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COACHEN LERNEN, aber noch nicht wissen wie?

Coachen lernen: Wo finde ich eine Coaching-Ausbildung? 

Wenn Sie im Internet die Suchworte Coachen lernen oder Coaching-Ausbildung in die Suchmaschinen eingeben, treffen Sie auf Millionen von Ergebnissen und unzählige Angebote zu Coaching-Ausbildungen.  So surfen viele Coaching-Interessierte monatelang durchs Internet bis sie einige Ausbildungen in die engere Wahl gezogen haben. Dennoch bleibt das mulmige Gefühl, die Katze im Sack zu kaufen.

Coachen lernen: Woran erkenne ich eine gute Coaching-Ausbildung?

1. Coachen lernen – Warum will ich Coach werden?

Vermutlich wird Ihnen ein/e Coaching-Ausbilder/in beim ersten Kontakt die Frage stellen: „Was motiviert Sie, Coach zu werden?“ Angehenden Coaches, denen ich diese Frage stelle, antworten oft in die Richtung, dass sie sich persönlich weiterentwickeln, ihre Führungskompetenz und ihre Karrierechancen erhöhen und sich eventuell zu einem späteren Zeitpunkt selbständig machen möchten. Wenn Persönlichkeitsentwicklung und Selbständigkeit als Coach Ihre Hauptmotive sind, dann sollte die Ausbildung sehr übungsintensiv sein und sehr viele Supervisionseinheiten durch den Lehr-Coach beinhalten.

Wenn es Ihnen nur um ein Zertifikat für ein „Upgrade“ des Lebenslaufs geht, erfüllen Ausbildungen, die ohne wesentliche Impulse zur Selbstreflexion und in kürzester Zeit (Tage/Wochen bis wenige Monate) zu einem Abschluss führen, ihren Zweck.

Der Coaching-Ausbildungsmarkt bedient jeden Bedarf, man muss nur wissen, ob man von Anfang an den Weg der Coaching-Profession gehen, oder mit weniger Anspruch den Titel „Coach“ führen möchte.

Mit diesen Grundsatz-Fragen geht es los:

  • Wozu brauche ich Coaching-Kompetenz?
  • Was will ich damit für mich und andere bewirken?
  • Welchen Anspruch habe ich an meine künftige Rolle als Coach?
  • Strebe ich eine Selbständigkeit als Coach an? Welche Erwartungen knüpfe ich daran? Wie realistisch sind diese?
  • Was ist mir die Coaching-Kompetenz wert?
  • Wie viel Zeit, Geld und Energie bin ich bereit, dafür zu investieren?

2. Coachen lernen – Wie lange dauert eine Coaching-Ausbildung?

In der Fachwelt gilt eine einjährige Coaching-Ausbildung mit 150 Unterrichtsstunden als Basisstandard. Darüber hinaus gibt es mehrjährige Ausbildungen mit einer höheren Anzahl an Unterrichtsstunden. Es gibt auch Ausbildungen, die eine höhere Stundenzahl auf eine Ausbildungszeit von einem Jahr komprimieren. Das heißt, sie beinhalten mehrere Ausbildungs-Blöcke von drei bis vier Tagen. Dazu müssen Sie sich fragen, wie viel Urlaubstage Sie für die Ausbildung opfern wollen, da solche Module Werktage einschließen. Drei bis vier Tage hintereinander Ausbildung können außerdem sehr energiezehrend sein- auch das gilt es zu bedenken.

Außerhalb der Unterrichtszeiten ist zusätzlich Zeit für das Einüben der Coaching-Methoden- und Techniken z. B. in Peergroups und für das Literaturstudium einzuplanen. Ebenfalls Zeit beanspruchen Prüfungsvorbereitung, Erstellen des Coaching-Konzeptes und/oder Fall-Dokumentationen, je nach Ausbildungsformat bzw. Abschluss.

