –Die Kraft zum Träumen stärken – ohne Spiritualität kein Traum, ohne Traum
    kein Erfolg (Misserfolg= „Ich habe nie groß genug geträumt“)

     –Die Kraft zur Disziplin aufbringen

     –Ein Ziel definieren und dieses mit Unterzielen schriftlich fixieren

     –Die Fähigkeit entwickeln, Frust und Schmerz auszuhalten und
    konstruktiv damit umzugehen

     –Den Preis bezahlen, den man bezahlen muss, um weiter zu kommen

     –Großzügig geben – es kommt immer irgendwie zurück

     –Das Gesetz vom Säen und Ernten konsequent anwenden

     –Geschäftspartnern wohlwollend begegnen:
    “love in business – if it doesn’t work double the dose!”

    Nun sind diese Ratschläge nicht unbedingt neu, aber durch die persönliche Note von Dr. Daniels dann doch wieder einmalig. Ich habe an diesem Tag wahrgenommen, wie hungrig die Menschen nach spiritueller Nahrung sind und ich habe erlebt, was charismatische Ausstrahlung ausmacht.
    Dr. Daniels hat vor allem durch konsequentes Mentaltraining, Disziplin, Ausdauer und Beharrlichkeit und durch einen unerschütterlichen Glauben seinen Erfolg begründet. Und das sagt er auch seinen „Jüngern“ nach dem Motto, „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, denn

    Gott liebt die, die sich als Schöpfer verstehen, also nach seinem Ebenbild sind

     – und so sollte es ja sein.

    Abgelegt unter: Allgemein, Mental Training — Dr. Brigitte Wolter @ 17:22