Hier Ihre Checkliste:

  • Dauer insgesamt
  • Anzahl Unterrichtsstunden insgesamt
  • Anzahl Module / Semester mit wie vielen Tagen
  • Unterricht werktags und /oder Wochenende
  • Unterrichtsfreie Zeiten (wichtig für Urlaubsplanung etc.)
  • Aufwand für Aufbereitung des Lehrstoffes /Literaturstudium
  • Arbeit in Peergroups vorgeschrieben oder freiwillig
  • Aufwand für Prüfungsvorbereitung / Abschluss
  • Regelung für Fehlzeiten durch Krankheit etc.

3. Coachen lernen: Unterrichtsform?

Die Palette der Coaching-Ausbildungs-Formate ist ziemlich bunt. Sie können heute Coachen lernen im Präsenzunterricht bei nicht universitären Ausbildungsinstituten, an Hochschulen als Studium mit Vorlesungen oder als Fernstudium mit oder ohne Präsenzmodulen, online und oder offline. Es ist also für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. All diesen Angeboten liegt jedoch keine einheitliche Ausbildungsordnung zugrunde; ebenso wenig sind die Anforderungen, die ein Coaching-Ausbildungsinstitut erfüllen muss, allgemeingültig festgelegt. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn die präferierten Ausbildungen von einem seriösen Coaching-Verband oder einer anderen seriösen Institution anerkannt bzw. zertifiziert sind.

Bedenken Sie bei Ihrer Wahl auch, dass man Coachen nicht nur aus Büchern bzw. theoretisch lernen kann, sondern in erster Linie durch viele Übungen.

Hier weitere Kriterien für Ihre Checkliste:

  • Ausbildungsformat entsprechend meinem Lerntyp
  • Ein Lehr-Coach
  • Mehrere Lehr-Coaches
  • Anzahl Kursteilnehmer/innen
  • Erfahrungsaustausch und Lernen in großen Gruppen
  • Intensive Betreuung und Lernen in kleinen Zirkeln
  • Anteil Theorie/praktische Übungen
  • Vermittelte Coaching-Ansätze, -Methoden und -Techniken
  • Unterrichtsräumlichkeiten
  • Ausbildungs-Kurs/-Anbieter zertifiziert durch Coaching-Verband
  • Auftritt des Ausbildungsinstitutes in der Öffentlichkeit (Internet, Informationsmaterial, etc.)

4. Coachen lernen – Mit welchem Abschluss?

Die Abschlüsse variieren hinsichtlich Coaching-Ansatz, Coaching-Institut und Themenfeld. So gibt es z. B. Abschlüsse mit Schwerpunkt in systemischem Coaching, NLP (Neurolinguistischer Programmierung), Hypnosystemischem Coaching oder mit einer Mixtur aus unterschiedlichen Coaching-Ansätzen.

Foto: Unsplash.com by Juan Ramos

Foto: Unsplash.com by Juan Ramos

Je nach Schwerpunkt des Themenfeldes finden Sie Abschlüsse wie Business-, Management-, Wirtschafts-Coach, Personal- oder Life-Coach. Der Abschluss könnte z. B. lauten: Systemischer Business Coach Institut XY, Business Coach IHK oder NLP-Master, Institut YX. Meist folgt dann noch ein Hinweis zur Zertifizierung wie „anerkannt durch Coaching-Verband YX oder Gesellschaft für XY.“

Bevor Sie Ihre Coaching-Ausbildung starten, sollten Sie sich intensiv über Coaching-Ansätze informieren bzw. sich gut beraten lassen. Und Sie sollten bereits ein klares Bild davon haben, wen Sie zu welchen Themen coachen wollen. Ist Ihnen die Zielgruppe für Ihre spätere Coaching-Tätigkeit bekannt, dann wissen Sie auch, auf welche Coaching-Qualifikation diese Zielgruppe wert legt und nach welchen Kriterien sie einen Coach auswählt. Fazit: Als selbständiger Coach in spe können Sie nicht früh genug mit Marktforschung anfangen, das heißt, sich Gedanken darüber machen, wen Sie zu welchen Themen wie coachen wollen.

5. Coachen lernen – Mit wem?

Wenn Sie sich für eine Ausbildung entscheiden, vertrauen Sie sich den Menschen an, die Sie durch diese Ausbildung führen. Folglich ist ein vertrauensvolles Verhältnis zum Lehr-Coach / zu den Lehr-Coaches von besonders großer Bedeutung für Ihre Weiterentwicklung, zumal während einer Coaching-Ausbildung auch eigene Themen reflektiert werden.

Foto unsplash.com by Tim Grow

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Der Sympathie-Faktor spielt dabei eine große Rolle. In diesen Sympathie-Faktor fließen die ethische Haltung, die Qualifikation und die Erfahrung des Lehr-Coaches mit ein. Treffen Sie sich daher mit dem Lehr-Coach/den Lehr-Coaches, führen Sie intensive Gespräche und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, ob Sie sich ihm/ihr/ihnen in dieser für Sie sehr wichtigen Etappe Ihres Lebens anvertrauen möchten.

Nach diesen Kriterien  erstellen Sie ein Profil:

  • Empathie/Sympathie
  • Haltung (Werte, Welt- und Menschenbild)
  • Authentizität
  • Seriosität
  • Qualifikation
  • Erfahrung als Coach und Lehr-Coach
  • Internetauftritt
  • Feedback andere Teilnehmer/innen
  • Gesamteindruck

6. Coachen lernen – Wo?

Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Entfernung zur Ausbildungsstätte. Möchten Sie am liebsten Ihre Ausbildung in unmittelbarer Nähe absolvieren oder kommen auch weiter entfernte Institute in Frage? Wie sieht es mit Ihrer Mobilität aus? Sind Übernachtungen notwendig? Welcher Aufwand ist mit der Anreise verbunden? Bevorzugen Sie Veranstaltungsorte in der Stadt oder eher naturnahe Hotels in Stadtnähe?

  • Entfernung zur Ausbildungsstätte
  • Übernachtung ja/nein
  • Anreise mit PKW
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Lage und Anbindung des Veranstaltungsortes
  • Städtischer Veranstaltungsort
  • Naturnaher Veranstaltungsort

7. Coachen lernen – Kosten?

Die Investition in eine Coaching-Fortbildung ist nicht unerheblich und daher ein wichtiges Auswahlkriterium. Doch oft ist es schwierig, Ausbildungsangebote zu vergleichen. Damit Sie beim Prüfen der Angebote nicht Äpfel mit Birnen verwechseln, brauchen Sie unbedingt eine einheitliche Bezugsbasis als Entscheidungsgrundlage.

Foto: unsplash.com by Raquel Martinez

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Diese müssen Sie sich selbst erstellen, denn oft sind nicht alle Kosten in den Angeboten auf den ersten Blick ersichtlich. Überprüfen und vergleichen Sie daher die Angebote anhand dieser Liste:

  • Kursgebühr…
    • »…von der Mehrwertsteuer befreit
  • »…Mehrwertsteuer in Gebühr enthalten
  • »…Mehrwertsteuer nicht in Gebühr enthalten
  • Tagungspauschale… (beinhaltet i. d. R. 2 x Pausensnacks, Getränke im Seminarraum, Mittagessen, Raummiete) ….enthalten / ….nicht enthalten
  • Ratenzahlung möglich, wenn ja, mit oder ohne Aufpreis
  • Kündigungsmodalitäten (Rücktritt nach Anmeldung, Kündigung während der Ausbildung)

Wie schon gesagt kommen dann noch eventuell Kosten für Übernachtung, Abendessen und Reise hinzu. Vielleicht haben Sie ja den Vorzug, dass Ihr Arbeitgeber die Kosten für die Kursgebühr ganz oder teilweise übernimmt. 🙂

 

Ich hoffe, der Artikel „Coachen lernen“ hilft Ihnen dabei, den Weg zur IHRER Coaching-Ausbildung zu finden. Wenn er Ihnen gefallen hat, teilen Sie ihn doch bitte auch in Ihren sozialen Netzwerken. Besten Dank. 🙂

8. Coachen lernen – Buchempfehlung

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– Vielen Dank für eine kurze Erwähnung oder Weiterleitung dieses Beitrags!
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